Archiv der Kategorie: Pflanzliche Helferlein in der Krebszeit

Was ist nochmal, „wenn man trotzdem lacht“?

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Ich schreibe das zwar oft, aber ich bin heute sehr zufrieden mit mir, mal wieder etwas zu schreiben. Ich bin nämlich momentan etwas träge.
Ich liebe mein Bett und meine Couch. „Draußen“ verliert an Attraktivität und meine Wohnung wird zu meinem gemütlichen Raumschiff mit Kochgelegenheit, Nasszelle und Bick nach draußen. Ach, und Einkaufsgelegenheiten in der Nähe. Ein perfekter Ort zum Urlaub machen würde man denken, nur dass die Heizkosten ziemlich teuer sind. Naja..
Ich bin zwar des Öfteren draußen und ich muss einmal am Tag an die frische Luft, aber zu Hause ist es schön, geschützt und warm. Auch wenn mir selbst das ausreden würde, denn ein Krebs-Patient lebt ja mit Bewegung besser- lese ich immer wieder- Stimmt vielleicht auch. Nicht, dass mir das nichts wert wäre, aber bevor ich raus gehe und denke: Wärst du mal besser zu Hause geblieben, bleib ich manchmal wirklich lieber daheim und ärgere mich danach über mich.
Vor einiger Zeit bekam ich das Angebot, auf meinen Blog zwei aktuelle Bücher aus dem humboldt-Verlag zum Thema Krebs und dem Umgang damit, vorzustellen.
Beide Bücher sind für mich tolle Nachschlagewerke, also Bücher, die man nicht erst viel durchlesen muss, aber es bestimmt möchte, denn die behandelten Themen sind interessant. Und beide Bücher ziehen an einem Strang denn beide sind sehr gute Begleiter in der Krebszeit.
naturhrilk-buch

Das eine Buch befasst sich mit „Naturheilkunde bei Krebs“- so auch der Name.
Toll gegliedert, mit ausführlichem Befassen in das Thematik „Naturheilkunde und Krebs“ und umfassende Behandlung mit dem Thema „Krebs und Naturheilkunde“.

krebsiatwennmantrotzdemlacht

 

 

Das andere Buch schob ich wegen seines saloppen Titels erst etwas von mir fort. „Krebs ist, wenn man trotzdem lacht“ stellte sich jedoch als sehr lesenswert heraus, ohne zu viel auf die Tränendrüse zu drücken oder das Thema „Leben mit Krebs“ zu verharmlosen. Mit vielen eigens erlebten und ohne gute Ratschläge ist die *Autorin in dem Buch präsent.

 

 

Hier noch ein Song samt Video den ich momentan wegen seines Inhalts sehr schätze.

Ain’t No Reason

There ain’t no reason things are this way
It’s how they’ve always been and they intend to stay
I can’t explain why we live this way
We do it every day

Preachers on the podiums speaking of saints
Prophets on the sidewalk begging for change
Old ladies laughing from the fire escape
Cursing my name

I got a basket full of lemons and they all taste the same
A window and a pigeon with a broken wing
You could spend your whole life working for something
Just to have it taken away

People walk around pushing back their debts
Wearing paychecks like necklaces and bracelets
Talking about nothing, not thinking ‚bout death
Every little heartbeat, every little breath

People walk a tight rope on a razors edge
Carrying their hurt and hatred and weapons
It could be a bomb, or a bullet or a pen
Or thought, or a word or a sentence

There ain’t no reason things are this way
It’s how they’ve always been and they intend to stay
I don’t know why I say the things I say
But I say them anyway

But love will come, set me free
Love will come, set me free, I do believe
Love will come, set me free, I know it will
Love will come, set me free, yes

Prison walls still standing tall
Some things never change at all
Keep on building prisons, gonna fill them all
Keep on building bombs, gonna drop them all

The wind blows wild and I may move
The politicians lie and I am not a fool
You don’t need no razor or a three piece suit
To argue the truth

They air on my skin in the world under my toes
Slavery stitched to the fabric of my clothes
Chaos and commotion wherever I go
Love I try to follow

Love will come, set me free
Love will come, set me free, I do believe
Love will come, set me free, I know it will
Love will come, set me free, yes

There ain’t no reason things are this way
It’s how they’ve always been and they intend to stay
I can’t explain why we live this way
We do it every day

 

Die Botschaft der Liebe

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Liebe Grüße zum 3. Advent. Noch ist nicht Weihnachten, jedoch..
..ich möchte heute über ein Geschenk schreiben. Ein Geschenk, das mir bisher sehr geholfen hat. Sowohl in der Zeit als „gesunde“ junge Frau, als auch in der Krebs-Epoche (die weiterhin andauert), bis in mein heutiges Privatleben mit seinen weltlichen Problemen hinein.
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Ich möchte noch klar stellen, dass alle hier geschrieben Erlebnisse und Erkenntnisse auf meinen (der Verfasserin) eigenen Erfahrungen basieren und ich keine Gültigkeit für alle Menschen beschreibe. Sie gelten als komplementär und sind kein Ersatz zu schulmedizinischen Therapien. Im Zweifel ist Ihr Arzt der Ansprechpartner- nicht ihr Heiltherapeut.

Ich glaube (in meinem Fall) an eine Art „Krebs-Persönlichkeit“.
Wenn mich Menschen dazu fragen fällt es mir jedoch schwer zu erklären und klar zu machen warum ich daran glaube. Und in ihrer Gänze finde ich, trifft sie ja auch nicht ganz auf mich zu.
Da der Charakterform der „Krebs-Persönlichkeit“ die wissenschaftliche Grundlage fehlt, wurde die These ohne empirisches Beweisgut in die spirituellen Ecke gestellt.
Dennoch verließ mich nie das Gefühl, dass der Krebs in einer Erkrankung Körper, Geist, und Seele vereinigt.

Seit Beginn meiner „Gesundheits-Geschichte“ führe ich einen Krebs-Ordner mit allerhand Infos zur Abhilfe bei Beschwerden, Broschüren und Ernährungstipps sowie soziale Unterstützung. Vor kurzem mistete ich diesen Ordner aus und legte mir interessante Artikel zum Lesen heraus.
Heute habe ich mich dem kleinen Stapel gewidmet.
Ich habe Informationen der GfBK (Gesellschaft für biologische Krebsabwehr – Verantwortlich für den Inhalt war 2013 Dr. György Irmey) zu Themen der alternativen Therapien und der Visualisierung gelesen.
Über das Informationsblatt zum Thema Visualisierung möchte ich dieses Mal schreiben.

Mir war es bereits vor der Krebs-Diagnose ein Anliegen zu Meditieren. So war es schon vorher ein Ratschlag von mir gewesen, Meditation bei Verhaltensauffälligkeiten, Krankheit und Erschöpfungszuständen in Betracht zu ziehen.
Auch am Anfang meiner weiterhin andauernden Krebs-Behandlung begegnete mir die Praxis der Meditation immer wieder und da ich schon zuvor den positiven Effekt des “Sitzens“ erlebte, meditierte ich während der Chemotherapie und danach, mit zumindest geistigem Erfolg.
Wie mein Verlauf ohne diese Einkehr gewesen wäre, kann ich natürlich nicht sagen. Jedoch habe ich die Begleiterscheinungen und -Symptome der Chemo und Strahlentherapie, der medikamentösen und sonstigen Therapie im Rahmen der Krebs-Behandlung nicht mehr sehr negativ oder schmerzhaft in Erinnerung.
Immer wieder lese ich über die positive Auswirkung von Visualisierung bei Krebs. Visualisierung gleicht nicht dem Meditieren, weil es subjekt- und objektbezogen ist, trotzdem vereinigt die Visualisierung Elemente der Progressiven Muskelentspannung, des Body-Scans und der geführten Aufmerksamkeit.
Die inneren Selbstheilungskräfte zu stärken, steckt hinter der Praktik der Visualisierung. Das erstes Buch, das ich zu dem Kontext gelesen hatte, hieß:“Wieder gesund werden- eine Anleitung zur Aktivierung der Selbstheilungskräfte für Krebspatienten und ihre Angehörigen“. Das Lesen und die dazu gehörende Visualisierungs-Übung auf der beigefügten Audio-CD taten mir persönlich sehr gut. Auch wenn ich die Übungen nur abends zum Einschlafen im Bett hörte, half sie mir zu entspannen und mein tiefes Bewusstsein hat sicher noch zugehört, während ich schon selig schlummerte.

Das, was ich aus  dem GfBK-Beitrag zu Visualisierung herauslas, ging nicht um jene „Krebs-Persönlichkeit“, sondern um die Eigenschaft und den Charakterzug die schwierigen Momente und Situationen trotz allem mit Sinn und Hoffnung zu füllen. Ich rede nicht nur von Glauben in eine Heilung, aber die Fähigkeit, auch das Gute im Schlechten zu sehen.
Als ich vor einigen Jahren, vor meiner Diagnose, für ein Jahr nach Neuseeland geflogen bin, bekam ich ein Zitat von Goethe geschenkt:
„Alles geben die Götter, die unendlichen,

Ihren Lieblingen ganz,

Alle Freuden, die unendlichen,

Alle Schmerzen, die unendlichen, ganz.

So mag ich den Göttern, den unendlichen, vielleicht ausgeliefert sein. Da ich jedoch der Überzeugung bin, zu ihren Lieblingen zu gehören, ereilt mich zwar sowohl der Schmerz, als bald darauf auch das Glück.   Und ich glaube fest daran, dass jeder ein Liebling der Götter ist!
Manche nennen es Resilienz. Ich möchte es dennoch „Den Glauben an das Sinnvolle“ nennen. Wenn ich meinen Krebs als Ganzes betrachte und hinter all dem Schlimmen, dem Schmerzhaften, das Gute, Leuchtende sehe, geht es mir besser. Die Einkehr in die Stille, in meinen eigenen Erlebens-Raum, in dem ich Meditation und Visualisierung finde, hilft mir, diese innere Eigenschaft zu erhalten. Somit mache ich meine Zuversicht zu meiner Persönlichkeit und kann die Krebs-Persönlichkeit“ als ehemaligen Hinweis auf mein ungesundes Verhalten akzeptieren und mir für das „Früher“ verzeihen.

Dieser Tage habe ich den Anschein, Meditation, Visualisierung und das Prinzip der Achtsamkeit seien in Form von Kursen, Büchern und Anleitungen Allgegenwärtig.
Mich hat es bis hierhin begleitet und es tat mir stets gut, in diese Praxis zu vertrauen.
Die Übungen vollführen vielleicht keine Wunder, jedoch sind sie mir willkommen in Zeiten des Umbruches, geben mir Hoffnung, Zuversicht und Glauben daran, dass ich Selbst wieder Herrin im eigenen (Körper-)Haus bin. Und darauf kann ich aufbauen. Das wünsche ich euch auch.

Liebe und fröhliche Grüße zum 3. Advent

 

Tipps

Literatur und CDs:

  • C. Simonton,S. Matthews-Simonton, J.Craighton: Wieder gesund werden – eine Anleitung zur Aktivierung der Selbstheilungskräfte für Krebspatienten und ihre Angehörigen. Mit Audio-CD
  • J. Kabat-Zinn: Gesund durch Meditation
  • J. Faulstich: Das Geheimnis der Heilung
  • H. Banzhaf: Meditieren heilt – Vorbeugen und gesund werden durch Achtsamkeit
  • Anselm Grün

Adressen:

  • Gesellschaft für biologische Krebsabwehr
  • E. Beitel: Bochumergesundheitstraining.de

Endlich Sonne!

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Yippie Yeah, vorgestern in Trübsal versunken und heute energetisch wie nie. Woher das wohl kommt?
DER SOMMER KOMMT!!!!!
Vor dem Frühstück bin ich heute raus gegangen, um frischen Löwenzahn und Brennnesseln zu pflücken. Und nun möchte ich euch zum nahenden Sommerstart mein heutiges Smoothierezept weitergehen, denn es war super-duper erfrischen und gesund.

Ich habe so einen Powermixer (Revoblend), daher kann ich auch Getreide-Körner in den Smoothie werfen. Aber wer weniger Power auf dem Mixer hat, lässt das besser sein, um keine harten Körner im Smoothie zu haben.

Also:

-Blätter von einem kleinen Strauß Brennesselblätter (frische Blätter von jungen niedrigen Pflanzen,die erst bis ca. 40cm gewachsen sind. Natürlich nicht aus Hundepipi-Ecken geerntet!)

– 1 etwa Fingerkuppen große Ingwerknolle – wer den Geschmack mag, auch mehr

-2 Bananen

– 1 kl. Tasse gefrorene Himbeeren (unaufgetaut)

– 1 kl. Tasse gefrorene Heidelbeeren (unaufgetaut)

– 1 EL. Weizengraspulver (wer das hat – ist super gesund)

– ½ frische Zitrone (schmeckt als Frucht besser, als nur Direktsaft)

– Und zum guten Schluss hab ich noch eine Hand 7-Korn-Mischung von Alnatura reingeworfen. Das sind ganze Körner, die man zum Verzehr mahlen oder eben mixen/schreddern muss.

– Zu allerletzt gieße ich immer noch Wasser auf, das ist abhängig von der Menge. Für diesen Smoothie habe ich ca. ¼ Liter Leitungswasser aufgegossen.

Und dann schön klein und schaumig mixen und die Kraft der Natur tanken.Angenehm kühl und soo lecker.

PS: Wer einen Powermixer hat, der den Smoothie so klein schreddern kann, dass sich die Bestandteile nicht so schnell wieder absetzten, der kann das Ganze in kleinen Portionen auch als Eis einfrieren! *Schlecki*

Nun bin ich energiegeladen für den Tag und freu mich auf die nächsten Posts, die in den Startlöchern stehen, es gibt nämlich ein bisschen was zu erzählen.

Ich wünsch euch schöne Tage und jede Menge Energie!

PS: Aus dem Löwenzahn mach ich heute Abend einen tollen Salat. Das Rezept folgt beim nächsten Mal 😀

„Die Milch machts“

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Zwei Wochen ohne meine heißgeliebte Masterarbeit gingen ins Land und ich kam ohne sie mal mehr oder weniger gut zurecht. Da an jedes Tal auch wieder ein hoch anschließt, habe ich nach seit schlafreichen Tagen und Nächten, ohne die Aussicht jemals wieder wach und fit zu werden, wieder mein Selbstbewusstsein und meine Eigenaktivität gefunden.
Ich habe mich in einem Frauenfitnessstudio angemeldet, nachdem mein Körper sich immer mehr der Schwerkraft ergeben hat. Ich habe durch eine kompetente Beratung vor Ort meine Ernährung überdacht und werde neben mindestens zwei Mal Sport pro Woche in Zukunft Fleisch, Ei- und Milchfrei leben. Ich möchte mich nicht diesem Etikett Veganismus unterwerfen. Mein neues Label soll „Eigenverantwortliche Ernährungsform“ lauten, welche mir erlaubt, hier und dort Ausnahmen vorzunehmen, wenn ich das für sinnvoll halte. Die Doktrin einer kompletten Ernährungsumstellung, die mir Käse, Quark und Honig ohne Ausnahme verbieten würde, könnte ich ohnehin nicht Stand halten.  Aber aus Gesundheitsgründen auf die hormonbelastete, säuernde und tierunwürdige Herstellung bestimmter tierischer Speisen zu verzichten, scheint mir für in meinem Fall nun sinnvoll und praktikabel. Ich suche nur noch nach einer Käsesorte oder einen Hersteller, der einen Käse produziert, den ich dennoch ohne großes schlechtes Gewissen verspeisen kann, denn so ein bisschen Käse hier und da ist schon eine feine Sache. Eventuell wäre Rohmilchkäse eine Alternative. Wer mir diesbezüglich Ratschläge geben kann, ist herzlich willkommen.
Die Auseinandersetzung mit Mich-ja/nein wurde mir bereits zu Beginn meiner Brustkrebserkrankung nahegelegt. In dieser Zeit war mein Leben noch voller Anforderungen, Pflichten, Ängste und Verzichte durch die Therapie und die Nebenwirkungen. Nun, drei-einhalb Jahre später und zwei Studienabschlüsse später bin ich offen für einen Lebenswandel, der mir nicht nur mehr Selbstvertrauen, sondern auch mehr Respekt vor mir selbst zurück geben soll. Wie oft habe ich im Leben schon mit dem Gefühl gehadert, zu wenig zu können, zu wenig zu unternehmen und dadurch zu wenig „wert“ zu sein.. Nicht, dass mich eine Ernährungsumstellung zu einem besseren Menschen macht, aber die Empfehlungen und Ratschläge von Ernährungswissenschaftlern ernst zu nehmen und an mir, in meinem Leben anzuwenden, erscheint mir konsequenter, als auf einen guten Ausgang meiner Erkrankung zu haben und im Stillen kaum etwas dagegen zu unternehmen!

Aus diesem Grund habe ich mich im Internet informiert, um dem Mythos der bösen Mär von der Milch auf den Grund zu gehen. Es gibt sicher Tage, an denen man mehr oder weniger offen für derlei Informationen ist, die einem das Leben verbessern sollen, ohne dabei auf den ersten Blick besonders angenehm zu sein. Heute ist so ein Tag und nachdem ich ein bisschen recherchiert und mich informiert habe, möchte ich euch drei Seiten vorstellen, die aus wissenschaftlicher Sicht beleuchten, was Milchkonsum in der heutigen Industriegesellschaft bedeutet und wieso es sinnvoll ist, unsere gewonnenen Erkenntnisse zu globalem Milchkonsum und seine Resultate zu beleuchten.

http://www.zentrum-der-gesundheit.de/milch-krankheiten-ia.html

http://www.zentrum-der-gesundheit.de/milch-krebs-ia.html

http://www.zentrum-der-gesundheit.de/milch.html

Nachtrag: Eine stets ausmerksame Freundin hat mich noch einmal darauf aufmerksam gemacht, dass „Zentrum der Gesundheit“ nicht die verlässlichste Quelle zur Information zu Gesundheutsthemen darstellt (http://solean.blog.de/2014/08/21/problematik-gesundheitsseiten-internet-beispiel-zentrum-gesundheit-19215858/). Ich möchte alle InteressentInnen auffordern, die dort gegebenen Mitteilungen nach dem eigenen Gefühl zu bewerten und als für sich zutreffend oder falsch zu bewerten und auf weitere Informationsquellen (z.B. Biokrebs siehe unten) zurückzugreifen

In diesen Artikeln wird viel Beachtung auf einen geringen Genuss von Milch gelegt, da diese nicht nur zu einer Übersäuerung des Körpers und einer damit einhergehenden erhöhten Entzündungsneigung im Körper führen kann (die Folgen können Rheuma, Arthrose oder Krebs sein), sondern ebenfalls auf eine erhöhte Gefahr für Osteoporose und Hauterkrankungen, wie Akne, Neurodermitis und Schuppenflechte.
Dass Säuglinge und Kleinkinder auf einen Milchkonsum angewiesen sind, da sie von Geburt noch nicht richtig kauen und verdauen können, steht ausser Frage. Die Tatsache jedoch, wieso auch erwachsene Menschen noch zu einem Lebensmittel greifen, dass ihnen ernährungsbiologisch nicht von Nutzen ist und das auch noch in mannigfaltiger Darreichung präsentiert wird, hat mich allerdings stutzig gemacht. Denn selbst eine ganze Schokoladenindustrie möchte durch eine „Extraportion Milch“ aus  ihrer „Kinderschokolade“ ein wertvolles Lebensmittel machen. Besagtes Produkt besteht in seinem „Milchkern“ dabei lediglich aus Milchpulver und hat einen Zuckergehalt von 40% (Quelle Wikipedia-Kinderschokolade). Allgemein zu Ernährungs- und Werbeversprechen siehe auch:

http://www.foodwatch.org/de/informieren/essen-gesundheit/

buchWen speziell das Thema Brustkrebs und Milch weiter interessiert: Hierzu gibt es neben vielen Informationen im Internet. Z.B:
http://www.biokrebs.de/therapien/patienten-fragen/77-ernaehrung-ernaehrung/1118-milch-und-krebserkrankung
http://www.peta.de/milchundkrebs#.VO8oaS6i8rU

oder der Erfahrungsbericht: „Das Leben in deiner Hand“ von Jane Plant

Meine neue Mission wird nun sein, mich an Reis-, Mandel-, Hafer-, Kokos- und Sojamilch zu gewöhnen; denn wie man sieht: Die Alternativen sind vorhanden und die Argumente stehen bereit.

Klarheit bringt klare Gedanken

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So fühle ich mich gerade..

So fühle ich mich gerade..

Nachdem ich in den vergangenen letzten drei Wochen, in denen ich mich eigentlich in der Reha ausruhen wollte, drei Mal in der Notaufnahme war, statt in der „Erholungsklinik“, bin ich endlich wieder zu Hause angekommen und sehe nicht kommen, dass ich zu bald wieder dorthin muss. Das wäre zumindest mein Wunsch. Ich weiß, „Träume sind Schäume“, aber ich lasse sie mir deswegen nicht nehmen.
Immerhin habe ich nun durch die ganzen Untersuchungen (Ich hab einen blinden Fleck im Auge) Gewissheit, dass mein Nervenwasser klar und sauber ist, meine Metastasen kleiner geworden und meine Augen in Ordnung sind. Und ich konnte ein bisschen Geld sparen..
Nun bin ich wieder zu Hause und genieße die Freizeit und Auszeit, die ich füllen und Verbringen kann, wie es mir beliebt.
Ein besonderes Privileg, das ich mir jetzt einfach mal rausnehmen, um wieder zu Leibeskräften zu kommen und endlich die lang erhoffte Entspannung zu spüren, nach der ich mich seit drei Monaten sooo sehnsüchtig sehne.

Der blinde Fleck ist zwar noch da, aber- Achtung! Zitat Arztbrief: „Es geht ihr relativ gut, bis auf einen kleinen, subjektiv empfundenen Gesichtsfelddefekt“ Mein Kanofsky.Index liegt bei 90. Das heißt in meinen Ohren und Augen, ich brauche dringend mal eine Behandlungspause zur Erholung.. Dann komm ich auch wieder auf die 100!

Nun ein bisschen Werbung, weil es in diesem Blog ja eigentlich auch immer auch mal um Dinge gehen soll, die das Krebsleben besser machen sollen:
Tipp Nr. 1:Katcyla- Damit möchte ich euch auf eine neue Behandlungsmöglichkei aufmerksam machen, die die bisherige Möglichkeit der Antikörpertherapie durch Herceptin (Trastuzumab) bei HER2positiven Tumoren erweitert. Hierbei ist Herceptin mit einem Chemotherapeutikum verbunden, dass die Behandlungserfolge der bisherigen Antikörpertherapie erweitern soll.
Katcyler, auch unter dem Namen TDM1 zu finden (http://www.akdae.de/Arzneimitteltherapie/NA/Archiv/201404-Kadcyla.pdf) wird mir und anderen hoffentlich in Zukunft helfen, die Möglichkeiten einer Genesung zu erhöhen oder zumindest eine Lebensverlängerung zu erreichen.

Tipp Nr. 2: Chia-Samen- Da eben benannte Therapie (sie wird wie das Hercepion alle drei Wochen Intravenös gegeben) leider Auswirkungen auf die Verdauung und das Blutbild haben kann, kommen mir die neu entdeckten „Chia-Samen“ gelegen. Der „Wundersamen der Inka“ entpuppt sich in seiner Zubereitung als sehr Nährstoffreiches und verdauungsregulierndes, natürliches Nahrungsergänzungsmittel (ähnlich den Flohsamen), das voll von guten Eigenschaften, Nährstoffen und ohne Eigengeschmack eine wunderbare Ergänzung der täglichen Ernährung sein kann. Es ist weder teuer noch schwierig zu beziehen. Hat soweit ich gelesen habe keine Nebenwirkungen und ist frei verkäuflich Bioläden, Reformhäusern und Apotheken (http://www.chia-samen.info/)

Abschließen noch etwas Kultur(-kritik)
parental

Fuck You Krebs

Achtung: Diesmal habe ich nicht darauf geachtet, Musik auszuwählen, die allen ein bisschen mehr oder  weniger gefallen könnten. Dies ist dabei nicht ausgeschlossen, jedoch handelt es sich doch eher um etwas speziellere Musik, die „heutzutage“ hip zu sein schein (ich bin ja langsam auch nicht mehr die Jüngste) und zur Aggressionsabbau führen kann 🙂

http://www.myvideo.de/watch/7096290/Lily_Allen_Fuck_You

Ich was nicht, was ich wirklich von dem Lied halten soll, aber irgendwie gefällt mir der Rhythmus.
http://youtu.be/fkMg_X9lHMc

Ein weiterer Song, der dieser Tag zu Aggressionsabbau in meinen Gehörgängen führt ist:
https://www.youtube.com/watch?v=0uVNBMnG-Ug

Und es passt zu einem Jugend-hit von Einstmals
http://www.tape.tv/deichkind/videos/remmidemmi

Um das ganze desaströse Bild von Pornografie und dem Verfall der Werte, die vor 40 Jahren noch herrschten zu vervollständigen, hier eine Aufnahme aus dem Einkaufszentrum gestern 🙂
Diese erwähne ich ganz wertfrei- es überrascht mich lediglich, wie die Grenzen von Musik und Kultur in der Gesellschaft langsam verschwimmen und frühere Ordnungsprinzipien und Wertnormen mitreißen.
Wir werden sehen, was in 10 Jahren daraus geworden ist 🙂

Im Einkauscenter, noch ohne Ladenbeschreibung. Links davon ein Frisör, nechts davon ein Klamottengeschäft. Gegenüber eine Eisdiele..

Im Einkaufscenter, noch ohne Ladenbeschreibung. Links davon ein Frisör, rechts davon ein Klamottengeschäft. Gegenüber eine Eisdiele..

 

Unsinn?

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Wo fange ich an?
Es ist so viel passiert. Ich kann ja nicht alles auf einmal beschreiben..

Das akut Bedeutungsschwerste also heute vielleicht zu Beginn.
Ich habe nämlich heute zwei Leitz-Ordner Master-Studiumhinter mir gelassen und insbesondere einen 6cm hohen Stapel Lernstoff absolviert und klopfe mir daher kräftig selbst auf die Schulter.
Nach der teils dramatischen Anspannung der letzten Wochen, die mittlerweile schon somatische Symptomstärke angenommen hatte, war mein restlicher Tag dem Entspannen, Ausspannen und Treiben lassen gewidmet. Überraschender Besuch mit Kuchen kam vorbei und modellierte diesen Tag meiner letzten Uni-Prüfung vor der M.A.-Arbeit fast feierlich zu einem Tag der Wendung. Des Rückblicks auf zwei Jahre Masterstudium, eine erfolgreiche Studienbilanz und der Gewissheit: Engel kommen, wenn und als was man sie am allerwenigsten erwartet.
In meiner Abschlussprüfung setzte ich mich mit dem Thema „Tod und Sterben“ auseinander und der Frage nach der Sinnhaftigkeit in der Existenzkrise. In einem spannenden Fachbuch namens „Existenzielle Psychotherapie“ nach Irvin Yalom fand ich viele Antworten auf nie gestellte Fragen. Zum Beispiel, dass Sinnkrisen Neurosen zu heilen imstande sind. Da sie das Existenzial des Menschen in Frage stellen und die Relation von Mensch und belebter Umwelt auf den Kopf stellen. Dass der Sinn im Menschen dadurch aufgebaut werden kann, indem er sich ins Engagement begibt. Und dass nur die wahrhaftig erfahrene Gefahr des eigenen Lebens eine derart tiefe Wandlung herbeizuführen vermag, zu der man kognitiv oder imaginär nie imstande wäre, da derlei Ängste von der Persönlichkeit als zu bedrohlich deklariert und versteckt werden.
Die Konsequenz, die sich aus dieser Erfahrung ergibt kann negativ oder positiv bewertet werden. Eine typische Glas halbvoll/halbleer-Problematik.
Ich habe mich für einen positiven Weg entscheiden. Auch wenn mein Weg sicherlich über mehr Abgründe, Hängebrücken und durch die Tiefen eines Urwalds führt, wird am Ende eine sonnige Lichtung zum Ausruhen auf mich warten.
Ich bin den anderen Weg nie gegangen. Dennoch glaube ich, dass er mich nicht über Abgründe und durch tiefes Geröll geführt hätte – Nicht durch den Dschungel, nicht über Hängebrücken – Dafür ohne Blumen. Ohne Schatten. Licht.

Der ehemalige amerikanische Senator Richard Neuberger erkennt im Angesicht seines nahenden Todes, die Chancen auf eine lebendige, wahrhaftige Begegnung mit dem Leben oftmals nicht ergriffen zu haben: „Zum ersten Mal begriff ich, dass ich sterblich bin“.
Ich vermute, diese Ansicht hat ihn im Inneren sehr friedlich gestimmt – Er konnte aufhören gegen eine übermächtige Tatsache anzukämpfen, vor der sich die Mehrzahl unserer Bevölkerung zu schützen versucht. Vielleicht war ein Großteil seinen Gelegenheiten verstrichen, doch für die kleinen guten Dinge des Lebens fand er hoffentlich noch Zeit. Kontextbezogen finde ich es richtig, Überlebenssinn zu Hegen und zu Pflegen, wo es nur geht- bis in die letzte Minute hinein,. Wenn´s sein muss. Doch „ohne Sinn“ und Verstand am Leben zu klammern wie ein ängstliches Äfflein ist in meinen Augen eine unbefriedigende Verschwendung von ohnehin schon reduzierter Lebenszeit.
Raus zu gehen, seine Fähigkeiten, Gaben und Segnungen einzusetzen – die Menschen damit zu beschenken. Nichts zu erwarten und dabei Sinn und Zufriedenheit zu empfinden. Ohne Entbehrungen – das wäre in meinen Augen das große sinnhafte Ideal meines Daseins.
Und damit komme ich zum Schluss dieses akademischen Exkurses, denn Irving Yalom sagte auch: Die größte Sinnkrise entsteht aus der Erkenntnis, seinen Lebenssinn bereits erfüllt und belebt zu haben.
Da mein Sinn ein Ideal ist, das ich persönlich also niemals erreichen kann, bin ich trotzdem froh etwas gefunden zu haben, das meinem Dasein einen roten Faden verleiht.

„Jedes Leben hat sein Maß an Leid. Manchmal bewirkt eben dieses unser Erwachen“. (Buddha)

Eine weitere Entdeckung der vergangenen Wochen, um nun ein profaneres Thema anzuschneiden, sind Chia-Samen.
Die munteren Heilsamen der Maya, mit denen sie aufgrund ihres hohen Nährstoffgehalts angeblich einen Tag lang ohne Nahrung durch den Urwald rennen konnten, sind mein neues Lieblings-Nahrungsergänzungsmittel. Die einen nehmen es zum Abnehmen, die anderen zur Regulation ihres Insulins oder Cholesterinspiegels. Ich verwende es zur Regulation meiner Verdauung, die durch die giftige Medikation manchmal ganz aus dem Häuschen gerät. Seit ich jeden Morgen Chia-Samen konsumiere hat sich dieses Problem rasch erledigt. Der hohe Nährstoffgehalt spricht Bände; und noch sind die kleinen Keime noch nicht in aller Munde und verhältnismäßig günstig (250g für 5,15€ in unserer Bio-Kooperative).
Menschen mit hoher mundsensorischer Empfindsamkeit und einer Abneigung zu „schleimig“ rate ich jedoch zur Vorsicht, da Chia-Samen beim Aufweichen eine polysaccharide Ummantelung ausbilden (wie in Tomatenkernen) und entsprechend wabbelig sind. Im Müsli oder Orangensaft tritt dieses Phänomen allerdings in den Hintergrund.

Es ist mal wieder spät geworden. Ich schließe diesen Eintrag mit einen berührenden (wie ich finde) Remake von „Call on me“ von Eric Prydz (Achtung-in den Augen mancher möglicherweiserechts sexistisch- daher besser die Augenbinde parat halten 😉 )
Original:

Remake:

Ich mag die Message, die mir mitteilt: Auch Frauen mit Krebs können sexy, sportlich und fit sein.

Und zur Versöhnung noch ein nettes Liedchen zum trällern, während ihr euch auf zu eurer Sinnsuche macht – Travel safe!
„And, yes, it is true, death is everyone’s fate – But we’ve made it this far, it’s time to celebrate“
Zero7-Waiting to die

Namaste

 

Von Fußcremes und Irrenanstalt

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Heute ist wieder Sonntag. Da ich kein Internet in meiner Pension habe, komme ich leider erst jetzt dazu, den Eintrag hochzuladen, den ich letzen Sonntag verfasst habe- nicht, dass ihr euch wundert 🙂

Sonntag, der 23. Februar 2014

Seit so langem halte ich euch Blog-technisch auf dem Trockenen. Nun ist endlich mal wieder ein Post dran- auch wenn ich nicht weiß, wann ich ihn veröffentlichen kann, denn ich bin im Niemandsland stationiert. Besser gesagt: In einer Pension in Bad Kissingen im Praktikum, und hier schein das Internet im Gegensatz zu anderen Teilen der Republik noch so exklusiv zu sein, dass es weder in der Klinik, in der ich arbeite, noch in der Pension in der Wohnung, wo ich lebe, erreichbar ist. Ein Internetcafé habe ich auch noch nicht ausfindig gemacht, aber vielleicht Tut sich ja doch noch eine Quelle auf. Zur Not über einen Hotspot meines iPhones. Die mediale Wunderwelt ermöglicht ja so einige Möglichkeiten ..

Gerade sitze ich im IC von Mainz nach Würzburg und stelle fest, wie angenehm es ist, im Zug am Laptop zu schreiben.

Gerade kommt ein südeuropäisch aussehender Geschäftsmann am Frankfurter Flughafen ins kleine schummrige Abteil gepoltert Er fällt fast über den anderen Mitfahrer, der gerade dabei war, sein Gepäck für den nahenden Ausstieg vorzubereiten und bringt eine edle Schwade teuren Parfüms und einen vielsagenden Blick mit in unsere anonyme Gruppe. Ich versuche so professionell wie möglich im Schein meines Laptops herumzutippen und spiele insgeheim „busy Geschäftsfrau“. Dass die orangene Halsstulpe hinten noch eine Kapuze mit zwei Fuchsohren hat, weiß er ja nicht 😉 Aber gut, ich hab einen Beanie und Kopfhörer auf, ich bin auch keine busy Geschäftsfrau-  wieso der Stress? Wo war ich also?

Wie auch schon im vergangenen Jahr empfand ich das Ende des Semesters als ziemlich anstrengend. Die Luft ist dann bei allen raus und auch privat und sozial war einiges los.
Bei solchem Stress lässt der Körper auch nicht ganz auf sich warten. Seit Monaten nun schon äußert sich das in einer entzündeten Nase, wie während einem siechenden Schnupfen, nur zum Glück ohne ebendiesen. Aber in der ersten Woche meines Praktikums, wo ich mich nochmal ein bisschen verrückter gemacht habe, als sonst, nahm die Entzündung zu und der HNO-Arzt attestierte mir schon Herpes. Erst dieses Wochenende hat meine Mama nochmal für mich in dm-Drogerie-Gesundheitstinkturen, Cremes und Co investiert und so langsam hab ich das Gefühl, ich bin nach all dem Herpessalbe, Antibiotikacreme und Nasenhaare zupfen auf einem guten Weg. Das meine Medis die Schleimhäute austrocknen trägt mit Sicherheit sein Übriges dazu bei. Aber dazu habe ich eben eine ein ganz tolle Postkarte gefunden, die genau zu mir passt:

Alle sagten: „Das geht nicht“.
Dann kam eine, die wusste das nicht,
und hat´s einfach gemacht,

In diesem Sinne auch ein wertvoller, vor allem geldsparender Tipp zum Thema „Hand-Fuß-Syndrom“: Als mich im Dezember diese miese Nebenwirkung durch Xeloda auch heimsuchte, drückte mir mein netter Neurologe eine dicke Tube Mapisal in die Hand. Eine Salbe, die es drei Mal täglich aufzutragen gilt, die man ausschließlich auftragen soll, also nicht mit anderen Cremes ergänzen und die schlappe 135€ kostet. Eindeutig die Not der Leute ausgenutzt, denn man kann sie auch nicht auf Rezept bekommen, aber gut. Ich bekam die Tube zur Probe kostenlos von meinem Arzt und so probierte ich sie eben aus.
Zunächst fiel mir der unangenehme leicht säuerliche Geruch auf. Wenn ich das teure Zeug schon drei Mal täglich auftragen soll, sollte sie wenigstens etwas gut riechen. Dann ist sie leicht gebräunt, was weiße Bettwäsche zum Bespiel etwas eingewutzt. Geht zwar angeblich wieder raus, aber dennoch..
Nach drei Wochen war die Tube langsam alle und ich stieß auf ein anderes Produkt, dass es aber nicht als fertiges Produkt, sonders nur als Rezept für den Apotheker gibt. Ich fragte meinen weltbesten Apotheker von Welt, der mir versprach sich diesbezüglich mal schlau zu machen. Die Creme heißt Uridin-Creme. Er erklärte mir den Wirkmechanismus und stellte mir eine bestimmte Menge zu. Durch das Uridin ist die Creme nur geringfügig günstiger (wenn man keinen Rabatt von seinem weltbesten Apotheker bekommt), joch immerhin ist der Preis durch einen bestimmten teuren Wirkstoff erklärbar.
Die Mapisal musste ich durch die ebenfalls für die Hände großartig wirkenden Handcreme Eucerin pH5 ergänzen, sonst wären meine Füße wahrscheinlich trotz der teuren Salbe abgefallen. Die Uridin Creme ist jedoch auch alleine so reichhaltig, dann man nichts zusätzlich cremen muss und weder riecht sie seltsam, noch färbt sie ab, Sie ist günstiger. UND: Da es ein Apotheker-Produkt ist, steht der eigene Name auf der Cremedose 😀
Zweimal cremen am Tag muss man immer noch, aber das ist unter den oben genannten Bedingungen nicht mehr so schlimm 🙂

Nun ja, und nun sitze ich gleich wieder in meinem Pensions-Zimmerchen, das mehr hoch als breit ist und verbringe hier noch sieben wertvolle Wochen Praktikum als Ersatz für Semesterferien. Die erste Woche in der Psychosomatischen Klinik war alleine schon die 35Std/Wo ziemlich Kräfte zehrend, wie ich am Wochenende gemerkt habe. Aber nun starte ich erholt in eine neue Woche und habe euch endlich in Kenntnis gesetzt, was die tolle Uridin-Creme und die nicht so tolle Mapisal-Salbe abgeht 🙂

http://www.spiegel.de/spiegelwissen/meditieren-als-mittel-gegen-stress-angststoerungen-depressionen-a-937314.html

Ich wünsch euch alles Gute und sende liebe Grüße 🙂

http://www.spiegel.de/spiegelwissen/meditieren-als-mittel-gegen-stress-angststoerungen-depressionen-a-937314.html

Jünger wird man nicht..

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Als Frau Krebs zu haben, hat manchmal auch einen Vorteil. Zum Beispiel musste ich mir seit meiner Diagnose keine Bodylotion mehr kaufen.

Mein neues Hobby

Schmusen am Wegesrand

Und auch an anderer Stelle bekomme ich manchmal überraschend kleine Geschenke, die mir das Leben versüßen, vereinfachen oder einfach nur schöner machen. Danke an dieser Stelle 🙂
Als Beispiel nahm ich diese Woche an einem der bekannten (kostenfreien) DKMS-Schmink-Seminare teil.
Erst hatte ich Vorbehalte, mich dort anzumelden. Ich dachte, das kenn ich doch schon alles..
Doch eine Art Sozialassistenz bei meinem Onkologen empfahl mir den Kurs mit dem Tipp, da gäbe es immer was geschenkt. Von dem „Ausmaß war ich dann jedoch mehr als überrascht.

WG Revival-Tour mit Hipster-Felix

WG Revival-Tour mit Hipster-Felix

Zunächst einmal war der Schminkkurs super-nett geleitet. Es herrschte eine angenehme Atmosphäre, da alle mehr oder minder durch dasselbe Procedere gehen musste oder den Weg noch vor sich haben.
Das Geschenke-Angebot sprengt meine Vorstellungskraft. Ich bekam ein komplettes Pflege und Schmink-Sortiment hochrangiger Hersteller zur Verfügung gestellt und in dem dazu angeleiteten Schminkkurs lernte ich meine Haut zu pflegen und die Produkte so anzuwenden, das ich weder wie ein Mäuschen, noch wie ein Papagei aussah. Von der Reinigungsmilch über den blauen Lidschatten bis hin zum Lipgloss war alles dabei, sodass ich wirklich überrascht war, was man aus meinem altbekannten Gesicht noch allses so rausholen kann 🙂 Es hat sehr viel Spaß gemacht und obwohl ich mit dem ganzen Programm drei Mal mehr Zeit im Bad brauche, ist mir der Spaß am schön machen und das gute Gefühl, das damit einher geht, wert.
Infos über aktuellen Termine regionaler Seminare findet man entweder im Internet unter (http://www.dkms-life.de/programme-seminare/), bei der  „Breastcancer-Nurse“ oder an anderen Stellen, die Krebs-Patienten-relevante Flyer und Broschüren auslegen.

Diese geschminkte aber nicht gespielte Beschwingtheit begleitet mich bereits durch die ganze Woche- Meine letzte Ferienwoche.
Ich machte viel Einiges aber ein bisschen Nichts; Baumelte seelenruhig in Raum und Zeit, bereits mit Strickzeug und einem Bett in der Nähe zufrieden. Und nun habe ich auch den Grund für mein, für eine 29-jährige Frau noch etwa untypisches Verhalten, gefunden:
Denn gestern erhielt ich es schwarz auf weiß: Ich bin nun Rentnerin!
Von nun an also mehr Kuschelecken,  mehr Gemütlichkeit, noch mehr Stricken und noch mehr Abenteuer! Jippie!
Das man auch als „in die Jahre gekommene“ Rentnerin noch nicht zum alten Eisen gehört möchte ich euch mit meinem Foto aus der Passbild meets IKEA-Decke  beweisen.

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Übrigens möchte ich mal ein sich scheinbar noch immer standhaft haltenden Gerücht ansprechen:
Traubensilberkerze, besser bekannt unter dem Handelsnamen Remifemin®, das zur Behandlung von Wechseljahrs Beschwerden anwendet wird, wirke möglicherweise triggernd auf Hormon-Rezeptor positive Tumoren.
Die Nebenwirkungen der Antihormontherapie zwingen so viele Frauen in die Knie und bewegen sie dazu, die Tamoxifen-Tabletten abzusetzen. Tamoxifen ist jedoch eine wichtige Säule in der Nachsorge und sollte die angegebenen fünf Jahre genommen werden. Wo es Nebenwirkungen zu vermeiden gibt, kann man intervenieren- Traubensilberkerze ist so eine Möglichkeit.
Ich nehme Remifemin® seit 1,5 Jahren, erst zwei- nun nur noch eine Tablette (weil ich fest gestellt habe, dass ich selbst bei sportlicher Betätigung nie ins Schwitzen gekommen bin und mir stattdessen dauernd kalt war- selbst im Sommer). Seitdem genieße ich die kleinen Hitzewellen als willkommene Heizung in meinem sonst so unterkühlten Organismus.

Mein neues Hobby

Mein neues Hobby

„Es gibt mindestens ein Präparat (Remifemin®), das nachweislich keine Stimulation oder östrogenähnliche Wirkung entfaltet. Die positive Wirkung gegen Hitzewallungen erfolgt offensichtlich über andere Mechanismen durch die direkte Einwirkung von Botenstoffen im Gehirn im Bereich des Temperaturregulationszentrums. Für Präparate anderer Firmen liegen keine entsprechenden Dokumentationen vor.“ (Quelle: http://www.natur-heil-verfahren.de/pflanzliche-hormone/).

"Alice" und die Grinsekatze??

„Alice“ und die Grinsekatze??

Wenn man damit ein komisches Gefühl verbindet, sollte man von der Einnahme vielleicht weiterhin absehen, aber allen anderen kann ich ruhigen Gewissens zu Remifemin® raten Und nein: Ich habe keinen Werbevertrag unterzeichnet! 😉 Aber ich kenne eben auch die andere Seite, mit ständigen Hitzewallungen -und das ist reine, unkontrollierte Folter.
In diesem Sinne: Bleibt kuhl und haltet euch schön warm.

Seid von Herzen umarmt
Eure Mari

Abgedroschen aber wahr

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„Wenn das Leben dir Zitronen gibt, mach Limonade draus.“

(Virginia Woolf)

Vor allem, wenn so einen witzen Zitronenfreund aus Sardienen trifft, wie ich letzte Woche, bei meiner Freundin im Garten zum Knobidip essen und über das Leben philosophieren.

Schön war das, Anna 🙂

Die Zunge wie unter einer Nähmaschine

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Die letzte Chemo, in ihren Nebenwirkungen zum Glück nicht so massiv, wie vie vorherige, hat mir meine Mundschleimhaut, insbesondere meine Zunge jedoch ziemlich kaputt gemacht.
Von Mal zu Mal konnte ich in den vergangenen Tagen weniger Dinge essen, die durch ihre mechanische Reibung unerträgliche Schmerzen auf der Zunge bereitet. Vor allem daserade in dieser Zeit regelmäßig einzuhaltende Zähneputzen nach den Mahlzeiten ist eine Tortur..
Seit zwei Tagen esse ich daher hauptsächlich pürrierte Gemüsesuppe, das klappt ganz gut und ich merke, dass sich die Empfindsamkeit seit heute langsam aber stetig verringert. Soweit ich bisher dazu lesen konnte, kann man gegen die Schädigung nichts tun, da die Schleimhautzellen zu den sich schnell teilenden Zellen gehören, die mit der Chemo zerstört werden. Doch man kann wirkungsvoll dagegen angehen, dass es nicht noch schlimmer kommt. Hier einige Tipps:

Damit sich eine solche kaputte Mundschleimhaut nicht entzündet oder Pilzen (Mundsoor) anheimfällt, habe ich im Krankenhaus eine spezielle Mundspüllösung bekommen.
Diese Lösung Glandomed, ohne Alkohol und Menthol, soll mehrmal täglich nach dem Zähneputzen für einige Minuten angewendet werden. Sie fühlt sich nach dem unangenehmen Zähneputzen angenehm lindernd an und verhindert Entzündungen und Aphten im Mundraum. Leider ist sie nicht gerade billig (500ml zu knapp 14€), doch da ich Mundspülungen unverzichtbar finde und wegen des enthaltenen Alkohols und ätherische Ölen, nichts anderes zur Zeit angwenden kann, ist es mir diese Investition wert.
Zusätzlich wurde mir im Krankenhaus empfohlen, nachd em Mundspülen prophylaktisch Ampho-Moronal Suspension einzunehmen, damit sich erst gar kein Pilz ansiedeln kann. Die Lösung ist viel angenehmer als die Lutschtabletten mit demselben Namen und schmeckt nicht so schlecht (Geschmack erinnert leicht an Himbeere), doch komme ich bisher auch ohne zurecht und lasse diese Behandlung daher aus. Wenn man jedoch zu Mundsoor neigt, ist es sicherlich klug, die Suspension prophylaktisch zu nehmen, als hinterher die Soorgeschichte behandeln zu müssen.
Als drittes „Pflaster“gab man mir im Krankenhaus noch Bepanthen-Lösung, zur Anwendung im Mund. Zum Spülen und betupfen. Auch die gibt es, wie die anderen beiden Artik zuvor auch, in der Apotheke. Mir persönlich hat dieses Mittel noch nicht viel geholfen, doch eine Freundin, die ihre Chemo bereits hinter sich hat, ist begeistert von der Lösung. Ich denke, dass auch hier wieder mehr Wirkung zu erwarten ist, wenn man offene Stellen und Entzündungen hat, als „nur“ chemo bedingte Schleimhautreduktion. Und ein Strohhalm ist es allemal, denn was beim einen nicht wirkt, tuts beim anderen eben manchmal doch.

Zum Spülen ist auch der bereits im vorherigen Post genannter „Spültee“ gut geeignet (vor allem billiger). Er desinfiziert und hilft beim Heilen. Ich persönlich war unter meinem alten Chemo-medikament auch sehr begeistert vond em Tee. Mit meiner neuen Giftmischung, mag ich jedoch das Thymiangeschmack, ganz im Gegensatz zu vorher, nicht mehr gerne. Aber ich trinke den Tee eben auch immer. Nur zum Spülen könnte ich ihn daher auch wieder verwenden.

In letzter Zeit höre ich immer wieder über die positive Wirkung von gefrorenen Ananas-Stückchen oder gefrorenen Saftkugeln aus Ananas. Beim Lutschen soll sich durch die Enzyme in der Ananas wohl eine heiltuende Wirkung einstellen. Ich gebe diesen Tipp gern so weiter. Mir persönlich war in den letzten Tagen jedoch nicht danach, Ananas an meine empfindliche Mundschleimhaut zu lassen. Wer sich dennoch traut, es auszuprobieren, ich bin gespannt auf die Wirkung 🙂

Mein letzten Tipp zum Thema kaputte Mundschleimhaut scheint mir persönlich der wichtigste:
Sei geduldig mit dir und deinem Körper. Und vor allem, sei gerade in dieser schwierigen Zeit, durch die  dein Geist und dein Körper gehen muss, liebevoll und aufmerksam zu dir selbst.

Gute Besserung!