„Die Milch machts“

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Zwei Wochen ohne meine heißgeliebte Masterarbeit gingen ins Land und ich kam ohne sie mal mehr oder weniger gut zurecht. Da an jedes Tal auch wieder ein hoch anschließt, habe ich nach seit schlafreichen Tagen und Nächten, ohne die Aussicht jemals wieder wach und fit zu werden, wieder mein Selbstbewusstsein und meine Eigenaktivität gefunden.
Ich habe mich in einem Frauenfitnessstudio angemeldet, nachdem mein Körper sich immer mehr der Schwerkraft ergeben hat. Ich habe durch eine kompetente Beratung vor Ort meine Ernährung überdacht und werde neben mindestens zwei Mal Sport pro Woche in Zukunft Fleisch, Ei- und Milchfrei leben. Ich möchte mich nicht diesem Etikett Veganismus unterwerfen. Mein neues Label soll „Eigenverantwortliche Ernährungsform“ lauten, welche mir erlaubt, hier und dort Ausnahmen vorzunehmen, wenn ich das für sinnvoll halte. Die Doktrin einer kompletten Ernährungsumstellung, die mir Käse, Quark und Honig ohne Ausnahme verbieten würde, könnte ich ohnehin nicht Stand halten.  Aber aus Gesundheitsgründen auf die hormonbelastete, säuernde und tierunwürdige Herstellung bestimmter tierischer Speisen zu verzichten, scheint mir für in meinem Fall nun sinnvoll und praktikabel. Ich suche nur noch nach einer Käsesorte oder einen Hersteller, der einen Käse produziert, den ich dennoch ohne großes schlechtes Gewissen verspeisen kann, denn so ein bisschen Käse hier und da ist schon eine feine Sache. Eventuell wäre Rohmilchkäse eine Alternative. Wer mir diesbezüglich Ratschläge geben kann, ist herzlich willkommen.
Die Auseinandersetzung mit Mich-ja/nein wurde mir bereits zu Beginn meiner Brustkrebserkrankung nahegelegt. In dieser Zeit war mein Leben noch voller Anforderungen, Pflichten, Ängste und Verzichte durch die Therapie und die Nebenwirkungen. Nun, drei-einhalb Jahre später und zwei Studienabschlüsse später bin ich offen für einen Lebenswandel, der mir nicht nur mehr Selbstvertrauen, sondern auch mehr Respekt vor mir selbst zurück geben soll. Wie oft habe ich im Leben schon mit dem Gefühl gehadert, zu wenig zu können, zu wenig zu unternehmen und dadurch zu wenig „wert“ zu sein.. Nicht, dass mich eine Ernährungsumstellung zu einem besseren Menschen macht, aber die Empfehlungen und Ratschläge von Ernährungswissenschaftlern ernst zu nehmen und an mir, in meinem Leben anzuwenden, erscheint mir konsequenter, als auf einen guten Ausgang meiner Erkrankung zu haben und im Stillen kaum etwas dagegen zu unternehmen!

Aus diesem Grund habe ich mich im Internet informiert, um dem Mythos der bösen Mär von der Milch auf den Grund zu gehen. Es gibt sicher Tage, an denen man mehr oder weniger offen für derlei Informationen ist, die einem das Leben verbessern sollen, ohne dabei auf den ersten Blick besonders angenehm zu sein. Heute ist so ein Tag und nachdem ich ein bisschen recherchiert und mich informiert habe, möchte ich euch drei Seiten vorstellen, die aus wissenschaftlicher Sicht beleuchten, was Milchkonsum in der heutigen Industriegesellschaft bedeutet und wieso es sinnvoll ist, unsere gewonnenen Erkenntnisse zu globalem Milchkonsum und seine Resultate zu beleuchten.

http://www.zentrum-der-gesundheit.de/milch-krankheiten-ia.html

http://www.zentrum-der-gesundheit.de/milch-krebs-ia.html

http://www.zentrum-der-gesundheit.de/milch.html

Nachtrag: Eine stets ausmerksame Freundin hat mich noch einmal darauf aufmerksam gemacht, dass „Zentrum der Gesundheit“ nicht die verlässlichste Quelle zur Information zu Gesundheutsthemen darstellt (http://solean.blog.de/2014/08/21/problematik-gesundheitsseiten-internet-beispiel-zentrum-gesundheit-19215858/). Ich möchte alle InteressentInnen auffordern, die dort gegebenen Mitteilungen nach dem eigenen Gefühl zu bewerten und als für sich zutreffend oder falsch zu bewerten und auf weitere Informationsquellen (z.B. Biokrebs siehe unten) zurückzugreifen

In diesen Artikeln wird viel Beachtung auf einen geringen Genuss von Milch gelegt, da diese nicht nur zu einer Übersäuerung des Körpers und einer damit einhergehenden erhöhten Entzündungsneigung im Körper führen kann (die Folgen können Rheuma, Arthrose oder Krebs sein), sondern ebenfalls auf eine erhöhte Gefahr für Osteoporose und Hauterkrankungen, wie Akne, Neurodermitis und Schuppenflechte.
Dass Säuglinge und Kleinkinder auf einen Milchkonsum angewiesen sind, da sie von Geburt noch nicht richtig kauen und verdauen können, steht ausser Frage. Die Tatsache jedoch, wieso auch erwachsene Menschen noch zu einem Lebensmittel greifen, dass ihnen ernährungsbiologisch nicht von Nutzen ist und das auch noch in mannigfaltiger Darreichung präsentiert wird, hat mich allerdings stutzig gemacht. Denn selbst eine ganze Schokoladenindustrie möchte durch eine „Extraportion Milch“ aus  ihrer „Kinderschokolade“ ein wertvolles Lebensmittel machen. Besagtes Produkt besteht in seinem „Milchkern“ dabei lediglich aus Milchpulver und hat einen Zuckergehalt von 40% (Quelle Wikipedia-Kinderschokolade). Allgemein zu Ernährungs- und Werbeversprechen siehe auch:

http://www.foodwatch.org/de/informieren/essen-gesundheit/

buchWen speziell das Thema Brustkrebs und Milch weiter interessiert: Hierzu gibt es neben vielen Informationen im Internet. Z.B:
http://www.biokrebs.de/therapien/patienten-fragen/77-ernaehrung-ernaehrung/1118-milch-und-krebserkrankung
http://www.peta.de/milchundkrebs#.VO8oaS6i8rU

oder der Erfahrungsbericht: „Das Leben in deiner Hand“ von Jane Plant

Meine neue Mission wird nun sein, mich an Reis-, Mandel-, Hafer-, Kokos- und Sojamilch zu gewöhnen; denn wie man sieht: Die Alternativen sind vorhanden und die Argumente stehen bereit.

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  1. Hallo Mari, es wäre schön wieder von Dir zu lesen. Du scheinst gut! Ich hoffe es geht Dir ok und sende – passend zum Sturm – ein Blümchen! 🌺 Uta

  2. Liebe Mari,
    vielen Dank für Deinen Hinweis bzgl. der Milch und den Verweis auf das Buch von Jane Plant. Irgendwo war ich bereits einmal über ihren Namen und ihre Thesen gestoßen, hatte das Thema dann jedoch nicht weiter verfolgt. Bis ich darüber bei Dir gelesen hatte. Inzwischen habe ich auch das letzte bißchen Milch aus meinem Alltag gestrichen, und fast alle tierischen Lebensmittel gleich mit. War gar nicht so schwierig, hat aber einige Monate gedauert. Wie bekommt Dir Deine weitgehend Milch- und Tierprodukte- freie Ernährung?
    VG
    Katrin

    • Hey Katrin.
      Komisch, dass ich erst jetzt deinen Kommentar wiederfinde. Ich habe mir nämlich gestern die zweit Bio-Heumilch gekauft, seit Ewigzeiten. Jetzt erinnere ich mich über dich an meinen Post und das Buch und jetzt wird keine Milch mehr gekauft. 🙂 Danke.
      Ich lebe auch weitestgehen vegan. Aber esse weiter manchmal Butter, Schnittkäse und Joghurt. Ich denke, das Maß macht es. Wenn ich gerne etwas wieder probieren will, tue ich das. Aber nach ein bis drei Mal merke ich, dass es nicht wert war, wieder daran zu denken. Aber hauptsächlich kaufe ich Reismilch, der habe ich seit letzter woche zum Müsli etwas Bio-Kuhmilch zugesetzt, weil ich die sämigkeit der Milch vermisste. Heumilch, so glaube ich, ist noch die gesündeste Form von Milch (weil sie gesündere Fette und weniger Medikamente und Hormone enthält) und wenn ich manchmal Lust darauf habe, ist das vielleicht eine Nachricht meines Körpers.
      woe geht es dir mit deiner gewählten Ernährungsform?

      Liebe Grüße
      Mari

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