Vogelgezwischer- so ein wundervolles Geräusch

Standard

noch mit einer schönen Geschichtem

Guten Morgen

So, es gibt mich noch.
Ich bin nach langen Monaten von Freud und Leid wieder aus meinem gemütlichen Mäuseloch geklettert,um euch ein Lebenszeichen und ein Geschichte mitzubringen.

Mein Blobeitrag-Rhythmus lag die letzte Zeit ungefähr bei einem Beitrag pro Monat. Doch der letzte Beitrag war im Januar. Seitdem saß ich relativ munter in meinem Mäuseloch und habe versucht, Farben und Geschichten für den kalten Winter zu sammeln. Fast wie Frederick, die Maus.

Ich bin im Frühjahr umgezogen und habe das Leben in einer Zwischenmiet-WG umgetauscht gegen eine Ein-Zimmer-Wohnung. Das Suchen einer Behausung jedweder Art in Darmstadt war, wenn man nicht zu den Studenten gehört und älter als 26 Jahre ist, milde gesagt schwer.
Es brauchte mehrere Wochen ehe der Umzug, Einzug, Packen, Auspacken und neue Möbel aufstellen erledigt waren. Gut, dass meine Eltern mir dabei helfen konnten. Sie übernahmen sogar einen großen Teil. Alleine hätte ich das niemals geschafft. Vielen Dank 🙂

Während des Umzugs traten die, durch meine Erkrankung bestehenden Defizite, erst voll in mein Bewusstsein. Seitdem ist das Hin und Her zwischen Ärzten, Arbeit und Erschöpfung auch für mich spürbar. Was schön werden sollte ist für zu Zeit sehr schwer auszuhalten. Man will mir helfen, ist mir gut zugetan, doch das ständige Auseinandersetzen mit meinem Krebs, der Epilepsie, meine Nicht-Können und meinen Fähigkeit setzt mich unter sehr viel Druck. Die Epilepsie ist häufiger gekommen, mein Mut weniger und ein Loslassen der Schnur käme einer Kapitalulation mit vielen negativen Auswirkungen gleich. Regeln und Gesetze sind für junge Krebs-Kranke wohl nicht gemacht. Die Bürokratie lässt ihre Paragraphen regnen, zu denen man scheinbar eine Fachfrau/Mann braucht. Ob erkrankt oder nicht.
Traurig genug. Es wird weiter geschwommen und zwar mit dem Kopf erhoben über dem Wasser-auch wenn ich mich manchmal untergetauscht fühle. Ich gebe die Schnur nicht frei. Aussicht auf Leben, Freunde und Arbeiten hält mich am Leben.

Leute in Darmstadt kennen zu lernen fällt mir weiterhin nicht ganz so einfach. Tanz- Ernährungs und Jonglage-Gruppen sind nach der Arbeit durch meine Müdigkeit durch die Epilepsie-Medis kaum drin. Ich müsste michöfter vor die Tür setzen, noch ehe der Herbst kommt. Doch woher weiß ich was mein Körper braucht, wenn das inne Bedürfnis (vielleicht auch der Schweinehund) sagt: „Ich will hier liegen bleiben und schlafen“? 😉 Nicht ganz einfach zu unterscheiden. Wenn sich jemand hier angesprochen fühlt, sich mit mir zu treffen, nur zu!! Ich lade gerne mal jemanden zu mir ein, oder gehe ein Heißgetränk trinken.

Fernab dessen geht es mir sehr gut. Ich habe tolle Eltern, eine liebe Familie, einen Freund, Freunde (wenn auch nicht viele in Darmstadt), ein Dach über dem Kopf und genügend Geld für meinen Lebensunterhalt. Dazu zwei gesunde Füße; Das haben viele Menschen nicht.

Zudem habe ich ein bisschen was im Köpfchen, nicht nur Metastasen. Ich freue mich, dass ihr meinen Eintrag gelesen habt. Ich versorge euch nun noch mit einer schönen Geschichte, fast wie ein Märchen. Jeder glaubt keine Flügel zu haben-Nicht fliegen zu können. Doch wir haben sehr viel zu geben.

Alles Liebe, ganz viel Gesundheit, Gesundung und Lebensfreunde!

 

 

 

Eine Antwort »

  1. wunderschöne geschichte. kannte ich noch gar nicht. danke dir dafür und dafür das es dich gibt. ganz viel liebe, gesundung und lebensfreude für dich deine mama

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s