Archiv der Kategorie: Geschenke für die Seele

„Knips“

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https://my.mail.ru/mail/dmi_k/video/clips/481.html

Es ergibt sich mal wieder die günstige Gelegenheit, einen Blog-Artikel zu Verfassen.
Alle,die nicht wissen, wie meine momentane Situation ist,aber dies gern besser wüßten: Ich litt sichtbar für andere an meinen Hirnmetastastasen.
Ich selbst stellte meine motorische starke Verlangsamung aufgrund eines platzeinnehmenden Ödems in meinem Gehirn erst nicht fest. Alles schien für mich normal . Ich  wohnte ich von  Anfang Januar  ca, sechs Wochen wieder bei meinen hilfsbereiten Eltern, die mich bestens versorgen,agitieren und mittlerweile vertrauensvoll wieder in meine Wohnung in Darmststadt alleine überlassen haben. Ich war wirklifch balla balla und habe etwas Ruhe nötig und gehabt.
Gemau das habe ich bei meinen Eltern gefunden. Zudem halfen sie und  Kortison, in schwachen Dosen half mir, mich, in meinen Alltag zurecht zu kommen. Sozial zu sein, Einkäufe zu erledigen, Termine selbständig zu erinnern und gewissenhaft und orirntiert mit dem alltäglichem Leben umzugehehen. Sprich Gselbst efahren und Situationen selbst einzuschätzen (Straßen, -Straßenverkehr) und statt dessen nicht Angewohnheiten zum Opfer zu fallen
.Ich esse jedoch, nach selbst auferlegter Abstinenz, wieder vehrmehrt  Zucker,Milchprodukte und zuckerhaltiges Gebäck.Aber das tue ich in vollem Gewissen eines herdonistischen Einstellung und dessen möglicher Schädlichkeit. Und de Aber ich dachte mir:wenn mein Körper Zeiche nzeigt, die den Konsum von Zucker gerade unerlässlich erscheinen lassen, geb ich ihm gerne nach,,solange mich mein Befinden, mein Verhalten oder meine Figur nicht unzufrieden machen.
„Nichs bereuen“ hatte ich mir selbst mal gesagt-und wann ist die Situation angebrachter als gerade?
Zu vielen Ertnährungstipps bin ich schon gefolgt. War auf der Suche nach Besserung oder gar Heilung meines“Zustands“.Verbot mir mir aber ,aber im Augenblicksehe eine  „gesunden“ Geistes,  den hedonistischen Blick auf mein Leben als heilend für meine ohnehin schon geschundene,als einen Vernunftorientierte Seele.

Mir fehlt zudem ein gut genuges Wort, das meinen Zustand gerade beschreiben kann Man fragt mich: ?Wie geht es dir/Ihnen?“  Sage ich „gut“ entspricht es nicht ganz der Wahrheit. Denn immerhin beschäftigen mic hleider gerade Themen, denen sich erst Menschen jenseits ihrer unverfänglichen Jugend widmen müssten. Antworte ich auf solch eine Frage  mit“schlecht“ entspricht es der Waahrheit auch nicht wirklich, denn im Vergleich zu anderen Menschen in meeineem Umfeld wirke ich recht optimistisch und zufrieden mit dem,was mir gegeben wurde. Wenn ich es mir manchmal auch gestatte, etwas voruteilbehaftet oder gar genervt auf  auf meine  Mitmenschen zu zu gehen. Antworte ich auf die Frage „Wie geht´s“ mit „Naja“, suggeriere ich Interesse daran, über das Sprechen zu wollen, was mir gerade passiert,was ja im Grunde gut ist, oder was für mich gerade nicht so gut läuft. „Wie geht´s“ empfinde ich als Einstieg in ein Gespräch zwischen mindestens zwei Menschen, die in Etwa von voneinander wissen oder spüren,dass es dem anderen gerde so und so geht. Ich werte diese Information daher als kostbar, da sie erstens nicht Jedermensch hören will und verarbeiten- und auch nicht Jedermensch gerade verarbeiten kann oder möchte. Insofern steht die Frage nach der Sinnhaftigkeit dieses Blogs auf dem Plan. Der zwar dienlich sein kann bei der „Befindlichkeits-Bewertung“ meinerseits, andererseits soll sich die LeserIn ja bei entsprechenden Gefühlen im eigenen Leben auch nicht genötigt fühlen, meinen aktuellen Blog-Eintrag zu lesen, wenn Sie/Er selbst keinen Benefit davon hat.

„Knips“ ist übrigens das Onomatopooeikum zu vielen Lampen ,die man aus- oder anknipsen kann und die dabei ein solches Geräusch machen. Das ist nach vielen mein Anker gewesen. Hier in Darmstadt macht der“Knipser“meiner Nachttischlampe auch dieses Geräusch.  Es sind manchmal die kleinen Dinge.
So schafft frau/man eben nicht slles alleine. Auch wenn man es gern gerade schnell alleine geschafft/erledigt hätte.

 

 

Was ist nochmal, „wenn man trotzdem lacht“?

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Ich schreibe das zwar oft, aber ich bin heute sehr zufrieden mit mir, mal wieder etwas zu schreiben. Ich bin nämlich momentan etwas träge.
Ich liebe mein Bett und meine Couch. „Draußen“ verliert an Attraktivität und meine Wohnung wird zu meinem gemütlichen Raumschiff mit Kochgelegenheit, Nasszelle und Bick nach draußen. Ach, und Einkaufsgelegenheiten in der Nähe. Ein perfekter Ort zum Urlaub machen würde man denken, nur dass die Heizkosten ziemlich teuer sind. Naja..
Ich bin zwar des Öfteren draußen und ich muss einmal am Tag an die frische Luft, aber zu Hause ist es schön, geschützt und warm. Auch wenn mir selbst das ausreden würde, denn ein Krebs-Patient lebt ja mit Bewegung besser- lese ich immer wieder- Stimmt vielleicht auch. Nicht, dass mir das nichts wert wäre, aber bevor ich raus gehe und denke: Wärst du mal besser zu Hause geblieben, bleib ich manchmal wirklich lieber daheim und ärgere mich danach über mich.
Vor einiger Zeit bekam ich das Angebot, auf meinen Blog zwei aktuelle Bücher aus dem humboldt-Verlag zum Thema Krebs und dem Umgang damit, vorzustellen.
Beide Bücher sind für mich tolle Nachschlagewerke, also Bücher, die man nicht erst viel durchlesen muss, aber es bestimmt möchte, denn die behandelten Themen sind interessant. Und beide Bücher ziehen an einem Strang denn beide sind sehr gute Begleiter in der Krebszeit.
naturhrilk-buch

Das eine Buch befasst sich mit „Naturheilkunde bei Krebs“- so auch der Name.
Toll gegliedert, mit ausführlichem Befassen in das Thematik „Naturheilkunde und Krebs“ und umfassende Behandlung mit dem Thema „Krebs und Naturheilkunde“.

krebsiatwennmantrotzdemlacht

 

 

Das andere Buch schob ich wegen seines saloppen Titels erst etwas von mir fort. „Krebs ist, wenn man trotzdem lacht“ stellte sich jedoch als sehr lesenswert heraus, ohne zu viel auf die Tränendrüse zu drücken oder das Thema „Leben mit Krebs“ zu verharmlosen. Mit vielen eigens erlebten und ohne gute Ratschläge ist die *Autorin in dem Buch präsent.

 

 

Hier noch ein Song samt Video den ich momentan wegen seines Inhalts sehr schätze.

Ain’t No Reason

There ain’t no reason things are this way
It’s how they’ve always been and they intend to stay
I can’t explain why we live this way
We do it every day

Preachers on the podiums speaking of saints
Prophets on the sidewalk begging for change
Old ladies laughing from the fire escape
Cursing my name

I got a basket full of lemons and they all taste the same
A window and a pigeon with a broken wing
You could spend your whole life working for something
Just to have it taken away

People walk around pushing back their debts
Wearing paychecks like necklaces and bracelets
Talking about nothing, not thinking ‚bout death
Every little heartbeat, every little breath

People walk a tight rope on a razors edge
Carrying their hurt and hatred and weapons
It could be a bomb, or a bullet or a pen
Or thought, or a word or a sentence

There ain’t no reason things are this way
It’s how they’ve always been and they intend to stay
I don’t know why I say the things I say
But I say them anyway

But love will come, set me free
Love will come, set me free, I do believe
Love will come, set me free, I know it will
Love will come, set me free, yes

Prison walls still standing tall
Some things never change at all
Keep on building prisons, gonna fill them all
Keep on building bombs, gonna drop them all

The wind blows wild and I may move
The politicians lie and I am not a fool
You don’t need no razor or a three piece suit
To argue the truth

They air on my skin in the world under my toes
Slavery stitched to the fabric of my clothes
Chaos and commotion wherever I go
Love I try to follow

Love will come, set me free
Love will come, set me free, I do believe
Love will come, set me free, I know it will
Love will come, set me free, yes

There ain’t no reason things are this way
It’s how they’ve always been and they intend to stay
I can’t explain why we live this way
We do it every day

 

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Hallo, ich würde euch gern auf eine Veranstaltung hinweisen.
Die Fotos wurden gemacht, um anderen Mitmenschen vor Augen zu führen, welche Traurigkeit und welche Lebensfreude Brustkrebs beinhalten kann.
Ich kann leider nicht da sein. Aber ich habe mitgemacht und gemeinsam hatten wir alle eine Menge Spaß 😀
Also hier unsere Ankündigung und liebe Grüße

Mari

foto.jpg

 

 

 

Warmes Licht durchfließt meine Seele

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Ich habe eine wunderbare Doku über Meditation und Achtsamkeit auf arte gesehen siehe Link unten).
Ich habe selbst zwei Mal das Dasein in völliger  Meditation und umfassender Achtsamkeit in  einem Vipassana-Seminar erleben dürfen. Ich gehe fest davon aus, dass diese positive Einstellung zu sich und anderen Wesen, heilend auf die Wahrnehmung des Lebens wirken kann. Vor allem auf das Finden des individuellen Glücks- ohne dabei narzisstisch zu werden.
Namaste

http://www.arte.tv/de/videos/051656-000-A/die-revolution-der-selbstlosen

„Schreiben heißt: sich selber lesen“

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„Schreiben heißt: sich selber lesen“

Größer kann ein Bogen wohl kaum sein als der, den ich die letzten Wochen um meinen Schreibtisch zog, um meinen Blog und meine wehrten Leser mit einem Blogeintrag zu ehren.
In den vielen kleine Zielen, die ich mir gesetzt hatte, habe ich mich total verzettelt und letzten Endes nur die großen Vorhaben umzusetzen. So habe ich mich in kürzester Zeit in drei verschiedenen Vereinen und Projekten angemeldet Aber mein Körper schreit unentwegt:

„Mach das bloß nicht Zuviel! Dann kannst du ja gar nicht schauen, was diese Woche in der Internet-Mediathek läuft. Und du schaffst es nie deine Emails und Briefe zu Beantworten! Nicht mal mehr Zeit zum Stricken oder Spazieren gehen wirst du haben! Du könntest es so viel bequemer haben. Komm erst mal auf die Couch und leg dich hin; Die Emails und die ganze restliche Welt draußen sind morgen auch noch da!“.

So in etwa klingt das Monster, das mich Tag für Tag begleitet. Und es ist allein schon harte Arbeit, dagegen an zu arbeiten und mehr zu machen, als den Tag gemütlich auf dem Sofa zu verbringen Meistens, gelingt mir das. Aber es bedeute für mich wahre Kraftanstrengung. Das Leben böte mir bestimmt viel mehr Chancen und Möglichkeiten, um meine Zeit zu verbringen, wenn ich nur nicht oft weghören würde. Aber zum Glück, sind mir die Ausreden noch nicht ausgegangen.
Das mag jetzt für manche super faul klingen, aber der Spagat zwischen Schonung und Begegnung mit der Welt ist echt nicht einfach, wenn „man“ keine extrinsische Motivation hat.

Kürzlich habe ich endlich eine persönliche Email beantwortet. Während dem Schreiben stand dort eine selbst erlebte Geschichte von mir, die mir zeigte, dass mein Körper manchmal bequem sein mag, jedoch mein Geist nicht müde ist, Ideen, Gedanken und Geschichten wieder zu erwecken.
Wenn ich bewusst über folgende Geschichte nachgedacht hätte, wäre mir diese kleine Erzählung bestimmt nicht mehr in den Sinn gekommen.

>>Ich hatte einmal eine, von jemandem handgetöpferte Tasse. Sie war Smaragd-grün und Jade-türkis. Damals war ich auf Reisen. Lange Zeit.
Ich habe sie vor Ort in einem Gebrauchtwarenladen gekauft. An dieser Tasse fand ich etwas Feierliches, Festliches. Sie war eine Beständigkeit. Die schönste Tasse der Welt.
Als ich nach einem Jahr wieder zu Hause war, fiel mir diese Tasse eines Tages runter. Sie zerbrach in viele Stücke
Ich konnte sie aneinander kleben, damit sie wieder aussah wie früher. Aber eine Tasse, wie sie vorher war, war sie nicht mehr.
Sie dient mir nun als Blumentopf. Und als Erinnerung. Und sie ist, trotz der zusammengeklebten Scherben, noch immer die schönste Tasse der Welt.<<

Jedem Wesen liegt eine Interpretation dieser Geschichte zu Eigen.
Für mich liegt sie voller schöner Erinnerung und Hoffnung!

„Schreiben heißt: sich selber lesen“ hat Max Frisch einmal gesagt. Ein weiser Mensch.

Auf bald

 

 

Die Botschaft der Liebe

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Liebe Grüße zum 3. Advent. Noch ist nicht Weihnachten, jedoch..
..ich möchte heute über ein Geschenk schreiben. Ein Geschenk, das mir bisher sehr geholfen hat. Sowohl in der Zeit als „gesunde“ junge Frau, als auch in der Krebs-Epoche (die weiterhin andauert), bis in mein heutiges Privatleben mit seinen weltlichen Problemen hinein.
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Ich möchte noch klar stellen, dass alle hier geschrieben Erlebnisse und Erkenntnisse auf meinen (der Verfasserin) eigenen Erfahrungen basieren und ich keine Gültigkeit für alle Menschen beschreibe. Sie gelten als komplementär und sind kein Ersatz zu schulmedizinischen Therapien. Im Zweifel ist Ihr Arzt der Ansprechpartner- nicht ihr Heiltherapeut.

Ich glaube (in meinem Fall) an eine Art „Krebs-Persönlichkeit“.
Wenn mich Menschen dazu fragen fällt es mir jedoch schwer zu erklären und klar zu machen warum ich daran glaube. Und in ihrer Gänze finde ich, trifft sie ja auch nicht ganz auf mich zu.
Da der Charakterform der „Krebs-Persönlichkeit“ die wissenschaftliche Grundlage fehlt, wurde die These ohne empirisches Beweisgut in die spirituellen Ecke gestellt.
Dennoch verließ mich nie das Gefühl, dass der Krebs in einer Erkrankung Körper, Geist, und Seele vereinigt.

Seit Beginn meiner „Gesundheits-Geschichte“ führe ich einen Krebs-Ordner mit allerhand Infos zur Abhilfe bei Beschwerden, Broschüren und Ernährungstipps sowie soziale Unterstützung. Vor kurzem mistete ich diesen Ordner aus und legte mir interessante Artikel zum Lesen heraus.
Heute habe ich mich dem kleinen Stapel gewidmet.
Ich habe Informationen der GfBK (Gesellschaft für biologische Krebsabwehr – Verantwortlich für den Inhalt war 2013 Dr. György Irmey) zu Themen der alternativen Therapien und der Visualisierung gelesen.
Über das Informationsblatt zum Thema Visualisierung möchte ich dieses Mal schreiben.

Mir war es bereits vor der Krebs-Diagnose ein Anliegen zu Meditieren. So war es schon vorher ein Ratschlag von mir gewesen, Meditation bei Verhaltensauffälligkeiten, Krankheit und Erschöpfungszuständen in Betracht zu ziehen.
Auch am Anfang meiner weiterhin andauernden Krebs-Behandlung begegnete mir die Praxis der Meditation immer wieder und da ich schon zuvor den positiven Effekt des “Sitzens“ erlebte, meditierte ich während der Chemotherapie und danach, mit zumindest geistigem Erfolg.
Wie mein Verlauf ohne diese Einkehr gewesen wäre, kann ich natürlich nicht sagen. Jedoch habe ich die Begleiterscheinungen und -Symptome der Chemo und Strahlentherapie, der medikamentösen und sonstigen Therapie im Rahmen der Krebs-Behandlung nicht mehr sehr negativ oder schmerzhaft in Erinnerung.
Immer wieder lese ich über die positive Auswirkung von Visualisierung bei Krebs. Visualisierung gleicht nicht dem Meditieren, weil es subjekt- und objektbezogen ist, trotzdem vereinigt die Visualisierung Elemente der Progressiven Muskelentspannung, des Body-Scans und der geführten Aufmerksamkeit.
Die inneren Selbstheilungskräfte zu stärken, steckt hinter der Praktik der Visualisierung. Das erstes Buch, das ich zu dem Kontext gelesen hatte, hieß:“Wieder gesund werden- eine Anleitung zur Aktivierung der Selbstheilungskräfte für Krebspatienten und ihre Angehörigen“. Das Lesen und die dazu gehörende Visualisierungs-Übung auf der beigefügten Audio-CD taten mir persönlich sehr gut. Auch wenn ich die Übungen nur abends zum Einschlafen im Bett hörte, half sie mir zu entspannen und mein tiefes Bewusstsein hat sicher noch zugehört, während ich schon selig schlummerte.

Das, was ich aus  dem GfBK-Beitrag zu Visualisierung herauslas, ging nicht um jene „Krebs-Persönlichkeit“, sondern um die Eigenschaft und den Charakterzug die schwierigen Momente und Situationen trotz allem mit Sinn und Hoffnung zu füllen. Ich rede nicht nur von Glauben in eine Heilung, aber die Fähigkeit, auch das Gute im Schlechten zu sehen.
Als ich vor einigen Jahren, vor meiner Diagnose, für ein Jahr nach Neuseeland geflogen bin, bekam ich ein Zitat von Goethe geschenkt:
„Alles geben die Götter, die unendlichen,

Ihren Lieblingen ganz,

Alle Freuden, die unendlichen,

Alle Schmerzen, die unendlichen, ganz.

So mag ich den Göttern, den unendlichen, vielleicht ausgeliefert sein. Da ich jedoch der Überzeugung bin, zu ihren Lieblingen zu gehören, ereilt mich zwar sowohl der Schmerz, als bald darauf auch das Glück.   Und ich glaube fest daran, dass jeder ein Liebling der Götter ist!
Manche nennen es Resilienz. Ich möchte es dennoch „Den Glauben an das Sinnvolle“ nennen. Wenn ich meinen Krebs als Ganzes betrachte und hinter all dem Schlimmen, dem Schmerzhaften, das Gute, Leuchtende sehe, geht es mir besser. Die Einkehr in die Stille, in meinen eigenen Erlebens-Raum, in dem ich Meditation und Visualisierung finde, hilft mir, diese innere Eigenschaft zu erhalten. Somit mache ich meine Zuversicht zu meiner Persönlichkeit und kann die Krebs-Persönlichkeit“ als ehemaligen Hinweis auf mein ungesundes Verhalten akzeptieren und mir für das „Früher“ verzeihen.

Dieser Tage habe ich den Anschein, Meditation, Visualisierung und das Prinzip der Achtsamkeit seien in Form von Kursen, Büchern und Anleitungen Allgegenwärtig.
Mich hat es bis hierhin begleitet und es tat mir stets gut, in diese Praxis zu vertrauen.
Die Übungen vollführen vielleicht keine Wunder, jedoch sind sie mir willkommen in Zeiten des Umbruches, geben mir Hoffnung, Zuversicht und Glauben daran, dass ich Selbst wieder Herrin im eigenen (Körper-)Haus bin. Und darauf kann ich aufbauen. Das wünsche ich euch auch.

Liebe und fröhliche Grüße zum 3. Advent

 

Tipps

Literatur und CDs:

  • C. Simonton,S. Matthews-Simonton, J.Craighton: Wieder gesund werden – eine Anleitung zur Aktivierung der Selbstheilungskräfte für Krebspatienten und ihre Angehörigen. Mit Audio-CD
  • J. Kabat-Zinn: Gesund durch Meditation
  • J. Faulstich: Das Geheimnis der Heilung
  • H. Banzhaf: Meditieren heilt – Vorbeugen und gesund werden durch Achtsamkeit
  • Anselm Grün

Adressen:

  • Gesellschaft für biologische Krebsabwehr
  • E. Beitel: Bochumergesundheitstraining.de

„Pantoffeln braucht die Wintermaus, für ihre kalten Füße“

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Bisher habe ich stets den Anspruch in meinem Blog vertreten, aufbauend zu sein. Glücklich und Hoffnungsvoll. Als gutes Beispiel wollte ich voran Schreiten und an Wunder glauben.

Längere Zeit habe ich zwar geschrieben, aber nicht gepostet. Es waren nette Beschreibungen meines Alltags, aber niemand hat immer die Sonne auf seiner Seite. Und vieles schien nun banal. Ein Krebs unter vielen-was macht das schon?
Besonders jetzt, wo der Winter und die kalte, dunkle Jahreszeit an die Haustüre klopft, kommt mir gesundes, helles und buntes Denken ein wenig schwer vor.

Und das wird sich bald ändern. Das sage ich mit der Überzeugung, die ich die vergangenen Monate nicht aufzubringen wagte und die ich in mir auch erst wachsen lassen muss. So!

Ich schreibe, weil ich sauer bin darüber, dass Menschen, die zuvor noch auf meinen Blogeintrag geantwortet haben, plötzlich sterben. Wütend macht mich die Lücke, die dieser Mensch hinterlässt. Ich fühle mich hilflos.

Ich bin mit Sicherheit nicht die gesundeste von euch Lesern.
Ich habe ernst zu nehmende Symptome. Eine Erkrankung die, wenn ich es zulassen würde, meinen Organismus sicher aus dem Takt und um seine Gesundheit bringen würde.

Der Brustkrebs in meinem Torso ist still. Leider regt sich noch ein Brustkrebs in meinem Kopf.
Es erscheint mir seltsam, denn das, was mich wirklich stört und Angst haben lässt, sind die fiesen Symptome einer Erkrankung meines Systems. Niemand weiß, ob Sie wieder verschwinden. Ob ich den richtigen Weg einschlage. Ob mir das Wunder geschieht und ich eines Tages symptomfrei leben kann und was ich dazu tun muss. WAS mir gut tut!
Nun ist jedes Leben so fragil und durch Zerbrechlichkeit gekennzeichnet. Daran halte ich mich oft fest – Leider spendet mir das kaum Trost.
Trost und Kraft bietet mir das normale Leben. In dem es nicht um meine gesundheitlichen Probleme geht. Die Freude, die mir geschenkt wird. Der Kummer, der kommt und geht, und das Leben manchmal nett passiert, so als wäre es wie kein anderes so schön. Die Hoffnung steht oft schon hinter dem nächsten Abschnitt, nach den vielen Durststrecken parat.

Ich könnte als Mensch vieles tun, Mehr Bewegung, Sport, Freude, Feier, Zusammenkunft und nicht zuletzt manches Heilsversprechen nutzen. „Gesunde“ Menschen bekommen diesen Katalog wenig vor die Nase gehalten. Ich trage ihn pausenlos mit mir. Doof.

Aber ich bin glücklich, vielen Menschen so wichtig zu sein. Das freut mich immer sehr.
Ich wünsche mir für mich, die Gewissheit über mein Können und meine glücklichen Fügungen noch häufiger sehen zu können.
Im wahrsten Sinne des Wortes sehe ich gerade nicht gut, aber ich bin immerhin bis hierher einen guten, glücklichen Weg gegangen, voller toller Menschen und den Gegebenheiten des Lebens.
Ich wünsche mir, ebenfalls im wahrsten Sinne des Wortes, bald wieder klar sehen zu können und die vielen Gelegenheiten, die ich an mir vorbei ziehen sehe, zu   ergreifen.

Weil es gerade so gut zu mir und dem Text passt, hier noch einmal die schöne und sehr wertvolle Geschichte von Frederick, der Maus

Und sehr nett als Ergänzung: http://www.lebeblog.de/frederick-die-maus/

Mit dem Gefühl, nicht vollkommen zu sein, obwohl ich es schon immer bin:

Eure Mari

Vogelgezwischer- so ein wundervolles Geräusch

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noch mit einer schönen Geschichtem

Guten Morgen

So, es gibt mich noch.
Ich bin nach langen Monaten von Freud und Leid wieder aus meinem gemütlichen Mäuseloch geklettert,um euch ein Lebenszeichen und ein Geschichte mitzubringen.

Mein Blobeitrag-Rhythmus lag die letzte Zeit ungefähr bei einem Beitrag pro Monat. Doch der letzte Beitrag war im Januar. Seitdem saß ich relativ munter in meinem Mäuseloch und habe versucht, Farben und Geschichten für den kalten Winter zu sammeln. Fast wie Frederick, die Maus.

Ich bin im Frühjahr umgezogen und habe das Leben in einer Zwischenmiet-WG umgetauscht gegen eine Ein-Zimmer-Wohnung. Das Suchen einer Behausung jedweder Art in Darmstadt war, wenn man nicht zu den Studenten gehört und älter als 26 Jahre ist, milde gesagt schwer.
Es brauchte mehrere Wochen ehe der Umzug, Einzug, Packen, Auspacken und neue Möbel aufstellen erledigt waren. Gut, dass meine Eltern mir dabei helfen konnten. Sie übernahmen sogar einen großen Teil. Alleine hätte ich das niemals geschafft. Vielen Dank 🙂

Während des Umzugs traten die, durch meine Erkrankung bestehenden Defizite, erst voll in mein Bewusstsein. Seitdem ist das Hin und Her zwischen Ärzten, Arbeit und Erschöpfung auch für mich spürbar. Was schön werden sollte ist für zu Zeit sehr schwer auszuhalten. Man will mir helfen, ist mir gut zugetan, doch das ständige Auseinandersetzen mit meinem Krebs, der Epilepsie, meine Nicht-Können und meinen Fähigkeit setzt mich unter sehr viel Druck. Die Epilepsie ist häufiger gekommen, mein Mut weniger und ein Loslassen der Schnur käme einer Kapitalulation mit vielen negativen Auswirkungen gleich. Regeln und Gesetze sind für junge Krebs-Kranke wohl nicht gemacht. Die Bürokratie lässt ihre Paragraphen regnen, zu denen man scheinbar eine Fachfrau/Mann braucht. Ob erkrankt oder nicht.
Traurig genug. Es wird weiter geschwommen und zwar mit dem Kopf erhoben über dem Wasser-auch wenn ich mich manchmal untergetauscht fühle. Ich gebe die Schnur nicht frei. Aussicht auf Leben, Freunde und Arbeiten hält mich am Leben.

Leute in Darmstadt kennen zu lernen fällt mir weiterhin nicht ganz so einfach. Tanz- Ernährungs und Jonglage-Gruppen sind nach der Arbeit durch meine Müdigkeit durch die Epilepsie-Medis kaum drin. Ich müsste michöfter vor die Tür setzen, noch ehe der Herbst kommt. Doch woher weiß ich was mein Körper braucht, wenn das inne Bedürfnis (vielleicht auch der Schweinehund) sagt: „Ich will hier liegen bleiben und schlafen“? 😉 Nicht ganz einfach zu unterscheiden. Wenn sich jemand hier angesprochen fühlt, sich mit mir zu treffen, nur zu!! Ich lade gerne mal jemanden zu mir ein, oder gehe ein Heißgetränk trinken.

Fernab dessen geht es mir sehr gut. Ich habe tolle Eltern, eine liebe Familie, einen Freund, Freunde (wenn auch nicht viele in Darmstadt), ein Dach über dem Kopf und genügend Geld für meinen Lebensunterhalt. Dazu zwei gesunde Füße; Das haben viele Menschen nicht.

Zudem habe ich ein bisschen was im Köpfchen, nicht nur Metastasen. Ich freue mich, dass ihr meinen Eintrag gelesen habt. Ich versorge euch nun noch mit einer schönen Geschichte, fast wie ein Märchen. Jeder glaubt keine Flügel zu haben-Nicht fliegen zu können. Doch wir haben sehr viel zu geben.

Alles Liebe, ganz viel Gesundheit, Gesundung und Lebensfreunde!

 

 

 

Ein neuer kleiner „Begleiter“ für sorgenvolle Stunden

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Ich wünsche euch ein frohes neues Jahr, ihr lieben Leute!
Es soll immer Blumenmeere geben, warme Luft, die nach Sommer riecht und Strickstrümpfe gegen kalte Zehen und für die Seele. Und warmen Kakao.
Anbei habe ich euch eine Seite zu empfehlen, die ich selbst ziemlich gut finde. Sie dient dem Sorgenausgleich, der Wissenserweiterung und wer weiß, zu was sonst noch.
http://www.krankheitserfahrungen.de/

Alle lieben Grüße

Eure Mari

Fröhliches Miteinander und ein Herz für die Welt und ihre großen und kleinen Kinder- Das wünsche ich euch!

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Helmut Wöllenstein – Das Märchen vom Auszug aller Ausländer

Es war einmal… etwa drei Tage vor Weihnachten, spät abends. Über den Markplatz der kleinen Stadt kamen ein paar Männer gezogen. Sie blieben an der Kirche stehen und sprühten auf die Mauer „Ausländer raus“ und „Deutschland den Deutschen“. Steine flogen in das Fenster des türkischen Ladens gegenüber der Kirche. Dann zog die Horde ab. Gespenstische Ruhe. Die Gardinen an den Bürgerhäusern waren schnell wieder zugefallen. Niemand hatte etwas gesehen.
„Los, kommt, es reicht, wir gehen“.
„Wo denkst du hin! Was sollten wir denn da unten im Süden?“
„…da unten? Das ist immerhin unsere Heimat. Hier wird es immer schlimmer. Wir tun einfach das, was da an der Wand geschrieben steht: „Ausländer raus!“
black jesusTatsächlich, mitten in der Nacht kam Bewegung in die kleine Stadt. Die Türen der Geschäfte sprangen auf: Zuerst kamen die Kakaopäckchen heraus mit den Schokoladen und Pralinen in ihren Weihnachtsverkleidungen. Sie wollten nach Ghana und Westafrika, denn da waren sie zu Hause. Dann der Kaffee, palettenweise, der Deutschen Lieblingsgetränk; Uganda, Kenia und Lateinamerika waren seine Heimat. Ananas und Bananen räumten ihre Kisten, auch die Trauben und die Erdbeeren aus Südafrika. Fast alle Weihnachtsleckereien brachen auf, Pfeffernüsse, Spekulatius und Zimtsterne, denn die Gewürze in ihrem Inneren zog es nach Indien. Der Dresdner Christstollen zögerte. Man sah Tränen in seinen Rosinenaugen, als er zugab: Mischlingen wir mir geht’s besonders an den Kragen. Mit ihm kamen das Lübecker Marzipan und der Nürnberger Lebkuchen. Nicht Qualität, nur Herkunft zählte jetzt. Es war schon in der Morgendämmerung, als die Schnittblumen nach Kolumbien aufbrachen und die echten Pelzmäntel mit Gold und Edelsteinen an ihrer Seite in teuren Chartermaschinen in alle Welt starteten.
Der Verkehr brach an diesem Tag zusammen. Lange Schlangen japanischer Autos, vollgestopft mit Optik und Unterhaltungselektronik krochen gen Osten. Am Himmel sah man die Weihnachtsgänse nach Polen fliegen, auf ihrer Bahn gefolgt von den feinen Seidenhemden und den Teppichen aus dem fernen Asien.
Mit Krachen lösten sich die tropischen Hölzer aus den Fensterrahmen und schwirrten zurück ins Amazonasbecken. Man musste sich vorsehen, um draußen nicht auszurutschen, denn von überall her quollen Öl und Benzin hervor, floss zu Bächen zusammen und strömte in Richtung Naher Osten.
Doch man hatte bereits Vorsorge getroffen. Stolz holten die großen deutschen Autofirmen ihre Krisenpläne aus den Schubladen: Der alte Holzvergaser war ganz neu aufgelegt worden. Wozu ausländisches Öl?!
– Aber es half nichts, die VW´s und die BMW´s begannen sich aufzulösen in ihre Einzelteile, das Aluminium wanderte nach Jamaika, das Kupfer nach Somalia, ein Drittel der Eisenteile nach Brasilien, der Naturkautschuk nach Zaire. Und die Straßendecke hatte mit dem ausländischen Asphalt im Verbund auch immer ein besseres Bild abgegeben als heute.
Nach drei Tagen war der Spuk vorbei, der Auszug geschafft, gerade rechtzeitig zum Weihnachtsfest. Nichts Ausländisches war mehr im Land. Aber Tannenbäume gab es noch, auch Äpfel und Nüsse. Und „Stille Nacht“ durfte gesungen werden – wenn auch nur mit Extragenehmigung, das Lied kam immerhin aus Österreich.

Nur eines wollte nicht in das Bild passen: das Kind in der Krippe, sowie Maria und Josef waren geblieben. – Ausgerechnet drei Juden! Wir bleiben, hatte Maria gesagt,denn wenn wir aus diesem Land gehen, wer will ihnen dann noch den Weg zurück zeigen – zurück zur Vernunft und zur Menschlichkeit?

© Helmut Wöllenstein (*1956), zuerst veröffentlicht als „ Zuspruch am Morgen“ am 20.12.1991- im Hessischen Rundfunk- im Zusammenhang der massiv wachsenden Ausländerfeindlichkeit, die wenig später zu den Brand- und Mordanschlägen in Mölln und Solingen führte

http://www.filmgalerie451.de/filme/auslaender-raus-schlingensiefs-container/