Von Fußcremes und Irrenanstalt

Standard

Heute ist wieder Sonntag. Da ich kein Internet in meiner Pension habe, komme ich leider erst jetzt dazu, den Eintrag hochzuladen, den ich letzen Sonntag verfasst habe- nicht, dass ihr euch wundert 🙂

Sonntag, der 23. Februar 2014

Seit so langem halte ich euch Blog-technisch auf dem Trockenen. Nun ist endlich mal wieder ein Post dran- auch wenn ich nicht weiß, wann ich ihn veröffentlichen kann, denn ich bin im Niemandsland stationiert. Besser gesagt: In einer Pension in Bad Kissingen im Praktikum, und hier schein das Internet im Gegensatz zu anderen Teilen der Republik noch so exklusiv zu sein, dass es weder in der Klinik, in der ich arbeite, noch in der Pension in der Wohnung, wo ich lebe, erreichbar ist. Ein Internetcafé habe ich auch noch nicht ausfindig gemacht, aber vielleicht Tut sich ja doch noch eine Quelle auf. Zur Not über einen Hotspot meines iPhones. Die mediale Wunderwelt ermöglicht ja so einige Möglichkeiten ..

Gerade sitze ich im IC von Mainz nach Würzburg und stelle fest, wie angenehm es ist, im Zug am Laptop zu schreiben.

Gerade kommt ein südeuropäisch aussehender Geschäftsmann am Frankfurter Flughafen ins kleine schummrige Abteil gepoltert Er fällt fast über den anderen Mitfahrer, der gerade dabei war, sein Gepäck für den nahenden Ausstieg vorzubereiten und bringt eine edle Schwade teuren Parfüms und einen vielsagenden Blick mit in unsere anonyme Gruppe. Ich versuche so professionell wie möglich im Schein meines Laptops herumzutippen und spiele insgeheim „busy Geschäftsfrau“. Dass die orangene Halsstulpe hinten noch eine Kapuze mit zwei Fuchsohren hat, weiß er ja nicht 😉 Aber gut, ich hab einen Beanie und Kopfhörer auf, ich bin auch keine busy Geschäftsfrau-  wieso der Stress? Wo war ich also?

Wie auch schon im vergangenen Jahr empfand ich das Ende des Semesters als ziemlich anstrengend. Die Luft ist dann bei allen raus und auch privat und sozial war einiges los.
Bei solchem Stress lässt der Körper auch nicht ganz auf sich warten. Seit Monaten nun schon äußert sich das in einer entzündeten Nase, wie während einem siechenden Schnupfen, nur zum Glück ohne ebendiesen. Aber in der ersten Woche meines Praktikums, wo ich mich nochmal ein bisschen verrückter gemacht habe, als sonst, nahm die Entzündung zu und der HNO-Arzt attestierte mir schon Herpes. Erst dieses Wochenende hat meine Mama nochmal für mich in dm-Drogerie-Gesundheitstinkturen, Cremes und Co investiert und so langsam hab ich das Gefühl, ich bin nach all dem Herpessalbe, Antibiotikacreme und Nasenhaare zupfen auf einem guten Weg. Das meine Medis die Schleimhäute austrocknen trägt mit Sicherheit sein Übriges dazu bei. Aber dazu habe ich eben eine ein ganz tolle Postkarte gefunden, die genau zu mir passt:

Alle sagten: „Das geht nicht“.
Dann kam eine, die wusste das nicht,
und hat´s einfach gemacht,

In diesem Sinne auch ein wertvoller, vor allem geldsparender Tipp zum Thema „Hand-Fuß-Syndrom“: Als mich im Dezember diese miese Nebenwirkung durch Xeloda auch heimsuchte, drückte mir mein netter Neurologe eine dicke Tube Mapisal in die Hand. Eine Salbe, die es drei Mal täglich aufzutragen gilt, die man ausschließlich auftragen soll, also nicht mit anderen Cremes ergänzen und die schlappe 135€ kostet. Eindeutig die Not der Leute ausgenutzt, denn man kann sie auch nicht auf Rezept bekommen, aber gut. Ich bekam die Tube zur Probe kostenlos von meinem Arzt und so probierte ich sie eben aus.
Zunächst fiel mir der unangenehme leicht säuerliche Geruch auf. Wenn ich das teure Zeug schon drei Mal täglich auftragen soll, sollte sie wenigstens etwas gut riechen. Dann ist sie leicht gebräunt, was weiße Bettwäsche zum Bespiel etwas eingewutzt. Geht zwar angeblich wieder raus, aber dennoch..
Nach drei Wochen war die Tube langsam alle und ich stieß auf ein anderes Produkt, dass es aber nicht als fertiges Produkt, sonders nur als Rezept für den Apotheker gibt. Ich fragte meinen weltbesten Apotheker von Welt, der mir versprach sich diesbezüglich mal schlau zu machen. Die Creme heißt Uridin-Creme. Er erklärte mir den Wirkmechanismus und stellte mir eine bestimmte Menge zu. Durch das Uridin ist die Creme nur geringfügig günstiger (wenn man keinen Rabatt von seinem weltbesten Apotheker bekommt), joch immerhin ist der Preis durch einen bestimmten teuren Wirkstoff erklärbar.
Die Mapisal musste ich durch die ebenfalls für die Hände großartig wirkenden Handcreme Eucerin pH5 ergänzen, sonst wären meine Füße wahrscheinlich trotz der teuren Salbe abgefallen. Die Uridin Creme ist jedoch auch alleine so reichhaltig, dann man nichts zusätzlich cremen muss und weder riecht sie seltsam, noch färbt sie ab, Sie ist günstiger. UND: Da es ein Apotheker-Produkt ist, steht der eigene Name auf der Cremedose 😀
Zweimal cremen am Tag muss man immer noch, aber das ist unter den oben genannten Bedingungen nicht mehr so schlimm 🙂

Nun ja, und nun sitze ich gleich wieder in meinem Pensions-Zimmerchen, das mehr hoch als breit ist und verbringe hier noch sieben wertvolle Wochen Praktikum als Ersatz für Semesterferien. Die erste Woche in der Psychosomatischen Klinik war alleine schon die 35Std/Wo ziemlich Kräfte zehrend, wie ich am Wochenende gemerkt habe. Aber nun starte ich erholt in eine neue Woche und habe euch endlich in Kenntnis gesetzt, was die tolle Uridin-Creme und die nicht so tolle Mapisal-Salbe abgeht 🙂

http://www.spiegel.de/spiegelwissen/meditieren-als-mittel-gegen-stress-angststoerungen-depressionen-a-937314.html

Ich wünsch euch alles Gute und sende liebe Grüße 🙂

http://www.spiegel.de/spiegelwissen/meditieren-als-mittel-gegen-stress-angststoerungen-depressionen-a-937314.html

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s