Archiv der Kategorie: Waffen im Kampf gegen die Krebszellen

Was ist nochmal, „wenn man trotzdem lacht“?

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Ich schreibe das zwar oft, aber ich bin heute sehr zufrieden mit mir, mal wieder etwas zu schreiben. Ich bin nämlich momentan etwas träge.
Ich liebe mein Bett und meine Couch. „Draußen“ verliert an Attraktivität und meine Wohnung wird zu meinem gemütlichen Raumschiff mit Kochgelegenheit, Nasszelle und Bick nach draußen. Ach, und Einkaufsgelegenheiten in der Nähe. Ein perfekter Ort zum Urlaub machen würde man denken, nur dass die Heizkosten ziemlich teuer sind. Naja..
Ich bin zwar des Öfteren draußen und ich muss einmal am Tag an die frische Luft, aber zu Hause ist es schön, geschützt und warm. Auch wenn mir selbst das ausreden würde, denn ein Krebs-Patient lebt ja mit Bewegung besser- lese ich immer wieder- Stimmt vielleicht auch. Nicht, dass mir das nichts wert wäre, aber bevor ich raus gehe und denke: Wärst du mal besser zu Hause geblieben, bleib ich manchmal wirklich lieber daheim und ärgere mich danach über mich.
Vor einiger Zeit bekam ich das Angebot, auf meinen Blog zwei aktuelle Bücher aus dem humboldt-Verlag zum Thema Krebs und dem Umgang damit, vorzustellen.
Beide Bücher sind für mich tolle Nachschlagewerke, also Bücher, die man nicht erst viel durchlesen muss, aber es bestimmt möchte, denn die behandelten Themen sind interessant. Und beide Bücher ziehen an einem Strang denn beide sind sehr gute Begleiter in der Krebszeit.
naturhrilk-buch

Das eine Buch befasst sich mit „Naturheilkunde bei Krebs“- so auch der Name.
Toll gegliedert, mit ausführlichem Befassen in das Thematik „Naturheilkunde und Krebs“ und umfassende Behandlung mit dem Thema „Krebs und Naturheilkunde“.

krebsiatwennmantrotzdemlacht

 

 

Das andere Buch schob ich wegen seines saloppen Titels erst etwas von mir fort. „Krebs ist, wenn man trotzdem lacht“ stellte sich jedoch als sehr lesenswert heraus, ohne zu viel auf die Tränendrüse zu drücken oder das Thema „Leben mit Krebs“ zu verharmlosen. Mit vielen eigens erlebten und ohne gute Ratschläge ist die *Autorin in dem Buch präsent.

 

 

Hier noch ein Song samt Video den ich momentan wegen seines Inhalts sehr schätze.

Ain’t No Reason

There ain’t no reason things are this way
It’s how they’ve always been and they intend to stay
I can’t explain why we live this way
We do it every day

Preachers on the podiums speaking of saints
Prophets on the sidewalk begging for change
Old ladies laughing from the fire escape
Cursing my name

I got a basket full of lemons and they all taste the same
A window and a pigeon with a broken wing
You could spend your whole life working for something
Just to have it taken away

People walk around pushing back their debts
Wearing paychecks like necklaces and bracelets
Talking about nothing, not thinking ‚bout death
Every little heartbeat, every little breath

People walk a tight rope on a razors edge
Carrying their hurt and hatred and weapons
It could be a bomb, or a bullet or a pen
Or thought, or a word or a sentence

There ain’t no reason things are this way
It’s how they’ve always been and they intend to stay
I don’t know why I say the things I say
But I say them anyway

But love will come, set me free
Love will come, set me free, I do believe
Love will come, set me free, I know it will
Love will come, set me free, yes

Prison walls still standing tall
Some things never change at all
Keep on building prisons, gonna fill them all
Keep on building bombs, gonna drop them all

The wind blows wild and I may move
The politicians lie and I am not a fool
You don’t need no razor or a three piece suit
To argue the truth

They air on my skin in the world under my toes
Slavery stitched to the fabric of my clothes
Chaos and commotion wherever I go
Love I try to follow

Love will come, set me free
Love will come, set me free, I do believe
Love will come, set me free, I know it will
Love will come, set me free, yes

There ain’t no reason things are this way
It’s how they’ve always been and they intend to stay
I can’t explain why we live this way
We do it every day

 

Warmes Licht durchfließt meine Seele

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Ich habe eine wunderbare Doku über Meditation und Achtsamkeit auf arte gesehen siehe Link unten).
Ich habe selbst zwei Mal das Dasein in völliger  Meditation und umfassender Achtsamkeit in  einem Vipassana-Seminar erleben dürfen. Ich gehe fest davon aus, dass diese positive Einstellung zu sich und anderen Wesen, heilend auf die Wahrnehmung des Lebens wirken kann. Vor allem auf das Finden des individuellen Glücks- ohne dabei narzisstisch zu werden.
Namaste

http://www.arte.tv/de/videos/051656-000-A/die-revolution-der-selbstlosen

Die Botschaft der Liebe

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Liebe Grüße zum 3. Advent. Noch ist nicht Weihnachten, jedoch..
..ich möchte heute über ein Geschenk schreiben. Ein Geschenk, das mir bisher sehr geholfen hat. Sowohl in der Zeit als „gesunde“ junge Frau, als auch in der Krebs-Epoche (die weiterhin andauert), bis in mein heutiges Privatleben mit seinen weltlichen Problemen hinein.
I
Ich möchte noch klar stellen, dass alle hier geschrieben Erlebnisse und Erkenntnisse auf meinen (der Verfasserin) eigenen Erfahrungen basieren und ich keine Gültigkeit für alle Menschen beschreibe. Sie gelten als komplementär und sind kein Ersatz zu schulmedizinischen Therapien. Im Zweifel ist Ihr Arzt der Ansprechpartner- nicht ihr Heiltherapeut.

Ich glaube (in meinem Fall) an eine Art „Krebs-Persönlichkeit“.
Wenn mich Menschen dazu fragen fällt es mir jedoch schwer zu erklären und klar zu machen warum ich daran glaube. Und in ihrer Gänze finde ich, trifft sie ja auch nicht ganz auf mich zu.
Da der Charakterform der „Krebs-Persönlichkeit“ die wissenschaftliche Grundlage fehlt, wurde die These ohne empirisches Beweisgut in die spirituellen Ecke gestellt.
Dennoch verließ mich nie das Gefühl, dass der Krebs in einer Erkrankung Körper, Geist, und Seele vereinigt.

Seit Beginn meiner „Gesundheits-Geschichte“ führe ich einen Krebs-Ordner mit allerhand Infos zur Abhilfe bei Beschwerden, Broschüren und Ernährungstipps sowie soziale Unterstützung. Vor kurzem mistete ich diesen Ordner aus und legte mir interessante Artikel zum Lesen heraus.
Heute habe ich mich dem kleinen Stapel gewidmet.
Ich habe Informationen der GfBK (Gesellschaft für biologische Krebsabwehr – Verantwortlich für den Inhalt war 2013 Dr. György Irmey) zu Themen der alternativen Therapien und der Visualisierung gelesen.
Über das Informationsblatt zum Thema Visualisierung möchte ich dieses Mal schreiben.

Mir war es bereits vor der Krebs-Diagnose ein Anliegen zu Meditieren. So war es schon vorher ein Ratschlag von mir gewesen, Meditation bei Verhaltensauffälligkeiten, Krankheit und Erschöpfungszuständen in Betracht zu ziehen.
Auch am Anfang meiner weiterhin andauernden Krebs-Behandlung begegnete mir die Praxis der Meditation immer wieder und da ich schon zuvor den positiven Effekt des “Sitzens“ erlebte, meditierte ich während der Chemotherapie und danach, mit zumindest geistigem Erfolg.
Wie mein Verlauf ohne diese Einkehr gewesen wäre, kann ich natürlich nicht sagen. Jedoch habe ich die Begleiterscheinungen und -Symptome der Chemo und Strahlentherapie, der medikamentösen und sonstigen Therapie im Rahmen der Krebs-Behandlung nicht mehr sehr negativ oder schmerzhaft in Erinnerung.
Immer wieder lese ich über die positive Auswirkung von Visualisierung bei Krebs. Visualisierung gleicht nicht dem Meditieren, weil es subjekt- und objektbezogen ist, trotzdem vereinigt die Visualisierung Elemente der Progressiven Muskelentspannung, des Body-Scans und der geführten Aufmerksamkeit.
Die inneren Selbstheilungskräfte zu stärken, steckt hinter der Praktik der Visualisierung. Das erstes Buch, das ich zu dem Kontext gelesen hatte, hieß:“Wieder gesund werden- eine Anleitung zur Aktivierung der Selbstheilungskräfte für Krebspatienten und ihre Angehörigen“. Das Lesen und die dazu gehörende Visualisierungs-Übung auf der beigefügten Audio-CD taten mir persönlich sehr gut. Auch wenn ich die Übungen nur abends zum Einschlafen im Bett hörte, half sie mir zu entspannen und mein tiefes Bewusstsein hat sicher noch zugehört, während ich schon selig schlummerte.

Das, was ich aus  dem GfBK-Beitrag zu Visualisierung herauslas, ging nicht um jene „Krebs-Persönlichkeit“, sondern um die Eigenschaft und den Charakterzug die schwierigen Momente und Situationen trotz allem mit Sinn und Hoffnung zu füllen. Ich rede nicht nur von Glauben in eine Heilung, aber die Fähigkeit, auch das Gute im Schlechten zu sehen.
Als ich vor einigen Jahren, vor meiner Diagnose, für ein Jahr nach Neuseeland geflogen bin, bekam ich ein Zitat von Goethe geschenkt:
„Alles geben die Götter, die unendlichen,

Ihren Lieblingen ganz,

Alle Freuden, die unendlichen,

Alle Schmerzen, die unendlichen, ganz.

So mag ich den Göttern, den unendlichen, vielleicht ausgeliefert sein. Da ich jedoch der Überzeugung bin, zu ihren Lieblingen zu gehören, ereilt mich zwar sowohl der Schmerz, als bald darauf auch das Glück.   Und ich glaube fest daran, dass jeder ein Liebling der Götter ist!
Manche nennen es Resilienz. Ich möchte es dennoch „Den Glauben an das Sinnvolle“ nennen. Wenn ich meinen Krebs als Ganzes betrachte und hinter all dem Schlimmen, dem Schmerzhaften, das Gute, Leuchtende sehe, geht es mir besser. Die Einkehr in die Stille, in meinen eigenen Erlebens-Raum, in dem ich Meditation und Visualisierung finde, hilft mir, diese innere Eigenschaft zu erhalten. Somit mache ich meine Zuversicht zu meiner Persönlichkeit und kann die Krebs-Persönlichkeit“ als ehemaligen Hinweis auf mein ungesundes Verhalten akzeptieren und mir für das „Früher“ verzeihen.

Dieser Tage habe ich den Anschein, Meditation, Visualisierung und das Prinzip der Achtsamkeit seien in Form von Kursen, Büchern und Anleitungen Allgegenwärtig.
Mich hat es bis hierhin begleitet und es tat mir stets gut, in diese Praxis zu vertrauen.
Die Übungen vollführen vielleicht keine Wunder, jedoch sind sie mir willkommen in Zeiten des Umbruches, geben mir Hoffnung, Zuversicht und Glauben daran, dass ich Selbst wieder Herrin im eigenen (Körper-)Haus bin. Und darauf kann ich aufbauen. Das wünsche ich euch auch.

Liebe und fröhliche Grüße zum 3. Advent

 

Tipps

Literatur und CDs:

  • C. Simonton,S. Matthews-Simonton, J.Craighton: Wieder gesund werden – eine Anleitung zur Aktivierung der Selbstheilungskräfte für Krebspatienten und ihre Angehörigen. Mit Audio-CD
  • J. Kabat-Zinn: Gesund durch Meditation
  • J. Faulstich: Das Geheimnis der Heilung
  • H. Banzhaf: Meditieren heilt – Vorbeugen und gesund werden durch Achtsamkeit
  • Anselm Grün

Adressen:

  • Gesellschaft für biologische Krebsabwehr
  • E. Beitel: Bochumergesundheitstraining.de

Vogelgezwischer- so ein wundervolles Geräusch

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noch mit einer schönen Geschichtem

Guten Morgen

So, es gibt mich noch.
Ich bin nach langen Monaten von Freud und Leid wieder aus meinem gemütlichen Mäuseloch geklettert,um euch ein Lebenszeichen und ein Geschichte mitzubringen.

Mein Blobeitrag-Rhythmus lag die letzte Zeit ungefähr bei einem Beitrag pro Monat. Doch der letzte Beitrag war im Januar. Seitdem saß ich relativ munter in meinem Mäuseloch und habe versucht, Farben und Geschichten für den kalten Winter zu sammeln. Fast wie Frederick, die Maus.

Ich bin im Frühjahr umgezogen und habe das Leben in einer Zwischenmiet-WG umgetauscht gegen eine Ein-Zimmer-Wohnung. Das Suchen einer Behausung jedweder Art in Darmstadt war, wenn man nicht zu den Studenten gehört und älter als 26 Jahre ist, milde gesagt schwer.
Es brauchte mehrere Wochen ehe der Umzug, Einzug, Packen, Auspacken und neue Möbel aufstellen erledigt waren. Gut, dass meine Eltern mir dabei helfen konnten. Sie übernahmen sogar einen großen Teil. Alleine hätte ich das niemals geschafft. Vielen Dank 🙂

Während des Umzugs traten die, durch meine Erkrankung bestehenden Defizite, erst voll in mein Bewusstsein. Seitdem ist das Hin und Her zwischen Ärzten, Arbeit und Erschöpfung auch für mich spürbar. Was schön werden sollte ist für zu Zeit sehr schwer auszuhalten. Man will mir helfen, ist mir gut zugetan, doch das ständige Auseinandersetzen mit meinem Krebs, der Epilepsie, meine Nicht-Können und meinen Fähigkeit setzt mich unter sehr viel Druck. Die Epilepsie ist häufiger gekommen, mein Mut weniger und ein Loslassen der Schnur käme einer Kapitalulation mit vielen negativen Auswirkungen gleich. Regeln und Gesetze sind für junge Krebs-Kranke wohl nicht gemacht. Die Bürokratie lässt ihre Paragraphen regnen, zu denen man scheinbar eine Fachfrau/Mann braucht. Ob erkrankt oder nicht.
Traurig genug. Es wird weiter geschwommen und zwar mit dem Kopf erhoben über dem Wasser-auch wenn ich mich manchmal untergetauscht fühle. Ich gebe die Schnur nicht frei. Aussicht auf Leben, Freunde und Arbeiten hält mich am Leben.

Leute in Darmstadt kennen zu lernen fällt mir weiterhin nicht ganz so einfach. Tanz- Ernährungs und Jonglage-Gruppen sind nach der Arbeit durch meine Müdigkeit durch die Epilepsie-Medis kaum drin. Ich müsste michöfter vor die Tür setzen, noch ehe der Herbst kommt. Doch woher weiß ich was mein Körper braucht, wenn das inne Bedürfnis (vielleicht auch der Schweinehund) sagt: „Ich will hier liegen bleiben und schlafen“? 😉 Nicht ganz einfach zu unterscheiden. Wenn sich jemand hier angesprochen fühlt, sich mit mir zu treffen, nur zu!! Ich lade gerne mal jemanden zu mir ein, oder gehe ein Heißgetränk trinken.

Fernab dessen geht es mir sehr gut. Ich habe tolle Eltern, eine liebe Familie, einen Freund, Freunde (wenn auch nicht viele in Darmstadt), ein Dach über dem Kopf und genügend Geld für meinen Lebensunterhalt. Dazu zwei gesunde Füße; Das haben viele Menschen nicht.

Zudem habe ich ein bisschen was im Köpfchen, nicht nur Metastasen. Ich freue mich, dass ihr meinen Eintrag gelesen habt. Ich versorge euch nun noch mit einer schönen Geschichte, fast wie ein Märchen. Jeder glaubt keine Flügel zu haben-Nicht fliegen zu können. Doch wir haben sehr viel zu geben.

Alles Liebe, ganz viel Gesundheit, Gesundung und Lebensfreunde!

 

 

 

Hipp, Hipp, Hurra!

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Am Schreibtisch scheint mir die dicke, warme Sonne ins Gesicht und begleitet mich in den Feierabend. Die Erkältungszeit ist vorüber, in Marburg strotzt die Oberstadt nur so vor leicht betrunkenen Erstsemester-Studenten, die Trink-Spiele in der Fußgängerzone veranstalten. Die Außenterassen der Cafés sind voll und die Sonnenbrillen sind endlich wieder im Einsatz.
Drei-ein-halb Jahre nach dem Ausbruch der Revolte in meinem Körper kann ich endlich wieder ohne Mütze in die Sonne gehen, ohne Halbglatze und voller Vorfreude und Erwartung auf einen beginnenden Sommer.

p1Mein „Post-graduierten-depressions-Loch hinter mir lassend habe ich mich in Näharbeiten von Stofftierenverstrickt, mich optimistisch in einem Fitness-Studio angemeldet und erstelle mir durch das Praktikum bis Pfingsten wieder einen geregelten Tagesablauf, der mich Tag für Tag an sinnvolle Dinge erinnert, die es zu tun gilt. Nach dem Praktikum kann ich hoffentlich zeitig ins Arbeitsleben eintreten. Ein relativ neuer Schritt in meinem Leben und ein spannender obendrein! Ich habe das Essen von Fleisch und das Trinken von Milch abgelegt und arbeite noch an der Entsagung von Butter, Joghurt und anderen Milchprodukten, die mich auf meinem frischen Weg gesundheitlich aufhalten könnten.
Ebenfalls das erste Mal seit über drei Jahren bekomme ich nicht mehr wöchentlich Post von Ämtern, Ärzten, Kliniken und Behörden. Das sehe ich als gutes Zeichen. Ich bin wieder da. stärker und kurzhaariger als zuvor. Einen Rucksack voller Vorfreude auf eine neue spannende Zeit in meinem Leben.
Und anstatt der bisherigen Ärzte, die mein Leben begleitet haben, wühle ich nun wieder in der Vergangenheit und stoße auf andere Ärzte, die unser Leben auch verbessern können.

Damit wünsche ich euch schöne warme Sonnentag und viel Gesundheit in jede Ecke!!

„Die Milch machts“

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Zwei Wochen ohne meine heißgeliebte Masterarbeit gingen ins Land und ich kam ohne sie mal mehr oder weniger gut zurecht. Da an jedes Tal auch wieder ein hoch anschließt, habe ich nach seit schlafreichen Tagen und Nächten, ohne die Aussicht jemals wieder wach und fit zu werden, wieder mein Selbstbewusstsein und meine Eigenaktivität gefunden.
Ich habe mich in einem Frauenfitnessstudio angemeldet, nachdem mein Körper sich immer mehr der Schwerkraft ergeben hat. Ich habe durch eine kompetente Beratung vor Ort meine Ernährung überdacht und werde neben mindestens zwei Mal Sport pro Woche in Zukunft Fleisch, Ei- und Milchfrei leben. Ich möchte mich nicht diesem Etikett Veganismus unterwerfen. Mein neues Label soll „Eigenverantwortliche Ernährungsform“ lauten, welche mir erlaubt, hier und dort Ausnahmen vorzunehmen, wenn ich das für sinnvoll halte. Die Doktrin einer kompletten Ernährungsumstellung, die mir Käse, Quark und Honig ohne Ausnahme verbieten würde, könnte ich ohnehin nicht Stand halten.  Aber aus Gesundheitsgründen auf die hormonbelastete, säuernde und tierunwürdige Herstellung bestimmter tierischer Speisen zu verzichten, scheint mir für in meinem Fall nun sinnvoll und praktikabel. Ich suche nur noch nach einer Käsesorte oder einen Hersteller, der einen Käse produziert, den ich dennoch ohne großes schlechtes Gewissen verspeisen kann, denn so ein bisschen Käse hier und da ist schon eine feine Sache. Eventuell wäre Rohmilchkäse eine Alternative. Wer mir diesbezüglich Ratschläge geben kann, ist herzlich willkommen.
Die Auseinandersetzung mit Mich-ja/nein wurde mir bereits zu Beginn meiner Brustkrebserkrankung nahegelegt. In dieser Zeit war mein Leben noch voller Anforderungen, Pflichten, Ängste und Verzichte durch die Therapie und die Nebenwirkungen. Nun, drei-einhalb Jahre später und zwei Studienabschlüsse später bin ich offen für einen Lebenswandel, der mir nicht nur mehr Selbstvertrauen, sondern auch mehr Respekt vor mir selbst zurück geben soll. Wie oft habe ich im Leben schon mit dem Gefühl gehadert, zu wenig zu können, zu wenig zu unternehmen und dadurch zu wenig „wert“ zu sein.. Nicht, dass mich eine Ernährungsumstellung zu einem besseren Menschen macht, aber die Empfehlungen und Ratschläge von Ernährungswissenschaftlern ernst zu nehmen und an mir, in meinem Leben anzuwenden, erscheint mir konsequenter, als auf einen guten Ausgang meiner Erkrankung zu haben und im Stillen kaum etwas dagegen zu unternehmen!

Aus diesem Grund habe ich mich im Internet informiert, um dem Mythos der bösen Mär von der Milch auf den Grund zu gehen. Es gibt sicher Tage, an denen man mehr oder weniger offen für derlei Informationen ist, die einem das Leben verbessern sollen, ohne dabei auf den ersten Blick besonders angenehm zu sein. Heute ist so ein Tag und nachdem ich ein bisschen recherchiert und mich informiert habe, möchte ich euch drei Seiten vorstellen, die aus wissenschaftlicher Sicht beleuchten, was Milchkonsum in der heutigen Industriegesellschaft bedeutet und wieso es sinnvoll ist, unsere gewonnenen Erkenntnisse zu globalem Milchkonsum und seine Resultate zu beleuchten.

http://www.zentrum-der-gesundheit.de/milch-krankheiten-ia.html

http://www.zentrum-der-gesundheit.de/milch-krebs-ia.html

http://www.zentrum-der-gesundheit.de/milch.html

Nachtrag: Eine stets ausmerksame Freundin hat mich noch einmal darauf aufmerksam gemacht, dass „Zentrum der Gesundheit“ nicht die verlässlichste Quelle zur Information zu Gesundheutsthemen darstellt (http://solean.blog.de/2014/08/21/problematik-gesundheitsseiten-internet-beispiel-zentrum-gesundheit-19215858/). Ich möchte alle InteressentInnen auffordern, die dort gegebenen Mitteilungen nach dem eigenen Gefühl zu bewerten und als für sich zutreffend oder falsch zu bewerten und auf weitere Informationsquellen (z.B. Biokrebs siehe unten) zurückzugreifen

In diesen Artikeln wird viel Beachtung auf einen geringen Genuss von Milch gelegt, da diese nicht nur zu einer Übersäuerung des Körpers und einer damit einhergehenden erhöhten Entzündungsneigung im Körper führen kann (die Folgen können Rheuma, Arthrose oder Krebs sein), sondern ebenfalls auf eine erhöhte Gefahr für Osteoporose und Hauterkrankungen, wie Akne, Neurodermitis und Schuppenflechte.
Dass Säuglinge und Kleinkinder auf einen Milchkonsum angewiesen sind, da sie von Geburt noch nicht richtig kauen und verdauen können, steht ausser Frage. Die Tatsache jedoch, wieso auch erwachsene Menschen noch zu einem Lebensmittel greifen, dass ihnen ernährungsbiologisch nicht von Nutzen ist und das auch noch in mannigfaltiger Darreichung präsentiert wird, hat mich allerdings stutzig gemacht. Denn selbst eine ganze Schokoladenindustrie möchte durch eine „Extraportion Milch“ aus  ihrer „Kinderschokolade“ ein wertvolles Lebensmittel machen. Besagtes Produkt besteht in seinem „Milchkern“ dabei lediglich aus Milchpulver und hat einen Zuckergehalt von 40% (Quelle Wikipedia-Kinderschokolade). Allgemein zu Ernährungs- und Werbeversprechen siehe auch:

http://www.foodwatch.org/de/informieren/essen-gesundheit/

buchWen speziell das Thema Brustkrebs und Milch weiter interessiert: Hierzu gibt es neben vielen Informationen im Internet. Z.B:
http://www.biokrebs.de/therapien/patienten-fragen/77-ernaehrung-ernaehrung/1118-milch-und-krebserkrankung
http://www.peta.de/milchundkrebs#.VO8oaS6i8rU

oder der Erfahrungsbericht: „Das Leben in deiner Hand“ von Jane Plant

Meine neue Mission wird nun sein, mich an Reis-, Mandel-, Hafer-, Kokos- und Sojamilch zu gewöhnen; denn wie man sieht: Die Alternativen sind vorhanden und die Argumente stehen bereit.

Unsinn?

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Wo fange ich an?
Es ist so viel passiert. Ich kann ja nicht alles auf einmal beschreiben..

Das akut Bedeutungsschwerste also heute vielleicht zu Beginn.
Ich habe nämlich heute zwei Leitz-Ordner Master-Studiumhinter mir gelassen und insbesondere einen 6cm hohen Stapel Lernstoff absolviert und klopfe mir daher kräftig selbst auf die Schulter.
Nach der teils dramatischen Anspannung der letzten Wochen, die mittlerweile schon somatische Symptomstärke angenommen hatte, war mein restlicher Tag dem Entspannen, Ausspannen und Treiben lassen gewidmet. Überraschender Besuch mit Kuchen kam vorbei und modellierte diesen Tag meiner letzten Uni-Prüfung vor der M.A.-Arbeit fast feierlich zu einem Tag der Wendung. Des Rückblicks auf zwei Jahre Masterstudium, eine erfolgreiche Studienbilanz und der Gewissheit: Engel kommen, wenn und als was man sie am allerwenigsten erwartet.
In meiner Abschlussprüfung setzte ich mich mit dem Thema „Tod und Sterben“ auseinander und der Frage nach der Sinnhaftigkeit in der Existenzkrise. In einem spannenden Fachbuch namens „Existenzielle Psychotherapie“ nach Irvin Yalom fand ich viele Antworten auf nie gestellte Fragen. Zum Beispiel, dass Sinnkrisen Neurosen zu heilen imstande sind. Da sie das Existenzial des Menschen in Frage stellen und die Relation von Mensch und belebter Umwelt auf den Kopf stellen. Dass der Sinn im Menschen dadurch aufgebaut werden kann, indem er sich ins Engagement begibt. Und dass nur die wahrhaftig erfahrene Gefahr des eigenen Lebens eine derart tiefe Wandlung herbeizuführen vermag, zu der man kognitiv oder imaginär nie imstande wäre, da derlei Ängste von der Persönlichkeit als zu bedrohlich deklariert und versteckt werden.
Die Konsequenz, die sich aus dieser Erfahrung ergibt kann negativ oder positiv bewertet werden. Eine typische Glas halbvoll/halbleer-Problematik.
Ich habe mich für einen positiven Weg entscheiden. Auch wenn mein Weg sicherlich über mehr Abgründe, Hängebrücken und durch die Tiefen eines Urwalds führt, wird am Ende eine sonnige Lichtung zum Ausruhen auf mich warten.
Ich bin den anderen Weg nie gegangen. Dennoch glaube ich, dass er mich nicht über Abgründe und durch tiefes Geröll geführt hätte – Nicht durch den Dschungel, nicht über Hängebrücken – Dafür ohne Blumen. Ohne Schatten. Licht.

Der ehemalige amerikanische Senator Richard Neuberger erkennt im Angesicht seines nahenden Todes, die Chancen auf eine lebendige, wahrhaftige Begegnung mit dem Leben oftmals nicht ergriffen zu haben: „Zum ersten Mal begriff ich, dass ich sterblich bin“.
Ich vermute, diese Ansicht hat ihn im Inneren sehr friedlich gestimmt – Er konnte aufhören gegen eine übermächtige Tatsache anzukämpfen, vor der sich die Mehrzahl unserer Bevölkerung zu schützen versucht. Vielleicht war ein Großteil seinen Gelegenheiten verstrichen, doch für die kleinen guten Dinge des Lebens fand er hoffentlich noch Zeit. Kontextbezogen finde ich es richtig, Überlebenssinn zu Hegen und zu Pflegen, wo es nur geht- bis in die letzte Minute hinein,. Wenn´s sein muss. Doch „ohne Sinn“ und Verstand am Leben zu klammern wie ein ängstliches Äfflein ist in meinen Augen eine unbefriedigende Verschwendung von ohnehin schon reduzierter Lebenszeit.
Raus zu gehen, seine Fähigkeiten, Gaben und Segnungen einzusetzen – die Menschen damit zu beschenken. Nichts zu erwarten und dabei Sinn und Zufriedenheit zu empfinden. Ohne Entbehrungen – das wäre in meinen Augen das große sinnhafte Ideal meines Daseins.
Und damit komme ich zum Schluss dieses akademischen Exkurses, denn Irving Yalom sagte auch: Die größte Sinnkrise entsteht aus der Erkenntnis, seinen Lebenssinn bereits erfüllt und belebt zu haben.
Da mein Sinn ein Ideal ist, das ich persönlich also niemals erreichen kann, bin ich trotzdem froh etwas gefunden zu haben, das meinem Dasein einen roten Faden verleiht.

„Jedes Leben hat sein Maß an Leid. Manchmal bewirkt eben dieses unser Erwachen“. (Buddha)

Eine weitere Entdeckung der vergangenen Wochen, um nun ein profaneres Thema anzuschneiden, sind Chia-Samen.
Die munteren Heilsamen der Maya, mit denen sie aufgrund ihres hohen Nährstoffgehalts angeblich einen Tag lang ohne Nahrung durch den Urwald rennen konnten, sind mein neues Lieblings-Nahrungsergänzungsmittel. Die einen nehmen es zum Abnehmen, die anderen zur Regulation ihres Insulins oder Cholesterinspiegels. Ich verwende es zur Regulation meiner Verdauung, die durch die giftige Medikation manchmal ganz aus dem Häuschen gerät. Seit ich jeden Morgen Chia-Samen konsumiere hat sich dieses Problem rasch erledigt. Der hohe Nährstoffgehalt spricht Bände; und noch sind die kleinen Keime noch nicht in aller Munde und verhältnismäßig günstig (250g für 5,15€ in unserer Bio-Kooperative).
Menschen mit hoher mundsensorischer Empfindsamkeit und einer Abneigung zu „schleimig“ rate ich jedoch zur Vorsicht, da Chia-Samen beim Aufweichen eine polysaccharide Ummantelung ausbilden (wie in Tomatenkernen) und entsprechend wabbelig sind. Im Müsli oder Orangensaft tritt dieses Phänomen allerdings in den Hintergrund.

Es ist mal wieder spät geworden. Ich schließe diesen Eintrag mit einen berührenden (wie ich finde) Remake von „Call on me“ von Eric Prydz (Achtung-in den Augen mancher möglicherweiserechts sexistisch- daher besser die Augenbinde parat halten 😉 )
Original:

Remake:

Ich mag die Message, die mir mitteilt: Auch Frauen mit Krebs können sexy, sportlich und fit sein.

Und zur Versöhnung noch ein nettes Liedchen zum trällern, während ihr euch auf zu eurer Sinnsuche macht – Travel safe!
„And, yes, it is true, death is everyone’s fate – But we’ve made it this far, it’s time to celebrate“
Zero7-Waiting to die

Namaste

 

Und es war schön.

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Zunächst einmal möchte ich meine übermäßige Freude  darüber ausdrücken, das ich über die Besucherstatistik meines Blogs heute auch zwei Aufrufe aus Neuseeland sehen konnte 🙂 Eine schöne Vorstellung, dass (vermutlich diejenige ;)- ich hab da eine Vermutung ) so weit weg an meinem Leben teilhaben kann 🙂

Ansonsten läuft es wieder ziemlich gut geschmiert. Hatte bis jetzt eine tolle Woche und habe mir angesichts dessen heute einfach mal einen Kuchen gebacken. Nachdem ich viel überlegt hatte, wem ich diesen Kuchen schenken, widmen, oder wen ich dazu einladen könnte, dachte ich: Ich schenke den Kuchen MIR und wir beide werden es uns gut gehen lassen und wenn noch jemand mitmachen möchte,ist er/sie herzlich eingeladen.

Nachdem ich letzte Woche von meinem Arzt meinen neusten Diagnose-Stand gehört hatte, habe ich mich gefühlt wie ein kopfloses Hühnchen, dass panisch durch den Stall rennt.
Ich war heute im Uniklinikum Frankfurt bei meinem behandelnden Neurologen und habe seitdem meine Besonnenheit zurück erlangt. Er untermalt seine Aussagen nicht mit viel grauem Schleier-  Wenn ich aus seiner Praxis gehe, sieht meine Welt wieder fröhlich aus. Und so war die Rückfahr nach Marburg mit der Straßenbahn, einem Extraumweg über Sachsenhausen und dem Zug ein reinstes Vergnügen und ich war so vergnügt und Lebensfroh wie lange nicht. Ich dachte an dieses, unten gepostete Video, das viele vielleicht schon kennen (http://www.youtube.com/watch?v=Z7dLU6fk9QY).
Als ich im Zug sitzend um mich blickte, schauten alle auf ihre kleinen schwarzen Bildschirme und hatten Kopfhörer auf. Vielleicht um Privatsphäre zu haben und bloß nicht angesprochen zu werden. Haben Menschen in unserer Gesellschaft vielleicht zuviel Angst voreinander und brauchen daher Musik? Überall und zu jeder eit, weil man die eigenen Gedanken nicht mehr hören will oder weil einen die Welt da draußen verwirrt?
Ich hatte auch Kopfhörer auf- wurde mir bewußt. Aber ich hörte keine Musik, da ich in Stille essen wollte. Einfach so aus Gewohnheit hatte ich sie noch auf. Und dann nahm ich meine Kopfhörer ab und tat nichts.
Der leicht gealterte Mann mir gegenüber war arabischer Abstammung. Er hatte kleine Flecke an der Schulter seines Wollpullovers und war ansonsten sehr gut gekleidet. Er aß mit einem Messer genüsslich eine Birne, nachdem ich meine Brotdose mit den kleinen orangenen Möhrenscheiben und dem belegten Vollkornbrot rausgeholt hatte.
In Gießen fragte er mich dann das erste Mal nach den Zugstationen. Wir redeten ein wenig. Sein Akzent war sehr stark und ich verstand ihn leider nicht sehr gut, doch am Schluß schien er unglaublich dankbar, dass ich ihm geholfen hatte und mich kurz auf ein Gespäch mit ihm eingelassen habe. Ich kam mir selbst höflich vorund ich fühlte mich irgendwie beseelt.
Ich werde in Zukunft häufiger in die Stille horchen um zu hören, was sie mir zu sagen hat.
und vor der Musik gibts noch das leckere Rezept für Bananenkuchen nach neuseeländischem Rezeptmit dem ich mich heute verwöhnt habe. Aus dem Edmons Cookery Book, meiner Overseas-Kochbibel, in der kurz und knapp, von Macaroni mit Käse über Chop Suey bis Tiramisu alles drin steht:

Edmonds Banana Cake

  • Preparation Time10 mins
  • Cooking Time 50 mins
  • Source Edmonds Cookery Book
This is an awesome cake because it has lots of bananas in it which give a really good banana taste. A great way to use up those brown bananas instead of throwing them out!
Tolle Idee, was aus reifen Bananen zu backen, bevor man sie wegscheißen würde, weil sie nicht mehr so lecker sind.
  • 125 Gram butter  (softened)
  • 3/4 Cup sugar
  • 2 egg
  • 2 Cup banana  (ripe and mashed – about 5 large)
  • 1 Teaspoon baking soda ( kann man weg lassen)
  • 2 Tablespoon milk  (heated)
  • 2 Cup plain flour
  • 1 Teaspoon baking powder
  • 125g Butter (weich)
  • – 3/4 Tasse Zucker (Kaffeetasse, KEINE Humpentasse)    
  • – 2 Eier               
  • – 2 Tassen reife zerdrückte Bananen Ca. 5 große-gehts aber auch prima schon mit nur zwei Bananen)        
  • – 2 TL warme Milch (Ich mach zum Schluss einfach soviel Milch rein, bis der Teig schwer reißend vom  Löffel, bzw der Rührgerätgabel fällt   
  • – 2 Tassen Mehl (Voll- oder normal, Dinkel.. Man kann auch Nüsse nehmen)      
  • – 1 TL Backpulver (da ich gerne noch Kokosflocken, Nüsse o.ä mitcrein  mische mach ich meistens 2 TL)
  • – Ich mache gern noch ein Pck. Vanillzucker und Zitronenzest/Aroma rein (voll exotisch)
  1. Heat oven to 180 degrees (180° Vorheizen) and grease/oil spray 20cm round cake tin (Kuchenform einfetten).
  2. Cream butter and sugar until light and fluffy (Eier und Butter schaumig rühren). Add eggs one at a time, beating well after each addition (Eier nacheinander einschlagen. Nach jedem gut verrühren).
  3. Add mashed banana (Bananen rein). Stir baking soda into hot milk and add to creamed mixture and stir well (Milch rein /Soda in warmer Milch auflösen, wer mag).
  4. Sift flour and baking powder. Fold into mixture (Mehl und Backpulver mischen,  kurz verrühren bis alles einen Teig ergibt).
  5. Turn into greased cake tin (In die gefettete Form füllen). Bake at 180 degrees for approx 50 minutes or until cake springs back when lightly touched (Bei 180° ca. 50 Minuten backen, bis der Kuchen gar ist [Holzstäbchentest]).
  6. Leave in tin for 10 minutes before turning onto wire rack. When cold ice with lemon or chocolate icing (Nach dem Backen 10 Minuten im Ofen Ruhen lassen, dann abkühlen und nach Wunsch mit Zitronen oder Schokoladen überzug garnieren. Auch lecker : Kleine Löcher in die Kuchekrusten pieken und den Saft frischer Zitrone mit Puderzucker eingedickt dünn über den den Kuchen ziehen).*ohmnomnom..*

 

 

Vielen Dank

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Vielen Dank ihr lieben Menschen, die ihr mir in den letzten Tagen so viele posititve Energien und Wünsche gesendet habt. Heute war ein sehr trüber Tag für mich und in meiner Verzweiflung hab ich mich einer Freundin mit allem anvertraut, was mich gerade umtreibt.
Es war gut, mal wieder das Gefühl bekommen zu haben, mit meinen Gefühlen aufgefangen worden zu sein. Es ist wichtig, denke ich über seine Sorgen zu reden, aber tränenreiches Hänchenhalten bei Linseneintopf und ein Eis zum Nachtisch haben mir den Tag gerettet, der zu Beginn noch so düster ausgesehen hatte.
Mein Nachmittagsschläfchen verbrachte ich mit der Hypnose-CD von O.C. Simonton und nach zwei-mal anhören war ich mir sicher: Ich Schaff Das!!! Warum eigentlich auch nicht??
Und wenn ich nach meinen OPs noch vier Metas im Kopf habe, dann sind es eben schon mal drei weniger als voher, um die sich mein Körper kümmern muss.. Da will ich mich dann mal nicht so anstellen.
Uni wird vielleicht eine kleine Herausforderung sein, aber auch das wird schon.. Ich baue mal darauf, dass ich meine OPs um die Semestertermine legen kann, sodass ich möglichst wenig verpasse. Und scheiß auf Haare- Ich bin verdammt cool, Mann. Denn ich hab mehr als schöne Haare! ICH hab Lebenserfahrung! Und weiß was es heißt in der Scheiße zu sitzen!

Und mit diesem tollen Gefühl möchte ich euch heute mit zwei Songs versorgen, die mir beide sehr am Herzen liegen. Vor allem die Bilder im ersten Video treiben mir jedes Mal die Tränen in die Augen – unsere Erde ist so schön! Wir müssen uns nur die Zeit nehmen, hinzuschauen!

Namaste ihr lieben Menschen, Ich denke auch an euch und sende euch jeden Fitzel Kraft zurück, den ich auftanken kann 🙂

Wenn Leben nicht mehr schöner sein kann

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Ich habe Urlaub (genommen).
Absolute Stille herrscht in der Hinterhofwohnung meiner Freundin im Zentrum Berlins. Der frisch gemahlene Kaffee mit Mandelmilch  trägt sein Übriges zu meinem Wohlgefühl bei und vor mir stehen bis Donnerstag drei weitere Tage mit meiner  Freundin, Großstadtluft und Kulturinfusion.
Während sie auf der Arbeit ist kann ich in ihrer Wohnung (Holzdielen, helle Möbel und beige Textilien) Entspannen, Kräfte auftanken und  finde Zeit und Muse, endlich mal wieder einen Blogeintrag verfassen.
Wir sind gestern Abend gemeinsam in Berlin angekommen, waren noch in einem chinesischen Imbiss um die Ecke Abendessen und ich hätte zerspringen können vor Glück.
Dort sein zu können, beschwerdefrei und mit so viel freier Zeit im Gepäck- wie könnte es schöner sein?
Erstaunlicherweise bin ich ja vor allem seit meiner Neuseelandreise eine Person, die gerne auch mal alleine ist und seine Umgebung auf eigene Faust erkundet.
Daher freue ich mich auf lange Spaziergänge mit meiner Kamera durch Berlin, ehe am Donnerstag meine Mitfahrgelegenheit nach Lärz auf mich wartet (oder ich auf sie).  Dieses  Jahr kann ich nämlich wieder das Fusion-Festival besuchen, das ich im vergangenen Jahr wegen gesundheitlicher Gründe  während meiner Bestrahlung sausen lassen musste. Ihr merkt: Die Aussicht auf meinen Urlaub wird besser und besser. Nur noch das Wetter könnte etwas gütiger sein, finde ich. Auf der Fusion erwarten mich weitere vier Tage Halli Galli, Kunst, Musik und Kinderzauber für Erwachsene, ehe ich Sonntag oder Montag nächster Woche wieder zurück nach Marburg fahren muss.
Mir diese ganze Woche frei machen zu können war erstaunlich einfach und sicherlich ein wahrer Glücksfall, dass nicht irgendein Arzt-, Amts- oder Prüfungstermin in diese wenigen wertvollen Tage gefallen ist.

..if you just smile..

Noch etwas zu meiner Gamma Knife Behandlung vom 11.6.:
Das Gamma Knife Zentrum Frankfurt ist eine sehr angenehme kleine Praxis mit dem Erscheinungsbild und dem Eindruck einer Privatpraxis. Sehr nette Ärzte, Mitarbeiter und ein fast leerer Wartebereich sorgen für eine entspanntere Behandlung, als auf vollen Keller-Fluren des Uniklinikums die Stunden absitzen zu müssen, ehe man entnervt und verschreckt von den Schauergeschichten der Sitznachbarn endlich aufgerufen wird.
Nachdem das ganze Procedere an diesem Tag endlich überstanden war-  ein voller Tag von 9-18 Uhr, den Kopf eingespannt in einen Rahmenkubus aus Aluminiumstäben, mit dem ich auf einem Tisch fixiert radioaktiver Strahlung ausgesetzt wurde-  brauchte ich noch vier weitere Tage der Erholung, um wieder auf  Spur zu kommen. Die Behandlung war zwar anstrengend und gegen Abend mit Kopfschmerzen verbunden, da der Schädel unter ständiger Spannung stand, aber diese unangenehmen Empfindungen waren schnell wieder vorbei , da ich nach der einmaligen ambulanten Behandlung wieder nach Hause gefahren werden konnte.

Zwei Tage nach der Behandlung haben ich wieder mein ganzes Programm mitgemacht, mit dem Ergebnis, dass ich, in der Situation belastet oder nicht, eine Lichtblitzattacke nach der nächsten bekam. Ich meldete mich daraufhin für den Folgetag krank, entspannte insgesamt auch in den nächsten Tagen etwas mehr und seitdem ist bei jedweder Belastung, die bis dato Anfälle ausgelöst hat, alles ruhig geblieben. Yippie!! Ich glaube, die Bestrahlung hat schon Ergebnisse erzielt! Die Wunden, die an  Stirn und dem Hinterkopf durch die Halterung des Rahmens entstanden sind,  heilten komplikationslos ab und waren nach einer Woche schon nicht mehr zu sehen. Davor braucht man also keine Angst zu haben.
Ich nehme ausserdem seit vergangener Woche Zoladex Chemo-Tabletten, die laut meiner Ärztin super verträglich sind (ich habe tatsächlich noch keine Nebenwirkungen gemerkt) und die Metas zum einen in Schach halten sollen und bestenfalls auch bekämpfen.
Ich bleib dran, das Beste zu erwarten und habe vor allem durch die nun verhältnismäßig  lange Zeit ohne Lichtblitze schon ganz vergessen, dass da noch etwas Gefährliches in mir schlummert.
Ich hoffe daher,  dass diese anfallsfreie Zeit nun für immer andauert, damit ich wieder unbelastet leben, Sport machen und mich streiten kann, ohne wegen Lichtblitzen und der Angst vor einem epileptischen Anfall  ausscheiden zu müssen.

Warten in der „blauen Stunde“ am Alex

 

So ihr Lieben, ich freue mich, dass ihr meinem langen Bericht bis hierhin gefolgt seid.
Ich hoffe und wünsche euch, dass ihr in eurem Leben auch gerade auch ein oder mehrere Momente vollen persönlichen Glücks finden und erleben könnt. Kluge Sprüche dazu gibt es ja genug, daher nur ein Bild von mir, gestern Abend in einem Moment vollsten Glücks 🙂

Namaste