Und wieder ist alles auf den Kopf gestellt

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Nachdem ich mich in meinem letzten Post der mühsam zurück errungenen Gesundheitsempfindung genähert habe, hat mich in meiner letzten Untersuchung eine böse Überraschung erwartet.
Im MRT am Montag stellte der Arzt fest, dass sich zwei von fünf Metastasen  vergrößert haben. Das hat mich wieder völlig umgehauen.
Ich hatte mich unheimlich gut gefühlt. Abgesehen von den Blitzlichtattacken ging es mir blendend.
Wie kann das nur sein? Ich war und bin doch so emsig und kreativ mit dem Gesundwerden, hab mir Ruhe geschenkt, das Leben genossen- wo kann da eine einzige Krebszelle nur Existenzspielraum finden?? Es ist mir unbegreiflich, wieso die Scheiße trotz der Medikamente und meinem Körper- und Wellness-Programm weiter wächst. Das frustriert mich zutiefst und viel schlimmer noch: Es macht mir unheimlich Angst.
Angst vor einem vielleicht doch übermächtigen Gegner, gegen den ich härtere Bandagen anlegen muss als visualisierte Hexen, die in meinem Hirn auf Tumore schießen.

Immerhin sind drei der fünf Metastasen nicht gewachsen. Aber was kann ich tun, damit die anderen beiden auch noch Ruhe geben und ihr Wachstum einstellen? Ich habe Angst, dass nichts genug ist und Angst vor einem neuen Behandlungsabschnitt.
Ich erfahre erst noch, was man mit mir noch anstellen kann, wenn sich die Ärzte über meinen Fall im Tumor-Board unterhalten haben.

Was sind eure Erfahrungen mit Cyber-Knife, Gamma-Knife und Xeloda? Diese Möglichkeiten stehen gerade zur Diskussion.

Ich rappel mich langsam wieder auf und freue mich auf Pfingsten, Grillen bei meinen Eltern zu Hause und eine freie Uniwoche, in der hoffentlich endlich der Frühling um die Ecke kommt.

Nichts kann mich brechen!

Ich hoffe, alles wird gut!

Immer wenn ich mich, so wie jetzt, aus meinem aktuellen Alltag wünsche, dann meist zurück an einen wundervollen Ort: Dem Rainbow Gathering 2009 in der Nähe von Takaka Neuseeland.
Ich denke sehr oft, wäre ich an diesem Ort geblieben, wäre ich niemals so krank geworden, sondern heil geblieben. Rainbow Gathering bedeutet für mich der pure Einklang mit der Natur. Und vielleicht hat mich erst die deutliche Diskrepanz zwischen Natur und urbaner Realität zurück in Deutschland so gekränkt, dass man Körper nicht darüber hinweg kommt.
Ich werde traurig, wenn ich mir vorstelle, vielleicht nie wieder zu einem Rainbow gehen zu können.

WE ALL COME FROM THE GODDESS

We all come from the Goddess
And to her we shall return
Like a drop of rain
Flowing to the ocean

Hoof and horn, hoof and horn
All who die shall be reborn

Corn and grain, corn and grain
All who fall shall rise again

»

  1. Fuckomat….. Wir sollten beide mal aufhören mit dem laut hier schreien…. Xeloda hat bei mir anscheinend nix gebracht. Was ansonsten bei mir probier wurde und ab nächste Woche weiter probiert wird, gerne auch persönlich.. 🙂
    Keep fighting!

  2. Zu Cyberknife kann ich Dir nichts sagen.Ich komme für diese Behandlung nicht in Frage.

    Xeloda nehme ich seit zwei Jahren, fast durchgehend. Zwei von drei Lebermetas sind darauf erst mal verschwunden und die Dritte verändert sich nicht. Die Knochen- und Lungenmetas lassen sich davon allerdings nicht beeindrucken und wachsen munter weiter. Davon merke ich aber bisher nichts, oder nur ganz wenig.
    Bis auf eine gut beherrschbare Hyperkeratose habe ich keinerlei Nebenwirkungen. Andere Chemotherapien werde ich nicht machen.

    Ich hoffe die Situation beeinträchtigt Dich in Deiner Stimmung nicht all zu sehr und all zu lange und Du kannst Dich irgendwie damit arrangieren.

    lg sue

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