Mit der Weisheit eines Kindes..

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Noch fünf Bestrahlungen..

Noch sieben Tage bis zum Ende meiner Akuttherapie..

Noch lebe ich im wohlbehüteten Schoß der Medizin. Nächste Woche werde ich namendlich wieder auf die Welt der Gesunden los gelassen.
Ein wunderschönes Gefühl. Ich habe ja im Rahmen dieses Blogs schon einige Male meine Krankheit rekapituliert, doch jedesmal, wennn ich beim Blog schreiben darüber nachdenke, kommt mir die Zeit seit der Diagnose verschwommener und ferner vor, als ich es mir noch vor wenigen Wochen hätte träumen lassen. Die verloren geglaubte Normalität in meinem Leben ist zurück gekehrt und es wird immer schöner und reicher, dieses Leben zu leben und zu tun, was mir Freude macht.

Ich habe meine Zusage für den Master-Studiengang in Motologie erhalten und freue mich nun auf einen völlig neuen Abschnitte. Ohne Diplomarbeit, ohne Krebs, ohne faule Kompromisse. Leben nach meiner Façon mit der Perspektive einer jungen Frau und der Weisheit einer alten Dame, wie ich kurzlich in einer sehr lieben Mail bezeichnet wurde (die Weisheit einer Neunzigjährigen und die Freude, den Lebensmut und die Zuversicht eines Kindes).
Genauso sollte mein Leben mir erhalten bleiben und sich randvoll füllen mit schönen Momenten und Erinnerungen, denn die Suppe, die man im Alter auslöffeln muss, brockt man sich in jungen Jahren eben doch selbst ein..

Lebensfreude pur!

Vielleicht ist auch genau das der Schlüssel zu einem glücklichen Leben, die positiven (und nur die positiven) Erinnerungen im Herzen zu bewahren und sich von dem überflüssigen Fundus an Verletzungen und Leid zu befreien. Ich habe den Eindruck, das vergangene Jahr war keine Zeit der Krankheit und der Entsagungen, sondern eine Zeit voller neuer Eindrücke und Lebenserfahrung. Ich habe enorm an Lebensfreude gewonnen, an innerem Reichtum, der mein Zusammenleben mit der Welt fröhlicher und unbeschwerter macht.
Vor dem Hintergrun dieses Jahres scheint eben alles nicht mehr so schlimm.. Prüfungen, Liebeskummer, Regenwetter.. Was auch immer kommen mag-ich bin ein Fels, mich kann nichts erschüttern..

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