Winter ist nie schön

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Winter ist doch eigentlich immer eine Durststrecke.
Erst wartet man auf Schnee, dann auf Weihnachten, dann darauf, dass es endlich aufhört kalt zu sein und dann auf die Sonne. Im Winter kann man eigentlich gar nicht ankommen. Es gibt immer etwas, das einem diese Jahreszeit vermiest – und sei es nur genügend Zeit, um zu Hause vor dem Kamin in Ruhe zu lesen.

Für mich bedeutet Winter zur Zeit: Nebenwirkungen.
Noch immer verursachen die Antiepileptika bei mir Appetitlosigkeit und Übelkeit.

Man kann sich das vielleicht nicht leicht vorstellen, aber wenn man sich das Frühstück schon voller Tricks und Widerwillen des eigenen Körpers einverleiben muss- und wenn dieser Zustand auch für den Rest des Tages nicht verschwindet, raubt einem das sämtliche Kraft für andere schöne Sachen. Normaler Weise frühstücke ich gesundes Müsli mit Früchten. Ich kann mich zurzeit nur mühevoll zu einer Scheibe mildem Graubrot mit Aprikosenmarmelade überreden. Selbst mein sonst so beschwingter Gang ist mittlerweile spürbar träger. Was bringt einem ein angeblich anfallsfreies Leben, wenn man nichts damit anfangen kann?

Ein großes Danke an alle, die mir versuchen in diesem Sturm ein Mast oder gar ein Anker zu sein. Oder auch einfach nur eine Tasse Tee in Zugewandheit teilen..Schön, dass es euch gibt!

Ein großes Danke an alle, die mir versuchen in diesem Sturm ein Mast oder gar ein Anker zu sein. Oder auch einfach nur eine Tasse Tee in Zugewandheit teilen..
Schön, dass es euch gibt!

Für mich hat das eigentlich nur eine Konsequenz: Ich muss diese beschissenen Antiepileptika los werden. Und zwar nicht umstellen, sondern ich will sie richtig los werden.
Mein Neurologe ist sicher nicht der selben Meinung.
Morgen erreiche ich ihn hoffentlich endlich mal telefonisch, um ihm von meinem neuen Plan zu erzählen.
Ich bin zwar Laie, aber ich finde es einfach seltsam, mich wegen eines einzigen Krampfanfalls nun für den Rest meines Lebens mit Medikamenten versorgen zu wollen.
Ich würde sie ja brav, wie schon in den letzten drei Monaten nehmen, aber ist es nicht ungerecht?:
Ich hab schon so viel Mist am Stecken, um den ich mich kümmern muss. Und endlich, als ich mich in der psychischen Situation halbwegs zurecht gefunden habe, bis 30.Januar auf meine Befunde von der Bestrahlung warten zu müssen, kommt diese nicht enden wollende Übelkeit und Schwäche hinzu und hält mich schon wieder davon ab, ein normales Leben zu führen.

Es gibt noch wenige Meilensteine in den nächsten vier Wochen: Die Nach-Untersuchung, die Anatomie Klausur und eine Hausarbeit, die ich schreiben muss und dann geht’s endlich in die Reha. Sie ist noch nicht einmal ganz bewilligt, da ich wegen des Kurortes noch einmal Widerspruch eingelegt hatte- jedoch sollte es daran hoffentlich nicht scheitern!
Erholung, ich komme!!!
Ich freu mich mittlerweile so riesig auf diese Auszeit und hoffe, dass es mir wirklich so viel bringen wird und ich meinen drohenden Krebs-Burnout endlich hinter mir lassen kann.
Oh Gott: “ Den Krebs endlich hinter mir lassen!“ ..HINTER MIR..!
Mit nichts auf der Welt kann ich mich gerade so sehr identifizieren wie mit diesem Wunsch.

Gerade ist der Himmel vor meinem Fenster mal in kleinen Flecken blau und ich kann irgendwo die Sonne erahnen. Bald kommt der Frühling, ich kann es kaum erwarten!!

Das Video verbirgt sich dieses Mal hier hinter dem Link. Irgenwie ließ es sich nicht als Vorschau einfügen. Schade- Aber nichts dest trotz ein toller Song

http://www.tape.tv/musikvideos/Coldplay/Fix-You

 

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