„Magic Mushrooms“ und Wunderkräuter im Krebsprinzessinnenland

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Die letzte Woche war einfach super. Fit, sportlich, fleißig und gesund.. Ich nehme gar nicht mehr wahr, dass ich eigentlich „krank“ bin.
Vorletzte und letzte Woche plagten mich dennoch ein wenig Nebenwirkungen und was ich dagegen gemacht habe, davon will ich hier berichten.

Fünf Tage nach der Chemo begann mich ein langsam dicker werdender Hals zu stören. Als die Schmerzen über den Abend hin zunahmen und meine Zunge aussah wie ein alter Wollteppich, stellte ich mich darauf ein, am nächsten Tag in die Uniklinik fahren zu müssen, die mich voraussichtlich mit Antibiotika nach Hause schicken würden..
Am nächsten morgen konnte ich ohne Schmerzen nicht mehr schlucken, jedoch waren Mandeln und Lymphknoten nicht dick. auch das Blutbild am Mittag in der Uniklinik zeigte nur gute Werte.. Jedoch 2,5 Stunden Wartezeit auf meinen Arzt in der Ambulanz und drei (!!!!)  Minuten Arztgespräch später hielt ich ein Rezept gegen Soor in der Hand..

Mundpilz?? Fragte ich ihn ungläubig. Wo bekommt man denn sowas her? „Chemotherapie“, entgegnete mein Arzt trocken „Sie vergessen, dass man permanent Candida Pilze  im Körper mit sich trägt, die sich bei Beeinträchtigung des Immunsystems zu einer Infektion ausweiten können“

Tolle Sache, dachte ich. Pilz in Speiseröhre und Mundraum.. Die Lutschtabletten musste ich vier mal täglich nach dem Essen lutschen. Jedoch waren die Dinger dermaßen unangenehm, dass ich einen Tag später zurück in Marburg eine angenehmere Alternative entwickelte:
Von meiner Perückerfriseurin hatte ich ein Rezept gegen Schleimhautentzündungen erhalten. Ein „Spültee“ aus verschiedenen Kräutern und Gewürzen, von dem ich mich inspirieren ließ..
Bereits in der Erkältungszeit wußte ich Thymian-Tee zu schätzen. Zusätzlich mischte ich Rosmarin (aus meinem Gewürzregal) und Salbei unter den Tee und trank  über den Tag verteilt ein bis zwei Liter. Vor allem nachdem ich etwas gegessen hatte. Die Tabletten ließ ich weg. Man sollte darauf achten, möglichst wenig Zucker und Kohlehydrate zu sich zu nehmen, da sich Hefelpilze von Zucker ernähren und wachsen können. Auch Fruchtsäfte und säuerliches Obst sind wegen des Zuckers und der Reizung durch die Fruchtsäure nicht angenehm.
Gut sind statt dessen ist Natur-Joghurt. Wegen des Säuregehalts, den Hilfepilze gar nicht mögen. Ich hab zum Beipspiel beim Fernsehen oder beim Arbeiten am PC einen Löffel Joghurt einige Minuten gelutscht. Das fühlte sich angenehm schmerzmildernd an.
Innerhalb eines Tages merkte ich eine Verbesserung, der Tee linderte den Schmerz und gab einen guten Geschmack. Zusammen mit meinem Sportprogramm (klingt komisch, aber während des Sports wurde mein Körper wohl einmal komplett so gut durchblutet, dass ich eine deutliche Besserung der Beschwerden nach der Sportstunde feststellen konnte, die konstant blieb) war der Pilz nach drei Tagen verschwunden, in der selben Zeit, wie ich die Tabletten hätte auch noch nehmen müssen- nur angenehmer.
Zurück blieb eine geschundene rote und schmerzenede Zunge, wie wenn man sich mit zu heißem Kaffee verbrannt hat. Nach zwei Tagen mit Mundspüllösung Meridol und nicht viel Besserung versuchte ich Japanisches Heilöl (Pfefferminzöl). Ein bis zwei Tropfen mit etwas Wasser nach dem Zähneputzen zum Spülen half Wunder. Nach zwei Tagen war ich wieder komplett hergestellt..

Mit diesen Tipps hab ich mir die Woche mit Soor angenehmer gestaltet, als es mir von Arztwegen möglich gewesen wäre. Wahrscheinlich wusste der Arzt nicht, dass Phytotherapie mir super helfen würde, aber ich hätte mir gewünscht, er hätte mir neben dem Rezept für unangenehmen Lutschtabletten den wertvollen Ratschlag auf den Weg gegeben, entsprechende Tees und Spülungen anzuwenden, denn viele Menschen leiden unter den selben Beschwerden und kommen nicht erst darauf, diese mit Naturheilmitteln zu vertreiben.

Der Spültee gegen Entzündungen des Mundraums (Mukositis) besteht übrigens aus:
-4 Gewürznelken
– 1 kl. Stck. Zimtrinde
– je ein Teelöffel Rosmarin, Thymian, Majoran, Bohnenkraut, Salbei

Diese Mischung mit 1 Liter kochendem Wasser ausgießen und 10 Minuten ziehen lassen. Dieser Tee zum Spülen der Mundhöhle verwenden oder trinken.

Liebe Grüße
Mari

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