„Pantoffeln braucht die Wintermaus, für ihre kalten Füße“

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Bisher habe ich stets den Anspruch in meinem Blog vertreten, aufbauend zu sein. Glücklich und Hoffnungsvoll. Als gutes Beispiel wollte ich voran Schreiten und an Wunder glauben.

Längere Zeit habe ich zwar geschrieben, aber nicht gepostet. Es waren nette Beschreibungen meines Alltags, aber niemand hat immer die Sonne auf seiner Seite. Und vieles schien nun banal. Ein Krebs unter vielen-was macht das schon?
Besonders jetzt, wo der Winter und die kalte, dunkle Jahreszeit an die Haustüre klopft, kommt mir gesundes, helles und buntes Denken ein wenig schwer vor.

Und das wird sich bald ändern. Das sage ich mit der Überzeugung, die ich die vergangenen Monate nicht aufzubringen wagte und die ich in mir auch erst wachsen lassen muss. So!

Ich schreibe, weil ich sauer bin darüber, dass Menschen, die zuvor noch auf meinen Blogeintrag geantwortet haben, plötzlich sterben. Wütend macht mich die Lücke, die dieser Mensch hinterlässt. Ich fühle mich hilflos.

Ich bin mit Sicherheit nicht die gesundeste von euch Lesern.
Ich habe ernst zu nehmende Symptome. Eine Erkrankung die, wenn ich es zulassen würde, meinen Organismus sicher aus dem Takt und um seine Gesundheit bringen würde.

Der Brustkrebs in meinem Torso ist still. Leider regt sich noch ein Brustkrebs in meinem Kopf.
Es erscheint mir seltsam, denn das, was mich wirklich stört und Angst haben lässt, sind die fiesen Symptome einer Erkrankung meines Systems. Niemand weiß, ob Sie wieder verschwinden. Ob ich den richtigen Weg einschlage. Ob mir das Wunder geschieht und ich eines Tages symptomfrei leben kann und was ich dazu tun muss. WAS mir gut tut!
Nun ist jedes Leben so fragil und durch Zerbrechlichkeit gekennzeichnet. Daran halte ich mich oft fest – Leider spendet mir das kaum Trost.
Trost und Kraft bietet mir das normale Leben. In dem es nicht um meine gesundheitlichen Probleme geht. Die Freude, die mir geschenkt wird. Der Kummer, der kommt und geht, und das Leben manchmal nett passiert, so als wäre es wie kein anderes so schön. Die Hoffnung steht oft schon hinter dem nächsten Abschnitt, nach den vielen Durststrecken parat.

Ich könnte als Mensch vieles tun, Mehr Bewegung, Sport, Freude, Feier, Zusammenkunft und nicht zuletzt manches Heilsversprechen nutzen. „Gesunde“ Menschen bekommen diesen Katalog wenig vor die Nase gehalten. Ich trage ihn pausenlos mit mir. Doof.

Aber ich bin glücklich, vielen Menschen so wichtig zu sein. Das freut mich immer sehr.
Ich wünsche mir für mich, die Gewissheit über mein Können und meine glücklichen Fügungen noch häufiger sehen zu können.
Im wahrsten Sinne des Wortes sehe ich gerade nicht gut, aber ich bin immerhin bis hierher einen guten, glücklichen Weg gegangen, voller toller Menschen und den Gegebenheiten des Lebens.
Ich wünsche mir, ebenfalls im wahrsten Sinne des Wortes, bald wieder klar sehen zu können und die vielen Gelegenheiten, die ich an mir vorbei ziehen sehe, zu   ergreifen.

Weil es gerade so gut zu mir und dem Text passt, hier noch einmal die schöne und sehr wertvolle Geschichte von Frederick, der Maus

Und sehr nett als Ergänzung: http://www.lebeblog.de/frederick-die-maus/

Mit dem Gefühl, nicht vollkommen zu sein, obwohl ich es schon immer bin:

Eure Mari

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  1. Wow. Einfach nur wow. Du kannst Dir vielleicht nicht vorstellen, wie sehr mich das gerade berührt/betrifft. So lange Funkstille, und genau gerade jetzt Bähm. Das Timing! Wow.
    Danke !

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