Geschafft!

Standard

Tag fünf nach meiner Brust-OP und das Leben ist toll!

If you just smile..

Abgesehen davon, dass ich wegen meines Wundkatheters noch immer im Krankenhaus liegen muss, hat sich alles wunderbar entwickelt. Ich war vor der OP bereits ganz entspannt und entsprechend gut ist nun in meinen Augen auch das Resultat. Ähnlich einem Lifting gefällt mir die operierte linke Brust nun fast besser als die un-operierte rechte. Natürlich bereitet die Narbe mir Schmerzen und ich muss mit Physiotherapie und permanenten Übungen die Beweglichkeit des linken Arms wiederherstellen, aber ich merke wie es von Tag zu Tag besser klappt.
Zudem spüre ich eine unendliche Dankbarkeit darüber, wie gut ich meine Operation nun hinter mich gebracht habe und vor allem: Dass ich noch immer zwei Brüste und zwei Brustwarzen zähle. Dankbarkeit gegenüber meiner Freundin, die mich so lange bearbeitete, bis ich mich für die Behandlung in Marburg entschied. Ebenso Dankbarkeit gegenüber meinen Freunden und meiner Familie, dass sie sich das lange Hin und Her immer wieder geduldig und mitfühlend angehört und mir mit guten Ratschlägen zur Seite gestanden haben. Und natürlich nicht zuletzt dem Professor, der mich operiert hat, da er mir die Möglichkeit aufgezeigt hat und mir den Mut verliehen hat, diese brusterhaltende Behandlung vorzuziehen. Manchmal kommt im Leben alles auf einmal und man denkt nun kann es nicht mehr schlimmer werden, aber manchmal kommt dafür auch ein Engel nach dem anderen zur Hilfe.
Noch immer bin ich ein wenig ängstlich hinsichtlich der Sicherheit der Maßnahme, da eine Entfernung der Brust natürlich NOCH sicherer zur Rückfall-Vermeidung beigetragen hätte. Jedoch stellt laut der neusten medizinischen Auffassung meine systemische brusterhaltende Behandlung kein Risiko dar und für meine psychische Gesundheit ist sie allemal zuträglicher.
Die Angst rührt vor allem noch von der Prognose meiner behandelnden Professorin in der ersten Klinik, die eine Brusterhaltung von vornherein ausgeschlossen hatte – ungeachtet der aktuellen medizinischen Leitlinien-Empfehlung zur Brustkrebs-Behandlung. Dieser Ärztin habe ich lange Zeit vertraut und keine andere Möglichkeit gesehen. Dass ich nun doch in diesem modernen Uni-Klinikum brusterhaltend operiert werden konnte, grenzt für mich an ein kleines Wunder. Ich vermute nicht, dass die Professorin aus Nachlässigkeit für die Amputation gestimmt hat, aber vielleicht fehlten ihr der Mut und das Können, für einen solchen feinen Eingriff. Das kann ich nun leider nur noch vermuten. Gern jedoch würde ich sie mit dem Ergebnis konfrontieren und ihre Reaktion sehen..
Wenn zwei so unterschiedlich Aussagen auf ein und dieselbe Sachlage auftreten, ist man als Patient zu Recht verunsichert. Aber ich kann trotz allen Aufwands nur ermutigen, sich umzuhören, fundierte Meinungen einzuholen und letzten Endes auf sein Gefühl zu vertrauen. Der Kampf kann sich lohnen. Ich bin das beste Beispiel 🙂

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s