Archiv der Kategorie: Erkältungszeit und Krebszeit

Was ist nochmal, „wenn man trotzdem lacht“?

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Ich schreibe das zwar oft, aber ich bin heute sehr zufrieden mit mir, mal wieder etwas zu schreiben. Ich bin nämlich momentan etwas träge.
Ich liebe mein Bett und meine Couch. „Draußen“ verliert an Attraktivität und meine Wohnung wird zu meinem gemütlichen Raumschiff mit Kochgelegenheit, Nasszelle und Bick nach draußen. Ach, und Einkaufsgelegenheiten in der Nähe. Ein perfekter Ort zum Urlaub machen würde man denken, nur dass die Heizkosten ziemlich teuer sind. Naja..
Ich bin zwar des Öfteren draußen und ich muss einmal am Tag an die frische Luft, aber zu Hause ist es schön, geschützt und warm. Auch wenn mir selbst das ausreden würde, denn ein Krebs-Patient lebt ja mit Bewegung besser- lese ich immer wieder- Stimmt vielleicht auch. Nicht, dass mir das nichts wert wäre, aber bevor ich raus gehe und denke: Wärst du mal besser zu Hause geblieben, bleib ich manchmal wirklich lieber daheim und ärgere mich danach über mich.
Vor einiger Zeit bekam ich das Angebot, auf meinen Blog zwei aktuelle Bücher aus dem humboldt-Verlag zum Thema Krebs und dem Umgang damit, vorzustellen.
Beide Bücher sind für mich tolle Nachschlagewerke, also Bücher, die man nicht erst viel durchlesen muss, aber es bestimmt möchte, denn die behandelten Themen sind interessant. Und beide Bücher ziehen an einem Strang denn beide sind sehr gute Begleiter in der Krebszeit.
naturhrilk-buch

Das eine Buch befasst sich mit „Naturheilkunde bei Krebs“- so auch der Name.
Toll gegliedert, mit ausführlichem Befassen in das Thematik „Naturheilkunde und Krebs“ und umfassende Behandlung mit dem Thema „Krebs und Naturheilkunde“.

krebsiatwennmantrotzdemlacht

 

 

Das andere Buch schob ich wegen seines saloppen Titels erst etwas von mir fort. „Krebs ist, wenn man trotzdem lacht“ stellte sich jedoch als sehr lesenswert heraus, ohne zu viel auf die Tränendrüse zu drücken oder das Thema „Leben mit Krebs“ zu verharmlosen. Mit vielen eigens erlebten und ohne gute Ratschläge ist die *Autorin in dem Buch präsent.

 

 

Hier noch ein Song samt Video den ich momentan wegen seines Inhalts sehr schätze.

Ain’t No Reason

There ain’t no reason things are this way
It’s how they’ve always been and they intend to stay
I can’t explain why we live this way
We do it every day

Preachers on the podiums speaking of saints
Prophets on the sidewalk begging for change
Old ladies laughing from the fire escape
Cursing my name

I got a basket full of lemons and they all taste the same
A window and a pigeon with a broken wing
You could spend your whole life working for something
Just to have it taken away

People walk around pushing back their debts
Wearing paychecks like necklaces and bracelets
Talking about nothing, not thinking ‚bout death
Every little heartbeat, every little breath

People walk a tight rope on a razors edge
Carrying their hurt and hatred and weapons
It could be a bomb, or a bullet or a pen
Or thought, or a word or a sentence

There ain’t no reason things are this way
It’s how they’ve always been and they intend to stay
I don’t know why I say the things I say
But I say them anyway

But love will come, set me free
Love will come, set me free, I do believe
Love will come, set me free, I know it will
Love will come, set me free, yes

Prison walls still standing tall
Some things never change at all
Keep on building prisons, gonna fill them all
Keep on building bombs, gonna drop them all

The wind blows wild and I may move
The politicians lie and I am not a fool
You don’t need no razor or a three piece suit
To argue the truth

They air on my skin in the world under my toes
Slavery stitched to the fabric of my clothes
Chaos and commotion wherever I go
Love I try to follow

Love will come, set me free
Love will come, set me free, I do believe
Love will come, set me free, I know it will
Love will come, set me free, yes

There ain’t no reason things are this way
It’s how they’ve always been and they intend to stay
I can’t explain why we live this way
We do it every day

 

Die Botschaft der Liebe

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Liebe Grüße zum 3. Advent. Noch ist nicht Weihnachten, jedoch..
..ich möchte heute über ein Geschenk schreiben. Ein Geschenk, das mir bisher sehr geholfen hat. Sowohl in der Zeit als „gesunde“ junge Frau, als auch in der Krebs-Epoche (die weiterhin andauert), bis in mein heutiges Privatleben mit seinen weltlichen Problemen hinein.
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Ich möchte noch klar stellen, dass alle hier geschrieben Erlebnisse und Erkenntnisse auf meinen (der Verfasserin) eigenen Erfahrungen basieren und ich keine Gültigkeit für alle Menschen beschreibe. Sie gelten als komplementär und sind kein Ersatz zu schulmedizinischen Therapien. Im Zweifel ist Ihr Arzt der Ansprechpartner- nicht ihr Heiltherapeut.

Ich glaube (in meinem Fall) an eine Art „Krebs-Persönlichkeit“.
Wenn mich Menschen dazu fragen fällt es mir jedoch schwer zu erklären und klar zu machen warum ich daran glaube. Und in ihrer Gänze finde ich, trifft sie ja auch nicht ganz auf mich zu.
Da der Charakterform der „Krebs-Persönlichkeit“ die wissenschaftliche Grundlage fehlt, wurde die These ohne empirisches Beweisgut in die spirituellen Ecke gestellt.
Dennoch verließ mich nie das Gefühl, dass der Krebs in einer Erkrankung Körper, Geist, und Seele vereinigt.

Seit Beginn meiner „Gesundheits-Geschichte“ führe ich einen Krebs-Ordner mit allerhand Infos zur Abhilfe bei Beschwerden, Broschüren und Ernährungstipps sowie soziale Unterstützung. Vor kurzem mistete ich diesen Ordner aus und legte mir interessante Artikel zum Lesen heraus.
Heute habe ich mich dem kleinen Stapel gewidmet.
Ich habe Informationen der GfBK (Gesellschaft für biologische Krebsabwehr – Verantwortlich für den Inhalt war 2013 Dr. György Irmey) zu Themen der alternativen Therapien und der Visualisierung gelesen.
Über das Informationsblatt zum Thema Visualisierung möchte ich dieses Mal schreiben.

Mir war es bereits vor der Krebs-Diagnose ein Anliegen zu Meditieren. So war es schon vorher ein Ratschlag von mir gewesen, Meditation bei Verhaltensauffälligkeiten, Krankheit und Erschöpfungszuständen in Betracht zu ziehen.
Auch am Anfang meiner weiterhin andauernden Krebs-Behandlung begegnete mir die Praxis der Meditation immer wieder und da ich schon zuvor den positiven Effekt des “Sitzens“ erlebte, meditierte ich während der Chemotherapie und danach, mit zumindest geistigem Erfolg.
Wie mein Verlauf ohne diese Einkehr gewesen wäre, kann ich natürlich nicht sagen. Jedoch habe ich die Begleiterscheinungen und -Symptome der Chemo und Strahlentherapie, der medikamentösen und sonstigen Therapie im Rahmen der Krebs-Behandlung nicht mehr sehr negativ oder schmerzhaft in Erinnerung.
Immer wieder lese ich über die positive Auswirkung von Visualisierung bei Krebs. Visualisierung gleicht nicht dem Meditieren, weil es subjekt- und objektbezogen ist, trotzdem vereinigt die Visualisierung Elemente der Progressiven Muskelentspannung, des Body-Scans und der geführten Aufmerksamkeit.
Die inneren Selbstheilungskräfte zu stärken, steckt hinter der Praktik der Visualisierung. Das erstes Buch, das ich zu dem Kontext gelesen hatte, hieß:“Wieder gesund werden- eine Anleitung zur Aktivierung der Selbstheilungskräfte für Krebspatienten und ihre Angehörigen“. Das Lesen und die dazu gehörende Visualisierungs-Übung auf der beigefügten Audio-CD taten mir persönlich sehr gut. Auch wenn ich die Übungen nur abends zum Einschlafen im Bett hörte, half sie mir zu entspannen und mein tiefes Bewusstsein hat sicher noch zugehört, während ich schon selig schlummerte.

Das, was ich aus  dem GfBK-Beitrag zu Visualisierung herauslas, ging nicht um jene „Krebs-Persönlichkeit“, sondern um die Eigenschaft und den Charakterzug die schwierigen Momente und Situationen trotz allem mit Sinn und Hoffnung zu füllen. Ich rede nicht nur von Glauben in eine Heilung, aber die Fähigkeit, auch das Gute im Schlechten zu sehen.
Als ich vor einigen Jahren, vor meiner Diagnose, für ein Jahr nach Neuseeland geflogen bin, bekam ich ein Zitat von Goethe geschenkt:
„Alles geben die Götter, die unendlichen,

Ihren Lieblingen ganz,

Alle Freuden, die unendlichen,

Alle Schmerzen, die unendlichen, ganz.

So mag ich den Göttern, den unendlichen, vielleicht ausgeliefert sein. Da ich jedoch der Überzeugung bin, zu ihren Lieblingen zu gehören, ereilt mich zwar sowohl der Schmerz, als bald darauf auch das Glück.   Und ich glaube fest daran, dass jeder ein Liebling der Götter ist!
Manche nennen es Resilienz. Ich möchte es dennoch „Den Glauben an das Sinnvolle“ nennen. Wenn ich meinen Krebs als Ganzes betrachte und hinter all dem Schlimmen, dem Schmerzhaften, das Gute, Leuchtende sehe, geht es mir besser. Die Einkehr in die Stille, in meinen eigenen Erlebens-Raum, in dem ich Meditation und Visualisierung finde, hilft mir, diese innere Eigenschaft zu erhalten. Somit mache ich meine Zuversicht zu meiner Persönlichkeit und kann die Krebs-Persönlichkeit“ als ehemaligen Hinweis auf mein ungesundes Verhalten akzeptieren und mir für das „Früher“ verzeihen.

Dieser Tage habe ich den Anschein, Meditation, Visualisierung und das Prinzip der Achtsamkeit seien in Form von Kursen, Büchern und Anleitungen Allgegenwärtig.
Mich hat es bis hierhin begleitet und es tat mir stets gut, in diese Praxis zu vertrauen.
Die Übungen vollführen vielleicht keine Wunder, jedoch sind sie mir willkommen in Zeiten des Umbruches, geben mir Hoffnung, Zuversicht und Glauben daran, dass ich Selbst wieder Herrin im eigenen (Körper-)Haus bin. Und darauf kann ich aufbauen. Das wünsche ich euch auch.

Liebe und fröhliche Grüße zum 3. Advent

 

Tipps

Literatur und CDs:

  • C. Simonton,S. Matthews-Simonton, J.Craighton: Wieder gesund werden – eine Anleitung zur Aktivierung der Selbstheilungskräfte für Krebspatienten und ihre Angehörigen. Mit Audio-CD
  • J. Kabat-Zinn: Gesund durch Meditation
  • J. Faulstich: Das Geheimnis der Heilung
  • H. Banzhaf: Meditieren heilt – Vorbeugen und gesund werden durch Achtsamkeit
  • Anselm Grün

Adressen:

  • Gesellschaft für biologische Krebsabwehr
  • E. Beitel: Bochumergesundheitstraining.de

Heilpilze als unterstützende Therapie in der Krebszeit

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Hier und heute möchte ich euch Heilpilze vorstellen.

Empfohlen von meinem Heilpraktiker und kurz darauf auch von einer Freundin, deren Mutter ebenfalls an Brustkrebs erkrankt ist, nehme ich mittlerweile 2×2 Tabletten des gemahlenen Pulvers des Reishi Pilzes (auch unter dem Namen Pilz der Unsterblichkeit, Ganoderma lucidum, Ling Zhi bekannt). Dieser Pilz ist neben dem Agaricus Heilpilz vor allem für seine Wirkung gegen Brusttumoren bekannt.

Der Pilz wird in Asien und sogar in den USA zur Krebstherapie angewendet (Quelle: http://www.reishi-pilz.com/reishi_pilz_Krebsbehandlung.asp) und wirkt insgesamt immunstimulierend sowie stärkend auf die Organe und das Körpersystem. Nicht nur bei Krebs, sondern und vor allem auch vorbeugend.
Meine schönen Blutergebnisse schließe ich mittlerweile, nachdem den Pilz nun schon zwei Monate regelmäßig einnehme, auf dessen positiven Effekt zurück und möchte daher  auf den positiven Einfluss von Heilpilzen hinweisen.

Neben dem Reishi existieren diverse andere Heilpilzsorten. Diese sollten selbstredent NICHT ohne vorherige Konsultation einer Fachfrau oder eines Fachmannes eingenommen werden, um eine möglichst gute Wirkung im Einklang mit den Beschwerdenzu erreichen. Auch sollte man vorsichtig sein bei der Herkunft der Präparate, da diese eventuell durch Schwermetalle belastet sein können. Heilpraktiker sowie Ärzte und Therapeuten der Traditionellen chinesischen Medizin (TCM)  sind mit der Gabe von Heilpilz-Präperaten in der Regel vertraut und können sowohl Dosis als auch vertrauensvolle Bezugsquelle angeben.

Zum Ausmalen im Geiste

Der Vollständigkeit halber möchte ich auch den Artikel des Krebsinformationsdienstes hier nicht unbenannt lassen, der von der nicht verifizierten Wirkung der Heilpilze als Nahrungsergänzungsmittel handelt (http://www.krebsinformation.de/Aktuelles/2009/news20.php).
So kann sich jeder selbst einen eigenen Eindruck von Heilpilzen machen, aber ich persönlich kann die zusätzliche Einnahme selbiger während der Chemotherapie empfehlen.
Vorsichtshalber nehme ich sie jedoch nicht in der Woche nach der Chemotherapie, um mein Immunsystem nicht zu sehr zu pushen. Die Zytostatika sollen ja immerhin auch wirken und diese könnten durch die gestäkten Immunzellen zu sehr geschwächt werden.

Gute Besserung euch allen  🙂

Kuschellippen und Näschenpflege

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Meine alte Liebe seit über 10 Jahren ist eine kleine Alu-Dose Kaufmanns  Haut- und Kinder-creme. Die ist so toll auf den Lippen und macht keinen „Suchteffeekt“ wie zum Beispiel bei Labello, dass ich viele Freunde und sogar meinen Freund schon davon überzeugen konnte, immer eine Dose griffbereit zu haben. Seit einigen Monaten gibts die Creme auch in einem kleinen Tube für ca. 1,85€ in Apotheken und manchen Drogerien. Da Bakterien sich gern auf Fettträgern einnisten kommt die Tubengröße gerade zur richtigen Jahreszeit für die immungeschwächten Kuschellippen.

Wenn die Nase in der kalten Jahrezeit durch Naseputzen, Fliesschnupfen, Chemo oder einfach nur Heizungsluft ausgetrocknet ist, habe ich seit einiger Zeit immer ein Tübchen Bepanthen Augen- und Nasensalbe dabei. Die kann man bei der Größe immer einstecken, sie lässt sich super einfach, fix und sauber in und um die Nase verteilen, riecht nicht und hilft der Haut dabei, nicht wund zu weren. Ich glaub, die Bepanthen und ich werden diesen Winter ziemlich enge Freunde. Für 3, 75€ eine supergute Sache!

Man kann die Salbe wie beschrieben tatsächlich auch im  Auge anwenden. Das habe ich bisher noch nicht ausprobiert und dazu bietet der Handel eine Doppelpackung an, damit man nicht von der Nase in die Augen schmieren muss 😉

Mit Naturheilmitteln gegen das Schreckgespenst Erkältung

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Meine größte Sorge mit dem ersten Chemozyklus war es, sofort krank zu werden, Antibiotika, Isolierstation, BUMM!
Zwei Tage nach der Chemo fing ich zwaran zu husten und hielt es für eine Nebenwirkung der Zytostatika. Bis auf den Husten fühlte ich mich nicht krank und auch der Arzt hörte auf meinem Rücken nichts Besorgniserregendes. Als jedoch nach einer Woche noch Fliesschnupfen dazu kam (nebenbei: auch eine mögliche Nebenwirkung der Zytostatika) und zweitweise mein Riech- und Geschmackssinn verschwand, war ich relativ sicher, woher der Wind wehte- aus Erkältungsland!
Um mir wenigstens Antibiotika oder gar schlimmeres zu ersparen und meinen Körper nicht mit noch mehr Medikamenten zu belasten, als es zur Zeit sein muss, versuch ich mehr als bisher, meine Symptome mit Naturheilmitteln in den Griff zu bekommen.

Man liest ja viel, wenn man sich im Internet über Naturheilmittel zu Erkältungskrankheiten erkundigen möchte. Manche sind toll und manche bringen vermutlich überhaupt nichts. Es ist ja auch immer ein Stück Alchemie im Spiel. Je besser man darüber Bescheid weiß, umso besser kann man das Mittel auch einsetzen. Außerdem sind Naturheilmittel meist viel billiger und man hat sie häufig sogar schon bei den ersten Beschwerden zu Hause und kann sofort etwas gegen die ersten Anzeichen unternehmen.

HÜHNERSUPPE!!!!!!

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Am Mittwoch sprachen sowohl die Morgennachrichten, als auch die alten Damen in der Chemoambulanz von der herausragenden Wirkung von Hühnersuppe auf die Gesunheit und auch für die kleien geschundene Seele tut sie ihr übriges.
Da ich mich seit der Krebsdiagnose mit wenigen Ausnahmen dagegen entschieden habe, Fleisch zu essen, war Hühnersuppe nun kein favorisiertes Lebensmittel auf meinem Speiseplan, aber ich habe den ersten Löffel meiner ersten selbst gemachten Hühnersuppe im Mund gespürt und spontan wurde meine Nase frei, ich konnte wieder Schmecken und fühlte mich gewärmt und insgesamt viel besser. Aus der Not heraus kochte ich die Suppe nicht mit einem Suppenhuhn (die sind etwas billiger und machen eine kräftigere Suppe) sondern mit einem Hähnchen, aber selbst das reichte aus, mir gut zu tun. Da es wie gesagt meine erste Hühnersuppe ist, will ich mich nicht Suppenchef aufspielen, aber ich gebe euch das Rezept trotzdem weiter in der Gewissheit, dass sie gute, gesunde Sachen enthält. Die Quelle ist übrigens ein Artikel in der Brigitte-online, Titel: Hühnersuppe: Das beste Rezeptbei Erkältung.

Man nehme:

Zutaten für 8 Portionen Hühnersuppe

1 Suppenhuhn (etwa 2,5 kg), Salz, 1 Bund Suppengrün, 2 Lorbeerblätter, 5 Pfefferkörner, 1 Zwiebel, 2 Stängel glatte Petersilie, 1 fein gehacktes daumengroßes Stück Ingwer

Einlage: 3-4 mittelgroße Möhren, 200-225 g Fadennudeln, frisch gemahlener Pfeffer, 1/2 Bund glatte Petersilie

Hühnersuppe zubereiten

Das Huhn gründlich von innen und außen abspülen und den „Bürzel“, das ist die Fettdrüse am Schwanz, abschneiden (bleibt der dran, könnte die Suppe einen etwas tranigen Geschmack bekommen). Huhn in einen großen Topf geben und so viel kaltes Wasser dazugeben, dass das Huhn knapp bedeckt ist. Salzen und aufkochen lassen.

Damit die Hühnersuppe später schön klar ist, den Schaum auf der Oberfläche von Zeit zu Zeit mit einer Schaumkelle abschöpfen. Bleibt der Schaum drauf, kann die Brühe später trübe und „krisselig“ werden.Das Suppengrün putzen und abspülen. Das Gemüse in etwa einen Zentimeter große Würfel schneiden. Die Gemüsestückchen haben dann eine große Oberfläche und können mehr Aroma an die Brühe abgeben.

Gewürfeltes Suppengrün, Lorbeerblätter, Pfefferkörner, halbierte Zwiebel mit Schale und die abgespülten Petersiliestängel dazugeben. Alles bei kleiner Hitze eineinhalb bis zwei Stunden gerade eben kochen lassen. Dabei den Kochtopfdeckel schräg mit einem kleinen Spalt auf den Topf legen, so dass der Dampf noch entweichen kann.

Das Huhn am besten mit einer Schaumkelle herausnehmen, abkühlen lassen und das Fleisch von Haut und Knochen lösen. Das Fleisch dann in mundgerechte Stücke schneiden. Die Brühe durch ein feines Sieb gießen.

Für die Einlage: Die Möhren schälen, in Stücke schneiden und in der Brühe je nach Größe der Stücke etwa fünf bis acht Minuten kochen lassen. Nudeln in den letzten 3 Minuten mitkochen lassen. Gefrorene Erbsen zufügen und aufkochen.

Das Hühnerfleisch in die Suppe geben und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Die Petersilie abspülen, trocken schütteln und hacken. Kurz vorm Servieren über die Hühnersuppe streuen.

Tipps

Die Zwiebel kommt mit der Schale in die Brühe, weil sie der Suppe eine schöne goldige Farbe gibt.

Damit die Brühe besonders kräftig wird und das Fleisch gut auslaugt, die Suppe immer mit kaltem Wasser aufsetzen und dann langsam aufkochen lassen. Das gilt für alle Suppen: soll es eine besonders gute Brühe geben, Fleisch und Knochen immer mit kaltem Wasser auffüllen. Geht es eher um das zarte Fleisch, die Brühe erst aufkochen lassen und dann das Fleisch hinein geben.

Ich habe die Suppe ohne Nudeln im Kühlschrank stehen und mache mir jeden Tag hinweg immer mal eine Portion mit oder ohne Nudeln heiß. Wenn man die Nudel gleich mitkocht, sehen diese nach dem ersten Tag unansehnlich aufgequollen aus.
Als reine Brühe mit Einlage kann man die Suppe so auch einfrieren für schwache und schlechtere Zeiten. Oder von einer Hausfrau des Vertrauen kochen und portionsweise einfrieren lassen, da hat man immer ein bisschen Hühnersuppe für die Seele vorrätig.

Husten

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Bei Husten trinke ich mehrmals täglich Thymiantee. Die ätherischen Öle helfen, den Schleim in der Lunge zu verflüssigen und fordern dadurch die Heilung.
Wo Schleim gelöst wird, will ihn der Körper los werden; daher regt dieser Tee etwas das Abhusten an. Er sollte daher nicht mehr abends oder vor dem Schlafen gehen getrunken werden.
Zwei Teelöffel geschnittene Blätter pro Tasse, 10 Minuten ziehen lassen und mit Blütenhonig etwas gesüßt sind richtig lecker und haben mir Appetit auf toskanische Tomatensoße gemacht 😉
Thymiantee gibt es in der Apotheke, ich habe 3,50€ für 100g gezahlt und man kann Thymian neben Tee oder Teemischungen (lecker mit Kamille, Himebeerblättern, Brennessel und Minze) anwenden, sondernzum Beispiel auch zum Würzen von Gemüse oder Tomatensaucen.

Pflanzliche Arzneimittel gegen Erkältungserscheinungen

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Gute und wirksame Arznei aus der Apotheke zu finde, ist während der Chemotherapie schwierig. Man muss ja nicht noch mehr Mediakmente einnehmen, als man ohnehin schon muss.
Mittel,mit denen man sich jedoch vor allem mit Erkältungsbeschwerden im Anfangsstadium viel Gutes tun kann, sind Gelomyrtol forte und auch das alt bewährte Umckaloabo. Diese beiden Präperate wirken rein pflanzlich und wirklich sehr gut. Beide Mittel sind nicht die günstigsten in der Palette der Erkältungs- und vor allem Hustenpräparate, aber ich nehme sie seit Jahren und ich kann sagen, dass sie im Gegensatz zu manch billigen Alternativen ihr Geld wert sind.

Im Biosupermarkt habe ich mir zudem Echinacea Kräuterbonbons (von der Firma Fitne) gekauft. Die sind nicht so süß, wie manch andere, sodass man sie oft lutschen kann, ohne dass einem schlecht davon wird. Das Echinacea stimuliert die Immunabwehr und das Lutschen hält die Mundschleimhaut feucht und balsamiert einen kratzigen Hals wohltuend ein. Super bei Erkältung oder bei Mundtrockenheit

Thema tockene Schleimhäute

Standard

Die Austrocknung der Schleimhäute ist ja speziell für Chemopatienten ein Problem. So gesehen, helfen die folgenden Tipps nicht nur zur Erkältungszeit, aber sie sind natürlich gerade dann doppelt wichtig.
Zum feucht halten der Nase habe ich nach Bedarf eine Nasendusche benutzt. Das kann auch ruhig mehrmals täglich sein. Da ich meine Nasendusche seit einem Jahre habe, aber nie besonders beeindruckt von der Wirksamkeit war, war ich dieses Mal umso ehrgeiziger mit dem Ergebnis, da alle Welt Nasenduschen empfiehlt. Plötzlich dann fiel mir auf, was ich all die Male falsch gemacht hatte. Ich wollte die Sache immer schnell hinter mich bringen und habe die Salzlösung ohne die nötige Zeit angewendet. Es macht aber echt einen Unterschied,  wenn man sich die Zeit nimmt und die Lösung langsam durchlaufen kann und somit die Naseneschleimhäute gemächlich reinigen und lösen kann, was dort nicht sein soll. Ein echtes A-ha Erlebnis.

Begleitend und dazwischen hilft mir Meerwassernasenspray, meins ist zusätzlich noch mit Eucalyptusöl, um die Nase immer mal frei zu machen und zwischen zu befeuchten. Das riect zudem gut- brauch man aber nicht.

Aus dem Bioladen habe ich mir Echinacea Kräuterbonbons (von der Firma Fitne) gekauft. Die sind nicht so pappig süß, sodass man sie oft lutschen kann, ohne dass einem schlecht davon wird. Das Echinacea stimuliert die Immunabwehr und das Lutschen hält die Mundschleimhaut feucht und balsamiert einen kratzigen Hals wohltuend ein. Super bei Erkältung oder bei Mundtrockenheit

Halsweh

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Wenn die Mandeln anfangen, weh zu tun, oder Hals rot wird, ist es zu Beginn so einfach wie wirksam, mit Salzwasser zu gurgeln.
Ich löse dazu einen Esslöffel Salz in 0,3l lauwarmen Wasser auf und gurgel damit ca. eine Minute. Das mehrmals tägliche Gurgeln hilft, die Bakterien im Hals abzutöten, da die kleinen Biester durch die durch das Salz erzeugte Osmose platzen. Eine tolle Vorstellung beim Gurgeln übrigens.
Stellt es euch wie eine Schießerei im wilden Westen vor, in der kein Ganove mehr übrig bleibt 🙂