Lebensfreude, Hoffnung und Buchtipps

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Zwei Wochen seit meinem letzten Post und es vergeht kein Morgen, an dem ich nicht wach im Bett auf die Rückkehr des Schlafes warte, und an dem ich nicht über Themen, Inhalte, Formulierungen und Satzfetzen für den neuen Artikel nachsinniere..
Heute ist Sonntag, draußen ist es noch immer dunkel. Der Trübung des Himmels nach zu urteilen, bleibt es den Rest des Tages bei dieser Helligkeitsstufe. Willkommen im Herbst.
Jo liegt noch wenige Meter entfernt und schläft seelenruhig, doch mir ist der Schlafgott in den vergangenen Wochen weniger gut gesonnen. Ich habe seit gestern Kopfweh und gehe jetzt endlich dem Drang nach, wieder einen Blogeintrag zu verfassen – vielleicht kommen die Kopfschmerzen ja von den Gedanken, die ich seit geraumer Zeit nun in meinem Kopf mit mir herum trage und die täglich mehr werden – Also hier: Raus mit euch!!!

Die letzten zwei Wochen anhand einer einzigen Emotion zusammen gefasst fallen mir mehr als leicht: GLÜCK!

Der epileptische Anfall hat mein Hirn scheinbar von Minus- auf reine Pluspole umgepolt.
Alle negativen Emotionen, Assoziationen und Gedanken, die der Mensch so den lieben, langen Tag mit sich herum schleppt und denen man sich reibt, verletzt und wundscheuert sind verschwunden.
Ich wache morgens (nach ca. 4-5 wertvollen Stunden Schlaf) weit vor meinem Wecker auf und spüre bereits Optimismus und Vorfreude in mir- was jedoch sicherlich nicht wenig auch mit dem neuen Motologie-Studium zusammen hängt und der Tatsache, dass ich wie auf dem Adventskalender als Kind jeden Tag einen Bestrahlungstermin abhaken kann. Die Hälfte der Ganzhirnbestrahlung liegt nämlich bereits hinter mir. (Yeay!!)

Das Studium hat eine euphorisierende Wirkung auf mich, denn bisher kann ich mich voll und ganz mit den Inhalten der Motologie identifizieren. Das gibt mir das Gefühl endlich angekommen zu sein in meiner Berufung- endlich HABE ich eine Berufung, das ist so viel wert!) . Die Leute sind so unglaublich freundlich, interessant, man kommt schnell in Kontakt und vielversprechende Gespräche und Blicke werden ausgetauscht, die die Freude auf die kommenden gemeinsamen zwei Jahre steigern.
Eine geradezu therapeutische Wirkung geht von diesem ganzen Master-Studium auf mich über und betankt mich mit Lebensmut und Kraft.
So sind meine Tage und vor allem mein Terminkalender seit drei Wochen so voll wie nie, doch jeden Abend fühle ich mich zufrieden und alles andere aus ausgesaugt oder leer.
Ich habe sogar den Eindruck, es stimmt wirklich was man sagt: Je mehr man zu tun hat und je mehr man in den Strudel der Erledigungen kommt, umso mehr bekommt man auch geschafft.

So habe ich beispielsweise am Montag zu allem auch noch endlich die Bewerbung für ein Studienstipendium bei der Rosa-Luxemburg-Stiftung abgeschickt.
Ich hatte die Unterlagen seit Monaten zusammen stellen wollen, doch als dann die Hiobsbotschaft mit den Metastasen kam, habe ich im ersten Moment ja sogar das Studium und dann natürlich auch die Bewerbung in Frage gestellt.
Die letzten Wochen kam ich wegen den Untersuchungen, Behandlungen und dem Studiumsbeginn auch nicht dazu, doch vergangenes Wochenende habe ich endlich Nägel mit Köpfen, bzw. Papier mit Tinte walten lassen und konnte daher am Montag ein dickes Bündel Bewerbungunterlagen nach Berlin schicken.
Ich hoffe, der Aufwand hat sich für mich gelohnt- doch was die Entscheidung anbelangt werde ich mich noch weiter sechs Monate gedulden müssen.
Ein weiterer Meilenstein diese Woche war meine erste Hypnose.
Ich werde hier nicht ins Detail gehen, dann die Suggestionen und Bilder sind verständlicher Weise sehr kostbar und verlieren an Wert, wenn man allzu offen damit umgeht – doch ich bin sehr froh, den Weg dorthin gefunden zu haben und ich kann es wirklich empfehlen, wenn man Krankheiten oder Neurosen angehen möchte, sich nach einer vertrauensvollen Hypnotherapie umzusehen. Viel Halt und Einblicke in unterbewusste Inhalte werden nach oben befördert und im Zusammenspiel mit meiner ausgereiften und wie ich sagen würden tatkräftigen Psychohygiene, die ich mittlerweile an mir anwende, kann ich mir dadurch viele neue Wege auf dem Weg zu einer ganzheitlichen Heilung erschließen.

Das bringt mich zu einem weiteren Punkt:
In den ersten zwei Wochen nach meiner Diagnose der Metastasen habe ich mich mal in der Stadtbücherei umgetan und bin dabei auf SEHR interessante Bücher gestoßen, denen ich mit die „Schuld“ geben würde, dass ich diese fragile Phase des Umsturzes so konstruktiv nutzen konnte.
Eine Krebsdiagnose ist immer ein Schlag zu Boden und wenn man als Betroffener in diesem Moment, in denen man sehr hilfsbedürftig aber eben auch empfänglich ist, die richtige Hand gereicht bekommt, macht das einen sehr entscheidenden Unterschied.
In meinem Fall war der Schlag noch etwas härter, denn ich wähnte mich, 12 Monate nach der Krebs-Diagnose und durch einen veränderten Lebenswandel, in absoluter Sicherheit, nun gesund zu sein. Dieser Einbruch des Vertrauens in meinen Körper wurde jedoch durch das Buch Das Geheimnis der Heilung von Faulstich fürsorglich aufgefangen und verwandelte sich in mir in pure Hoffnung, Zuversicht und den Glauben in meine eigene Kraft, mich selbst heilen zu können.

Für manche Menschen mag das abgehoben klingen und bestimmt hätte ich vor drei Monaten ähnliches behauptet, doch das Lesen darüber, dass Menschen nur durch Kraft der Hypnose und des Geistes ihre Krankheiten, Tumore und Gebrechen behandeln, teils heilen konnten, war für mich auf einmal lebenswichtig und ist es nach wie vor.

Aus diesem Grund möchte ich die Bücher, die mich in diesen Tagen gehalten haben gerne hier vorschlagen:

– Herbert Kappauf: Wunder sind möglich – Spontanheilung bei Krebs (in diesem Buch schildert der Autor zahlreiche Fälle, die mir Mut gemacht haben, eine von ihnen werden zu können)

-Weber, Walter: Hoffnung bei Krebs: Der Geist hilft dem Körper (auch hier sind viele Fallbeispiele beschrieben aber der Autor geht auch inhaltlich sehr auf konkrete Ursachenmodelle und Unterstützungsmechanismen ein. Ich fand es sehr spannend zu lesen und umzusetzen- etwas für Freunde der Psychologie).

Außerdem zwei Bücher von Joachim Faulstich:
– Das heilende Bewusstsein und
– Das Geheimnis der Heilung: Wie altes Wissen die Medizin verändert (wozu es auch eine    Doku gibt, die im Internet unter demselben Titel verfügbar ist).

Mit diesen Lesetipps und vielen positiven Energien verabschiede ich mich vom Computer in Richtung Bäcker, denn Jo und ich haben für heute Morgen ein phänomenales Frühstück geplant, dem es nun nur noch an den entsprechenden Backwaren fehlt 🙂
Ich sende, Liebe, Licht und Brötchenduft. Habt einen tollen und wunderschönen Sonntag, ob es regnet oder nicht (wir könnt es eh nicht ändern) und macht das Beste aus dem, was der Tag euch anbietet – Das Glück liegt in euren Händen!

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  1. Dir auch einen wunderschönen Sonntag 🙂 Ein bewegender und vor Energie sprühender Blogeintrag. Klasse!!! Pass auf Dich auf !!! LG Regine

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