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Was ist nochmal, „wenn man trotzdem lacht“?

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Ich schreibe das zwar oft, aber ich bin heute sehr zufrieden mit mir, mal wieder etwas zu schreiben. Ich bin nämlich momentan etwas träge.
Ich liebe mein Bett und meine Couch. „Draußen“ verliert an Attraktivität und meine Wohnung wird zu meinem gemütlichen Raumschiff mit Kochgelegenheit, Nasszelle und Bick nach draußen. Ach, und Einkaufsgelegenheiten in der Nähe. Ein perfekter Ort zum Urlaub machen würde man denken, nur dass die Heizkosten ziemlich teuer sind. Naja..
Ich bin zwar des Öfteren draußen und ich muss einmal am Tag an die frische Luft, aber zu Hause ist es schön, geschützt und warm. Auch wenn mir selbst das ausreden würde, denn ein Krebs-Patient lebt ja mit Bewegung besser- lese ich immer wieder- Stimmt vielleicht auch. Nicht, dass mir das nichts wert wäre, aber bevor ich raus gehe und denke: Wärst du mal besser zu Hause geblieben, bleib ich manchmal wirklich lieber daheim und ärgere mich danach über mich.
Vor einiger Zeit bekam ich das Angebot, auf meinen Blog zwei aktuelle Bücher aus dem humboldt-Verlag zum Thema Krebs und dem Umgang damit, vorzustellen.
Beide Bücher sind für mich tolle Nachschlagewerke, also Bücher, die man nicht erst viel durchlesen muss, aber es bestimmt möchte, denn die behandelten Themen sind interessant. Und beide Bücher ziehen an einem Strang denn beide sind sehr gute Begleiter in der Krebszeit.
naturhrilk-buch

Das eine Buch befasst sich mit „Naturheilkunde bei Krebs“- so auch der Name.
Toll gegliedert, mit ausführlichem Befassen in das Thematik „Naturheilkunde und Krebs“ und umfassende Behandlung mit dem Thema „Krebs und Naturheilkunde“.

krebsiatwennmantrotzdemlacht

 

 

Das andere Buch schob ich wegen seines saloppen Titels erst etwas von mir fort. „Krebs ist, wenn man trotzdem lacht“ stellte sich jedoch als sehr lesenswert heraus, ohne zu viel auf die Tränendrüse zu drücken oder das Thema „Leben mit Krebs“ zu verharmlosen. Mit vielen eigens erlebten und ohne gute Ratschläge ist die *Autorin in dem Buch präsent.

 

 

Hier noch ein Song samt Video den ich momentan wegen seines Inhalts sehr schätze.

Ain’t No Reason

There ain’t no reason things are this way
It’s how they’ve always been and they intend to stay
I can’t explain why we live this way
We do it every day

Preachers on the podiums speaking of saints
Prophets on the sidewalk begging for change
Old ladies laughing from the fire escape
Cursing my name

I got a basket full of lemons and they all taste the same
A window and a pigeon with a broken wing
You could spend your whole life working for something
Just to have it taken away

People walk around pushing back their debts
Wearing paychecks like necklaces and bracelets
Talking about nothing, not thinking ‚bout death
Every little heartbeat, every little breath

People walk a tight rope on a razors edge
Carrying their hurt and hatred and weapons
It could be a bomb, or a bullet or a pen
Or thought, or a word or a sentence

There ain’t no reason things are this way
It’s how they’ve always been and they intend to stay
I don’t know why I say the things I say
But I say them anyway

But love will come, set me free
Love will come, set me free, I do believe
Love will come, set me free, I know it will
Love will come, set me free, yes

Prison walls still standing tall
Some things never change at all
Keep on building prisons, gonna fill them all
Keep on building bombs, gonna drop them all

The wind blows wild and I may move
The politicians lie and I am not a fool
You don’t need no razor or a three piece suit
To argue the truth

They air on my skin in the world under my toes
Slavery stitched to the fabric of my clothes
Chaos and commotion wherever I go
Love I try to follow

Love will come, set me free
Love will come, set me free, I do believe
Love will come, set me free, I know it will
Love will come, set me free, yes

There ain’t no reason things are this way
It’s how they’ve always been and they intend to stay
I can’t explain why we live this way
We do it every day

 

Ich war noch niemals..

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Ich war noch niemals..

Jetzt habe ich lange nichts auf meinem Blog veröffentlicht.

Mein Leben ist nach dem Wirrwarr der vergangenen Jahre ruhig geworden. Endlich!
Ich genieße diesen Zustand muss ich sagen. Nach wie vor lebe ich gut mit meinem Schalentier unter einem Dach. Doch das „Langsam“ werden ist sein Geschenk an mich, mit dem es mir gut geht und das ich nicht missen möchte.

Anstatt von  jedem Moment zum nächsten zu hechten, mich anzupassen, damit ich Menschen um mich herum „normal“ oder besonders „ausgefallen“ vorkomme, schätze ich das, was aus mir geworden ist und meine innere Einsicht, die ich bei jeder Gelegenheit nutzen und modifizieren darf. Flitter macht mein Leben bunter aber es macht mein Leben nicht mehr aus.
Weder bin ich „normal“, so wie alle Menschen etwas ganz Besonderes haben, noch will ich mich unsichtbar machen.
Das Schillernde und das Glitzernde um mich herum sind kleiner geworden, aber dafür wahrhafter. Ich betrachte oft Fotos aus meiner Vergangenheit. Mit Wehmut. Damals war ich jemand mit langen Haaren und Fantasien. Wie mein Leben wohl mal sein würde, wenn ic_D800641h „erwachsen“ bin? Heirat? Kinder? Wohin geht es?

Das „Erwachsen werden“ stand auf einmal vor mir, als ich Krebs diagnostiziert bekam. Viele Fantasien zerplatzten damals wie Seifenblasen. Aber Seifenblasen faszinieren ja gerade deshalb, weil sie zerplatzen. Die Faszination liegt in Ihrer Flüchtigkeit – so wie der rauchende Atemhauch, in einem dunklen Winter-morgen, während man bibbernd vor Kälte, auf den Bus wartet.
Ich hatte auf viele Einsichten und Ereignisse, zu Gunsten reicher Erfahrungen, verzichten müssen. Aber manche Entscheidung war durch meine Diagnose und mein neuer Lebensabschnitt unnötig und das schaffte mir eigentlich Erleichterung sowie Freiheit und bestärkte mich darin, dem Weg zu folgen, den mein Herzen wirklich gehen möchte.

Bis bald.

„Pantoffeln braucht die Wintermaus, für ihre kalten Füße“

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Bisher habe ich stets den Anspruch in meinem Blog vertreten, aufbauend zu sein. Glücklich und Hoffnungsvoll. Als gutes Beispiel wollte ich voran Schreiten und an Wunder glauben.

Längere Zeit habe ich zwar geschrieben, aber nicht gepostet. Es waren nette Beschreibungen meines Alltags, aber niemand hat immer die Sonne auf seiner Seite. Und vieles schien nun banal. Ein Krebs unter vielen-was macht das schon?
Besonders jetzt, wo der Winter und die kalte, dunkle Jahreszeit an die Haustüre klopft, kommt mir gesundes, helles und buntes Denken ein wenig schwer vor.

Und das wird sich bald ändern. Das sage ich mit der Überzeugung, die ich die vergangenen Monate nicht aufzubringen wagte und die ich in mir auch erst wachsen lassen muss. So!

Ich schreibe, weil ich sauer bin darüber, dass Menschen, die zuvor noch auf meinen Blogeintrag geantwortet haben, plötzlich sterben. Wütend macht mich die Lücke, die dieser Mensch hinterlässt. Ich fühle mich hilflos.

Ich bin mit Sicherheit nicht die gesundeste von euch Lesern.
Ich habe ernst zu nehmende Symptome. Eine Erkrankung die, wenn ich es zulassen würde, meinen Organismus sicher aus dem Takt und um seine Gesundheit bringen würde.

Der Brustkrebs in meinem Torso ist still. Leider regt sich noch ein Brustkrebs in meinem Kopf.
Es erscheint mir seltsam, denn das, was mich wirklich stört und Angst haben lässt, sind die fiesen Symptome einer Erkrankung meines Systems. Niemand weiß, ob Sie wieder verschwinden. Ob ich den richtigen Weg einschlage. Ob mir das Wunder geschieht und ich eines Tages symptomfrei leben kann und was ich dazu tun muss. WAS mir gut tut!
Nun ist jedes Leben so fragil und durch Zerbrechlichkeit gekennzeichnet. Daran halte ich mich oft fest – Leider spendet mir das kaum Trost.
Trost und Kraft bietet mir das normale Leben. In dem es nicht um meine gesundheitlichen Probleme geht. Die Freude, die mir geschenkt wird. Der Kummer, der kommt und geht, und das Leben manchmal nett passiert, so als wäre es wie kein anderes so schön. Die Hoffnung steht oft schon hinter dem nächsten Abschnitt, nach den vielen Durststrecken parat.

Ich könnte als Mensch vieles tun, Mehr Bewegung, Sport, Freude, Feier, Zusammenkunft und nicht zuletzt manches Heilsversprechen nutzen. „Gesunde“ Menschen bekommen diesen Katalog wenig vor die Nase gehalten. Ich trage ihn pausenlos mit mir. Doof.

Aber ich bin glücklich, vielen Menschen so wichtig zu sein. Das freut mich immer sehr.
Ich wünsche mir für mich, die Gewissheit über mein Können und meine glücklichen Fügungen noch häufiger sehen zu können.
Im wahrsten Sinne des Wortes sehe ich gerade nicht gut, aber ich bin immerhin bis hierher einen guten, glücklichen Weg gegangen, voller toller Menschen und den Gegebenheiten des Lebens.
Ich wünsche mir, ebenfalls im wahrsten Sinne des Wortes, bald wieder klar sehen zu können und die vielen Gelegenheiten, die ich an mir vorbei ziehen sehe, zu   ergreifen.

Weil es gerade so gut zu mir und dem Text passt, hier noch einmal die schöne und sehr wertvolle Geschichte von Frederick, der Maus

Und sehr nett als Ergänzung: http://www.lebeblog.de/frederick-die-maus/

Mit dem Gefühl, nicht vollkommen zu sein, obwohl ich es schon immer bin:

Eure Mari

Vogelgezwischer- so ein wundervolles Geräusch

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noch mit einer schönen Geschichtem

Guten Morgen

So, es gibt mich noch.
Ich bin nach langen Monaten von Freud und Leid wieder aus meinem gemütlichen Mäuseloch geklettert,um euch ein Lebenszeichen und ein Geschichte mitzubringen.

Mein Blobeitrag-Rhythmus lag die letzte Zeit ungefähr bei einem Beitrag pro Monat. Doch der letzte Beitrag war im Januar. Seitdem saß ich relativ munter in meinem Mäuseloch und habe versucht, Farben und Geschichten für den kalten Winter zu sammeln. Fast wie Frederick, die Maus.

Ich bin im Frühjahr umgezogen und habe das Leben in einer Zwischenmiet-WG umgetauscht gegen eine Ein-Zimmer-Wohnung. Das Suchen einer Behausung jedweder Art in Darmstadt war, wenn man nicht zu den Studenten gehört und älter als 26 Jahre ist, milde gesagt schwer.
Es brauchte mehrere Wochen ehe der Umzug, Einzug, Packen, Auspacken und neue Möbel aufstellen erledigt waren. Gut, dass meine Eltern mir dabei helfen konnten. Sie übernahmen sogar einen großen Teil. Alleine hätte ich das niemals geschafft. Vielen Dank 🙂

Während des Umzugs traten die, durch meine Erkrankung bestehenden Defizite, erst voll in mein Bewusstsein. Seitdem ist das Hin und Her zwischen Ärzten, Arbeit und Erschöpfung auch für mich spürbar. Was schön werden sollte ist für zu Zeit sehr schwer auszuhalten. Man will mir helfen, ist mir gut zugetan, doch das ständige Auseinandersetzen mit meinem Krebs, der Epilepsie, meine Nicht-Können und meinen Fähigkeit setzt mich unter sehr viel Druck. Die Epilepsie ist häufiger gekommen, mein Mut weniger und ein Loslassen der Schnur käme einer Kapitalulation mit vielen negativen Auswirkungen gleich. Regeln und Gesetze sind für junge Krebs-Kranke wohl nicht gemacht. Die Bürokratie lässt ihre Paragraphen regnen, zu denen man scheinbar eine Fachfrau/Mann braucht. Ob erkrankt oder nicht.
Traurig genug. Es wird weiter geschwommen und zwar mit dem Kopf erhoben über dem Wasser-auch wenn ich mich manchmal untergetauscht fühle. Ich gebe die Schnur nicht frei. Aussicht auf Leben, Freunde und Arbeiten hält mich am Leben.

Leute in Darmstadt kennen zu lernen fällt mir weiterhin nicht ganz so einfach. Tanz- Ernährungs und Jonglage-Gruppen sind nach der Arbeit durch meine Müdigkeit durch die Epilepsie-Medis kaum drin. Ich müsste michöfter vor die Tür setzen, noch ehe der Herbst kommt. Doch woher weiß ich was mein Körper braucht, wenn das inne Bedürfnis (vielleicht auch der Schweinehund) sagt: „Ich will hier liegen bleiben und schlafen“? 😉 Nicht ganz einfach zu unterscheiden. Wenn sich jemand hier angesprochen fühlt, sich mit mir zu treffen, nur zu!! Ich lade gerne mal jemanden zu mir ein, oder gehe ein Heißgetränk trinken.

Fernab dessen geht es mir sehr gut. Ich habe tolle Eltern, eine liebe Familie, einen Freund, Freunde (wenn auch nicht viele in Darmstadt), ein Dach über dem Kopf und genügend Geld für meinen Lebensunterhalt. Dazu zwei gesunde Füße; Das haben viele Menschen nicht.

Zudem habe ich ein bisschen was im Köpfchen, nicht nur Metastasen. Ich freue mich, dass ihr meinen Eintrag gelesen habt. Ich versorge euch nun noch mit einer schönen Geschichte, fast wie ein Märchen. Jeder glaubt keine Flügel zu haben-Nicht fliegen zu können. Doch wir haben sehr viel zu geben.

Alles Liebe, ganz viel Gesundheit, Gesundung und Lebensfreunde!

 

 

 

Sammeln und geben – Von Mäusen und Menschen

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Guten Morgen ihr lieben Mäusegesichter.

frederickNachdem die letzten Monate ins Land gegangen sind, möchte ich euch heute wieder ein Lebenszeichen senden. Erst war der Sommer und nun kommt der Herbst, Zeit der Ernte und der Beginn der inneren Einkehr. Wenn man das so sagen darf, befand ich mich seit meinem letzten Beitrag auf hoher See. Ich erlebte die Gezeiten, den Sturm und den Wind, die Sonne und die Hitze, den Mond und die Sterne. Ich erlebte Freunde und Feinde, Durst und Hunger, Angst und Trauer. Und nun: Nun bin ich endlich gestrandet und erlebe den farbigen Dschungel des Alltags, sein Lachen und Schreien sowie die Früchte und Freunde, die diese Reise begleiten.

Ich bin umgezogen und ich habe begonnen normal und in Vollzeit zu arbeiten. Wenn ich über meine bisherige „Reise nach Ithaka“ Brustkrebszeit, Nov. 2011 nachdenke, bin ich mittlerweise mehr als stolz, solchen Mut und solche Kraft an den Tag gelegt zu haben. Ich danke meinen Feinden, die mich bis hierhin formten und ich danke meinen Freunden, die mich bis hierhin unterstützen und trugen, wenn es fast nicht mehr weiter ging. Ich hoffe, ich werde noch lang, lang nach Ithaka brauchen und möchte an dieser Stelle, in einer Oase nach Jahren des Sturms, danke sagen und mich verneigen vor dem Leben, das mir mit vielen seiner Qualen und mit noch mehr seiner Zuneigung und Liebe, Hoffnung und Freude geschenkt hat.

Nichts anderes als Wunder erwartete ich vor knapp vier Jahren. Und bis heute ist genau das passiert. Wenn ich mich nun beobachte und meine Freude am Leben und im Dasein spüre, mein Lachen höre und die Zuversicht in meiner Stimme und den Augen der anderen wahrnehmen kann, bin ich so zufrieden und glücklich wie nie.
Ich habe solches Glück, denn ich kenne meine Feinde. Ich kenne meine Freunde und ich habe lernen können, früher oder später, die einen von den anderen zu unterscheiden.
Und wenn ich morgens im dunklen auf die Arbeit gehe weiß ich, dass es keine Bürde, sondern eine Ehre ist, meinen Mitmenschen ein Stück meines Lebens zu schenken und selbst etwas dafür zu bekommen.
Es ist eine Oase, in der ich gerade rasten kann, denn sicher kommen wieder andere Zeiten. Doch bis dahin genieße und erlebe ich alle Fülle, die mir das Glück für einige Zeit nur sporadisch gab.

Ich hoffe, ich schreibe nicht zu metaphorisch und zu sehr von meinen wundersamen Beobachtungen, denn ich möchte nicht prahlen. Ich möchte Mut machen. Ferne möchte ich nicht Weisheiten predigen die euch helfen sollen, denn ich möchte nicht anmaßend sein. Doch ich glaube, sei jemand krank oder traurig, frei von Hoffnung oder arm an Liebe, die Brille der Sicht auf das eigene Leben liegt in sich selbst verborgen und wird entweder denen positiv zuteil, die sich mit den Schichten des Lebens auseinander setzten, oder denen, die sie sich durch innere Einkehr verdient gemacht haben.
Würde ich mein Leben mit jemandem tauschen können- ich würde es nicht tun. Die Ruhe und das Glück der kleinen Dinge möchte ich mir bewahren, denn sie sind der größte Schatz, den ich bis hierhin während meiner Reise bergen konnte. Ein Schatz im Tresor meiner Seele, den ich immerzu mit mir tragen kann. Meine Verbindung zur Weltlichkeit der gewöhnlichen, äußeren Dinge schenken mir meine Mitmenschen und meine Freunde. Darin liegt für mich die Normalität des Lebens, seine Struktur und der Wert der Zeit. Dass ich all das so umfassend erleben und erkennen darf macht mich glücklich.  -DANKE-

Anbei die Geschichte von Frederick der Feldmaus, die im ganz nebenbei die Kunst der Imagination und die Kraft der leiblichen Wahrnehmung darstellt, wie sie in der meditativer Körperarbeit angewendet wird

Leben ist das was einem passiert, während man noch versucht zu verstehen, was eben gerade erst geschehen ist.

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Und Sommer ist das, was einem widerfährt, während es draußen 18°C hat und es regnet. Ich liebe Sommerregen und den damit einhergehenden schönen Geruch feuchter Erde im Park. Daher lasse ich mich von Wasser nicht abhalten und möchte zur bleibenden Lebendigkeit dieses Blogs wieder mal einen Beitrag verfassen.

Nach meinem Studium finde ich mich in der wirklichen Welt anderer Individuen wieder. Menschen, von denen ich in gewisser Weise abhängig bin. Die Frage beschäftigte mich seit dem letzten Blogeintrag, ob es nun nicht besser an der Zeit wäre, diesen Blog zu schließen. Es könnte Menschen sauer aufstoßen, meine Geschichte zu lesen. Vor allem, wenn sie mich zuvor als vermeidlich relativ unversehrte Person wahrgenommen haben.
Aber kam zu dem Schluss, dass ich stolz sein kann auf mich und die vergangenen vier Jahre. Ich habe in dieser Zeit mehr über mich, das große Glück des Lebens und meine Umwelt mit all ihren Facetten lernen dürfen, als jemals davor.
Mit dieser im Rückblick schönen Erinnerung an gute und schlechte Zeiten sehe ich im Spiegel heute einer Frau ins Gesicht, die es ohne die ganzen Krisen nie gegeben hätte. Diese Frau wäre sicher weniger reich an Lebenserfahrung und was es heißt, das Leben auszukosten und sich dabei nicht aus den Augen zu verlieren.
Ich war 2011 auf einer Art Selbstfindungstrip, um meine Rolle in der Gesellschaft und meinen Platz zu suchen. Wäre ich nicht mit der Nase auf das Thema Sterblichkeit gestoßen worden, hätte ich weiter das Leben gefeiert. Heute kann ich beides Feiern. Denn nur wer gelebt hat, kann sterben. Und sich bewusst zu sein, dass das Leben ein Geschenk ist, haben viele Menschen noch kurz nach der Geburt wieder vergessen.

LOVE ANARCHIE - PeaceWas ich mit diesem Blog erreichen will ist mentale, emotionale, psychosoziale und gesellschaftliche Aufklärung. Diese Erkrankung, vor allem zu Beginn, zu ertragen bedeutet eine Menge eigener Power. Es gilt meiner Meinung nach, sie irgendwann zu akzeptieren anstatt sie zu hinterfragen, sich selbst nicht zu bedauern, sondern stolz zu sein, auf das Joch, das man mit Würde und innerer Stärke tragen kann, ohne darunter zu zerbrechen.
Während Erika und Max Mustermann Blogs über das Kochen, Nähen, Lieblingshobbies und Kindererziehung verfassen, schreibe ich über Krebs. Dass ich mich dabei meine eigene Geschichte schildere hat den pragmatischen Grund, dass ich gerne ein positives Vorbild wäre, die durch ihr Schreiben darum kämpft diese Volkskrankheit Krebs mit offenen, wachen Augen zu betrachten.
Denn Krebs geht uns ja wirklich alle an. Wir können politisch versuchen, die Industrie an die Leine zu legen, aber da wir alle wissen, wie gut das gelingt ist Aufklärungsarbeit vonnöten. Ich will nicht sagen, ich kann die Welt verändern, aber vielleicht kann ich einen kleinen Beitrag dadurch leisten. Krebs zu strotzen ist die eine Seite und ich denke, dass vor allem Menschen mit persönlichen Erfahrungen damit die Energie aufbringen wollen, Krebs in Zukunft nicht exponentiell in die Höhe steigen zu lassen. Leider wird man beim genaueren Hinsehen sehr vielen krebsauslösenden Zusätzen, Materiealien und Lebenshaltungen gewahr, die Krebserkrankungen begünstigen. Da sich in unserem Körper pausenlos entartete Zellen (Krebszellen) bilden, ist eine gewisse Umsicht auf Ernährung und Lebensweise wichtig.
Manche Menschen möchten kein Leid sehen, aus verschiedenen Gründen. Als es mich ereilte, dachte ich, mein Leben sei nun vorüber. Aber hier bin ich und schreibe und möchte Ermutigen, Aufklären, stark machen! Und dabei das Bild vom dürren, glatzköpfigen Krebskranken damit in die Tonne treten. Wir sind wissenschaftlich viel weiter. Damals galt der HIV-Virus als todbringende Seuche, heute leben HIV-Infizierte sehr viel länger mit ihrem Virus dank entsprechender Medikamente. So ähnlich verhält es sich auch mit der Krebsforschung.
Und trotz der Kritik an Pharmaunternehmen, den Möglichkeiten der modernen Medizin, der Alternativ- und Naturmedizin oder auch der Quantenheilung verlangt uns die Krebserkrankung einen Glauben an Heilung ab, den jeder Mensch in einem anderen Medium findet: Nicht zuletzt auch in sich selbst! Ich habe meine „Heilung“ in der modernen Medizin und in Achtsamkeitsmeditation gefunden. Andere essen Quark und Öl, um „gesund“ zu werden. Das sind die verschiedenen Gesichter von Krebs.

Ich sehe und erlebe jeden Tag mein Umfeld und begegne Problemen, treffe Entscheidungen und lerne an den alltäglichen Herausforderungen. Ich habe mich eine Zeit lang verkrochen, weil ich dachte, ich schaffe dies und jenes ohnehin nicht. Und jetzt möchte ich euch Ermutigen an das Unglaubliche zu glauben. So wie die Tage kommen und Gehen, zieht auch das Glück und der Schmerz dahin. Ich kenne viele weise Sprüche zu diesem Thema und möchte doch nur mit diesem kleinen Gedicht schließen, dass mir das erhoffte Gleichgewicht der guten und bösen Mächte in unserem Leben verdeutlicht:

Alles geben die Götter, die unendlichen,
Ihren Lieblingen ganz,
Alle Freuden, die unendlichen,
Alle Schmerzen, die unendlichen, ganz.

(J. W. Goethe)

Und am schönsten fasst eine meiner Lieblingssängerinnen und Musikbegleitung in allen Lebenslagen mein Gefühl in ein kraftschenkendes Lied.

You live you learn
You love you learn
You cry you learn
You lose you learn
You bleed you learn
You scream you learn

You grieve you learn
You choke you learn
You laugh you learn
You choose you learn
You pray you learn
You ask you learn
You live you learn

„Huch, schon wieder ein Beitrag! Ja hat die Mari denn nichts besseres zu tun?“ Neeeeein! Die Mari hat wieder frei!

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Gestern schrieb ich euch von meinem aktuellen Stand und heute schreib ich von den vergangenen zwei Wochen. Etwas verwirrend aber gestern war das Wetter zu schön für einen langen, ausgiebigen Bericht über meine guten und schlechten Tage. Daher heute der Nachschlag.

Ka-Bumm *#^!%°*

Ich möchte von zwei tolle Veranstaltungenerzählen, die mir in den letzten zwei Wochen widerfahren sind.

It´s me and my inner smileDie erste Sache nennt sich „Nana-Recover Your Smile“ und der Name hält, was er verspricht. Viele Betroffene und Freunde werden wissen, wovon hier die Rede ist. Ich möchte kurz von meinem Fotoshooting erzählen, das mir und vielen anderen Menschen mit Krebs ein großes Lachen ins Gesicht gezaubert hat. Der Hintergrund des Projekts basiert leider auf einer traurigen Geschichte. Nana hat der Kampf gegen den Krebs in jungen Jahren ereilt und sie beschloss aus eigener Entscheidungskraft, ihr Kriegsfeld nach einigen Schlachten zu verlassen. In ihrem Namen möchten Nanas Eltern und weitere Vereinsmitglieder die Absicht von Nana weiterführen und den Betroffenen Mut und ein Bild auf ihre innere und äußere Schönheit schenken. Kurzum: Ein wunderschönes Projekt, das mich mit tollen Menschen in Kontakt gebracht hat und mir selbst das Gefühl gibt, so schön zu sein, wie ich mich fühle.
Zum Weiterlesen verlinke ich im Folgenden die Seite des Projekts und empfehle hierzu das Buch „Der Tod trägt Pink“.

http://www.recoveryoursmile.org/

Nach einer entsprechenden Anmeldung bekam ich die tolle Gelegenheit, an einem Fotoshooting teilzunehmen, das mir und vier weiteren Frauen an diesem verregneten Sonntag geschenkt wurde. Ich hatte einige Tage Zeit, mich kleidertechnisch auf das Shooting vorzubereiten und bin mehr als zufrieden mit der tollen Arbeit der beiden Visagistinnen und dem tollen Fotograf Michael Müller. Tausend Dank euch dreien!
Heute bekam ich meine drei Favoritenbilder bearbeitet zurück und bin total baff. Wie schön sie bereits waren und wie viel Michael durch die Bearbeitung des Hintergrundes und das Retuschieren störender Kleinigkeiten mit Photoshop noch erreicht hat- ich bin so stolz auf die Bilder! Danke an euch. Euern Plan mit dem Lächeln habt ihr meiner Meinung zu meiner vollkommenen Zufriedenheit erfüllt.

I love my long pink hair so much!

Das zweite tolle Erlebnis war ein Kongress zur Körperpsychotherapie und frühe Prägung des Menschen in seinen Prä-, Peri- und Postnatalen Altersstufen. Ich fand mich im Tagungszentrum in Oldenburg wieder unter lauter erwachsenen, ausgebildeten Menschen, die meisten arbeiten in diesem Bereich als BeraterIn, Hebamme oder PsychotherapeutIn, die alle das gleiche Ziel verfolgten: Therapeutisch und feinfühlig den Prozess der Frühen Bindung zu Bearbeiten oder aufzuarbeiten. Es waren tolle ReferentInnen vor Ort, die aus ihrer Praxiserfahrung erzählten, Übungen anleiteten und Therapiemöglichkeiten vorstellten, von denen ich bis dahin noch nie gehört hatte. Die positive Energie und die interessanten Vorträge nahm ich dankend in mir auf. Ganz beseelt, voller guter Hoffnung und mit Vorfreude auf ein interessantes Berufsfeld verließ ich den Kongress, der mich mir selbst wieder näher brachte und den Weg in mein inneres selbst und zu meinem inneren Kind etwas geebnet hat.
Nächste Woche habe ich wieder Schädel MRT. Davor bin ich schon etwas ägstlich- wie jedes Mal. Meinem Kopf geht es eigentlich gut. Nur gelegentlich auftretende kleine „Fokale optische Anfälle“, die sich mir durch erschwerte optische Perspektive bemerkbar machen und zeitlich auf ca. 15 Minuten begrenzt sind, quälen mich gerade noch. Sie beginnen so unberechenbar und gehen hoffentlich durch Medikamente weg, das ich sie als sehr belastend einstufe. Falls jemand damit die gleichen oder ähnliche Erfahrungen gemacht hat, bitte gerne bei mir melden. Alternativmedizinisch bin ich nämlich bei dieser Art Anfällen am Ende meines Lateins.

Recover Your Smile - Ihr seid Spitze!

Recover Your Smile – Ihr seid Spitze!

Nach solch schönen, aber auch etwas anstrengenden Erfahrungen freue ich mich auf den baldigen Urlaub mit meinen Eltern in Spanien. Die wenigen Tage bis dahin werde ich mir Gutes tun und zu mir kommen, damit ich nach dem Urlaub gestärkt und erholt neue Ufer und Projekte angehen kann. Darauf freue ich mich ebenso sehr. Denn das Gefühl zu haben, in der psychischen und medizinischen Verfassung zu sein, seine berufliche Arbeit im eigenen Ermessen nicht erfolgreich auszuführen, schwächt mich und mein Selbstbewusstsein. Daher hab ich eine Pause und einen Tapetenwechsel nach vier Jahren Krebs langsam mal richtig nötig.

Damit wünsche ich euch Gesundheit, Kraft und Gute Laune! Und ein veganes Sahnehäubchen aus Sonnenschein obendrauf!
Bis bald – Eure Mari

PS: Den Salat mit Löwenzahn hab ich gestern doch nicht mehr gemacht, aber er wird kommen und er wird lecker! 😀

„Die Milch machts“

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Zwei Wochen ohne meine heißgeliebte Masterarbeit gingen ins Land und ich kam ohne sie mal mehr oder weniger gut zurecht. Da an jedes Tal auch wieder ein hoch anschließt, habe ich nach seit schlafreichen Tagen und Nächten, ohne die Aussicht jemals wieder wach und fit zu werden, wieder mein Selbstbewusstsein und meine Eigenaktivität gefunden.
Ich habe mich in einem Frauenfitnessstudio angemeldet, nachdem mein Körper sich immer mehr der Schwerkraft ergeben hat. Ich habe durch eine kompetente Beratung vor Ort meine Ernährung überdacht und werde neben mindestens zwei Mal Sport pro Woche in Zukunft Fleisch, Ei- und Milchfrei leben. Ich möchte mich nicht diesem Etikett Veganismus unterwerfen. Mein neues Label soll „Eigenverantwortliche Ernährungsform“ lauten, welche mir erlaubt, hier und dort Ausnahmen vorzunehmen, wenn ich das für sinnvoll halte. Die Doktrin einer kompletten Ernährungsumstellung, die mir Käse, Quark und Honig ohne Ausnahme verbieten würde, könnte ich ohnehin nicht Stand halten.  Aber aus Gesundheitsgründen auf die hormonbelastete, säuernde und tierunwürdige Herstellung bestimmter tierischer Speisen zu verzichten, scheint mir für in meinem Fall nun sinnvoll und praktikabel. Ich suche nur noch nach einer Käsesorte oder einen Hersteller, der einen Käse produziert, den ich dennoch ohne großes schlechtes Gewissen verspeisen kann, denn so ein bisschen Käse hier und da ist schon eine feine Sache. Eventuell wäre Rohmilchkäse eine Alternative. Wer mir diesbezüglich Ratschläge geben kann, ist herzlich willkommen.
Die Auseinandersetzung mit Mich-ja/nein wurde mir bereits zu Beginn meiner Brustkrebserkrankung nahegelegt. In dieser Zeit war mein Leben noch voller Anforderungen, Pflichten, Ängste und Verzichte durch die Therapie und die Nebenwirkungen. Nun, drei-einhalb Jahre später und zwei Studienabschlüsse später bin ich offen für einen Lebenswandel, der mir nicht nur mehr Selbstvertrauen, sondern auch mehr Respekt vor mir selbst zurück geben soll. Wie oft habe ich im Leben schon mit dem Gefühl gehadert, zu wenig zu können, zu wenig zu unternehmen und dadurch zu wenig „wert“ zu sein.. Nicht, dass mich eine Ernährungsumstellung zu einem besseren Menschen macht, aber die Empfehlungen und Ratschläge von Ernährungswissenschaftlern ernst zu nehmen und an mir, in meinem Leben anzuwenden, erscheint mir konsequenter, als auf einen guten Ausgang meiner Erkrankung zu haben und im Stillen kaum etwas dagegen zu unternehmen!

Aus diesem Grund habe ich mich im Internet informiert, um dem Mythos der bösen Mär von der Milch auf den Grund zu gehen. Es gibt sicher Tage, an denen man mehr oder weniger offen für derlei Informationen ist, die einem das Leben verbessern sollen, ohne dabei auf den ersten Blick besonders angenehm zu sein. Heute ist so ein Tag und nachdem ich ein bisschen recherchiert und mich informiert habe, möchte ich euch drei Seiten vorstellen, die aus wissenschaftlicher Sicht beleuchten, was Milchkonsum in der heutigen Industriegesellschaft bedeutet und wieso es sinnvoll ist, unsere gewonnenen Erkenntnisse zu globalem Milchkonsum und seine Resultate zu beleuchten.

http://www.zentrum-der-gesundheit.de/milch-krankheiten-ia.html

http://www.zentrum-der-gesundheit.de/milch-krebs-ia.html

http://www.zentrum-der-gesundheit.de/milch.html

Nachtrag: Eine stets ausmerksame Freundin hat mich noch einmal darauf aufmerksam gemacht, dass „Zentrum der Gesundheit“ nicht die verlässlichste Quelle zur Information zu Gesundheutsthemen darstellt (http://solean.blog.de/2014/08/21/problematik-gesundheitsseiten-internet-beispiel-zentrum-gesundheit-19215858/). Ich möchte alle InteressentInnen auffordern, die dort gegebenen Mitteilungen nach dem eigenen Gefühl zu bewerten und als für sich zutreffend oder falsch zu bewerten und auf weitere Informationsquellen (z.B. Biokrebs siehe unten) zurückzugreifen

In diesen Artikeln wird viel Beachtung auf einen geringen Genuss von Milch gelegt, da diese nicht nur zu einer Übersäuerung des Körpers und einer damit einhergehenden erhöhten Entzündungsneigung im Körper führen kann (die Folgen können Rheuma, Arthrose oder Krebs sein), sondern ebenfalls auf eine erhöhte Gefahr für Osteoporose und Hauterkrankungen, wie Akne, Neurodermitis und Schuppenflechte.
Dass Säuglinge und Kleinkinder auf einen Milchkonsum angewiesen sind, da sie von Geburt noch nicht richtig kauen und verdauen können, steht ausser Frage. Die Tatsache jedoch, wieso auch erwachsene Menschen noch zu einem Lebensmittel greifen, dass ihnen ernährungsbiologisch nicht von Nutzen ist und das auch noch in mannigfaltiger Darreichung präsentiert wird, hat mich allerdings stutzig gemacht. Denn selbst eine ganze Schokoladenindustrie möchte durch eine „Extraportion Milch“ aus  ihrer „Kinderschokolade“ ein wertvolles Lebensmittel machen. Besagtes Produkt besteht in seinem „Milchkern“ dabei lediglich aus Milchpulver und hat einen Zuckergehalt von 40% (Quelle Wikipedia-Kinderschokolade). Allgemein zu Ernährungs- und Werbeversprechen siehe auch:

http://www.foodwatch.org/de/informieren/essen-gesundheit/

buchWen speziell das Thema Brustkrebs und Milch weiter interessiert: Hierzu gibt es neben vielen Informationen im Internet. Z.B:
http://www.biokrebs.de/therapien/patienten-fragen/77-ernaehrung-ernaehrung/1118-milch-und-krebserkrankung
http://www.peta.de/milchundkrebs#.VO8oaS6i8rU

oder der Erfahrungsbericht: „Das Leben in deiner Hand“ von Jane Plant

Meine neue Mission wird nun sein, mich an Reis-, Mandel-, Hafer-, Kokos- und Sojamilch zu gewöhnen; denn wie man sieht: Die Alternativen sind vorhanden und die Argumente stehen bereit.

„Wie still es ist. Die Stimme der Zikade Dringt bis ins Gestein“ Bashô

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Wolken ziehen auf,
von Zeit zu Zeit 
sie bringen die Chance,
ein wenig auszuruhen
von der Betrachtung des Mondes.

Bashô (1643 – 1694) japanischer Dichter

 

The fucking truth

The fucking truth

Liebe Menschen, ich sammle in meiner Blog-schreibfreien Zeit immer Bilder, Sprüche und Musik, die ich euch im nächsten Post mitgeben möchte. Dieses Mal bin ich aber sooo in Schreibarbeit für meiner Masterarbeit vertieft, dass ich nicht so viel Muse und Zeit finde, meinen Blog zu pflegen. Da ich aber gerade, während des Recherchierens auf diesen wundervollen japanischen Dichter aus dem 17. Jahrhundert gestoßen bin, dessen Gedichte ich euch unmöglich noch länger vorenthalten kann, schreibe ich eine kleine Zwischennotiz, ehe mein Leben in vier Wochen wieder langweilig wird und anderen gesetzten folgt als derzeit. Das kurze Gedicht im Titel ist ebenfalls von Bashô. Ich hoffe, euch gefällt es genauso wie mir.

 

Meinem Körper, Leib und Seele geht es übrigens ziemlich prima gerade. Das Schreiben gibt mir eine tägliche Aufgabe, es ist ergiebig und ich sehe Land am Ende des Studientunnels. Meine Haare wachsen endlich gut und dichter als bislang und ich fühle mich ziemlich gesund und in der Mitte der Gesellschaft wieder angekommen. Nächste Woche habe ich wieder MRT und Nachgespräch, dann wird sich zeigen, wie es wirklich ist. Aber ein gutes Gefühl kann nicht trügen, oder?

Folge nicht den Fußspuren der Meister:

Suche, was sie gesucht haben.

Bashô (1643 – 1694) japanischer Dichter

 

In diesem Sinne, wünsche ich ein gesundes neues, fröhliches Jahr und mir eine gute End-Schreibphase

Das Beste ist noch nicht vorbei!!

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Nach einer zweiten sehr aufwühlenden Jahreshälfte voller Krankheit, Krankenhaus und Enttäuschungen, zieht mit der Weihnachtszeit endlich etwas mehr Ruhe und Gelassenheit in mein Leben. Zeit zum Ausatmen und Luft holen. Weihnachtsstimmung hat sich bis heute zwar noch nicht so ganz einschleichen können, aber mein Leben ist gerade sehr schön und voller Tatendrang und Frohsinn.
Ich dachte mir heute, als ich in der Küche nach meinem Weihnachtsgefühl zu suchen begann: „Ich bin nicht traurig darüber, dass ich keine Weihnachtslaune finde, sondern ich bin offen dafür, dass sie mich findet!“ und versuche entsprechend entspannt und gelassen in die nächsten Tag zu gehen.

by the amazing mostergods ofZozoville

By the amazing mostergods of Zozoville, Johan Potma and Mateo Dineen

Meine Gesundheit hat sich in der vorausgegangenen Winterzeit (wenn man das so nennen kann..) beispielhaft gezeigt. Ich war trotz vieler Kranker um mich herum nicht erkältet und auch meine Krebsbefunde sind zufriedenstellend.
Letzte Woche hat iTunes meine Musik auf dem Computer gelöscht. 100GB waren auf einmal weg. Ich dachte, mich trifft der Schlag.. Ich, die ich soooo sehr von Musik lebe..
Dann trat in der letzen Woche wieder meine Master-Arbeit in meine Gegenwart, denn ich musste meinen Antrag auf Verlängerung stellen, den ich schon aus Mangel an Gelegenheit viel zu lange heraus gezögert hatte. Nun war es fast zu spät und nur durch enormen organisatorischen Aufwand konnte ich meine Verlängerung noch erhalten und schrieb aus lauter Panik, in vier Wochen abgeben zu müssen, wie eine Irre.

 
528389_10151048870586211_1286139271_nHeute ist Sonntag, der vierte Advent. Ich habe alle schönen Weihnachtsgeschenke, ich habe meine Tasche für zu Hause gepackt. Ich habe alle Putzdienste in der WG erledigt, Weihnachtspost geschrieben und habe meine Verlängerung bekommen. Und neben der lieben Aufmerksamkeit, die ich von meinen Freunden bekomme, habe ich gerade ein Programm gefunden, mit dem ich die Musik auf meinem iPhone wieder auf meinen PC spielen kann- was gar nicht so einfach ist, wie mit einem normaler Smartphone. Drag&Drop ist hier nicht möglich und apple unterbindet eine Möglichkeit, die Musikdaten vom iPhone auf den PC zurück zu spielen – normalerweise..
Nun möchte ich noch euch, treuen lieben Lesern meines Blogs meinen Dank für euer Interesse an mir und meinem Leben aussprechen.
Ihr habe in diesem Blog nicht all das niederschreiben wollen, was dieses Jahr geschehen ist, aber ich bin froh, das Jahr hinter mir lassen zu können und hoffe auf so schöne Zeiten im kommenden Jahr, wie sie sich momentan eingestellt haben.

VoltaireIch werde versuchen, immer das Beste aus allem zu machen, aber etwas Glück zu meinem Optimismus, der mich für all meinen Gutglauben belohnen kann, wäre nicht verkehrt.
Ich möchte das Jahr 2014 dennoch mit einem Dank abschließen. Danke für die lieben Menschen, die mich dieses Jahr begleitet haben- die mir ratsuchend und unterstützend zur Seite gestanden haben. Und für die Menschen, die mich offensichtlich am weiterkommen gehindert haben und aus deren Begegnung ich für mich eine große Lehre für meine Zukunft ziehen konnte. Ich danke meinem Körper, dass er immer wieder so toll mit mir zusammen arbeitet und mich ständig von Neuem von seiner Kraft und Stärke überzeugt. Einen besseren Freund kann man sich fast nicht vorstellen. Ich danke meinem Schicksal für seine Güte, immer wieder zur richtigen Zeit, am richtigen Ort zu sein und für mein Leben über all die bunten Facetten, Eindrücke und Erlebnisse, die ich Tag für Tag machen darf.
Euch anderen tollen Menschen wünsche ich ganz besonders gute Tage um den Jahreswechsel. Ich hoffe, ihr findet Herzenswärme, genug zu Essen und Freude. Und natürlich wünsche ich euch all das das auch im Jahr 2015. Jedes Jahr ein neuer Anfang. Neue Möglichkeiten, eine neue Seite im Lebensbuch, neue Kraft und viele Möglichkeiten, euch so zu entwickeln, wie ihr euch gerne hättet.
Bleibt bitte gesund und munter und mir treu.

1202573520175Mit den allerliebsten Wünschen und Grüßen
Mari