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Vielen Dank

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Vielen Dank ihr lieben Menschen, die ihr mir in den letzten Tagen so viele posititve Energien und Wünsche gesendet habt. Heute war ein sehr trüber Tag für mich und in meiner Verzweiflung hab ich mich einer Freundin mit allem anvertraut, was mich gerade umtreibt.
Es war gut, mal wieder das Gefühl bekommen zu haben, mit meinen Gefühlen aufgefangen worden zu sein. Es ist wichtig, denke ich über seine Sorgen zu reden, aber tränenreiches Hänchenhalten bei Linseneintopf und ein Eis zum Nachtisch haben mir den Tag gerettet, der zu Beginn noch so düster ausgesehen hatte.
Mein Nachmittagsschläfchen verbrachte ich mit der Hypnose-CD von O.C. Simonton und nach zwei-mal anhören war ich mir sicher: Ich Schaff Das!!! Warum eigentlich auch nicht??
Und wenn ich nach meinen OPs noch vier Metas im Kopf habe, dann sind es eben schon mal drei weniger als voher, um die sich mein Körper kümmern muss.. Da will ich mich dann mal nicht so anstellen.
Uni wird vielleicht eine kleine Herausforderung sein, aber auch das wird schon.. Ich baue mal darauf, dass ich meine OPs um die Semestertermine legen kann, sodass ich möglichst wenig verpasse. Und scheiß auf Haare- Ich bin verdammt cool, Mann. Denn ich hab mehr als schöne Haare! ICH hab Lebenserfahrung! Und weiß was es heißt in der Scheiße zu sitzen!

Und mit diesem tollen Gefühl möchte ich euch heute mit zwei Songs versorgen, die mir beide sehr am Herzen liegen. Vor allem die Bilder im ersten Video treiben mir jedes Mal die Tränen in die Augen – unsere Erde ist so schön! Wir müssen uns nur die Zeit nehmen, hinzuschauen!

Namaste ihr lieben Menschen, Ich denke auch an euch und sende euch jeden Fitzel Kraft zurück, den ich auftanken kann 🙂

Gute Zeiten – Schlechte Zeiten

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Gute Zeiten – Schlechte Zeiten

Nun ist es wirklich etwas her, seit ich meinen letzten Post veröffentlicht habe.
Es war etwas Alltag in mein Leben zurück gekehrt. Ein bisschen Normalität, die es mir ermöglicht hat, mich mit meiner Nasenspitze mal wieder über den Tellerrand zu trauen.
Aber natürlich ist das Leben immer dann am schonungslosesten, wenn man sich in scheinbarer Sicherheit wähnt.
Nach 4 Monaten Ruhe, Hoffnung und freudiger Erwartung, dass sich die Metastasen zurückgebildet haben, bekam ich in der aktuellen Untersuchung den Befund: Es ist nichts explodiert, aber drei Herde seien vermutlich gewachsen. Die Tumor-Konferenz brachte den Vorschlag: Raus damit!
Nun bin ich am Überlegen, ob ich andre Methoden, Zweitmeinungen oder die Abwarte-taktik wählen soll und fühl mich erneut an einem Punkt in meinem Leben, an dem ich ganz allein über mein Leben entscheiden muss, da mir niemand eine solch wichtige Entscheidung abnehmen kann. Dabei hatte ich gerade begonnen, mich endlich wieder anderen Dingen zuzuwenden, die in den letzten zwei Sommern zu kurz kamen.

Traurig aber wahr..

Und immer noch die Trauer um meine Haare..
Sie wachsen außer im oberen Kopfbereich ganz ordentlich, aber nach einer der beiden OPs (ein wird in der in der Stirngegend sein) würde ich noch schlimmer aussehen, als bisher.
Ich glaube, wenn ich wenigstens wieder meine vollen Haare hätte, könnte ich das alles irgendwie besser verkraften, aber so fühl ich mich einfach nur scheußlich stigmatisiert und vom Krebs auf ganzer Ebene in den Arsch getreten.

Es ist komisch zu sehen, mit wie viel Power ich diesen Blog begonnen habe und wie sich alles nun schon entwickelt hat. Ich versuche immer noch daran festzuhalten, dass alles wieder gut wird (Mit Haaren oder ohne), aber im Moment bräuchte ich mehr Überzeugungskraft und Hoffnung. Ich denke, es ist absolut normal, auch mal deprimierte Phasen in einer solch ernsten Lage wahrzunehmen, aber sie sind eben weitaus angsteinflößender, als so zu tun, als wäre dennoch alles in Ordnung.
Und Angst ist eben etwas, das ich gerade sehr stark spüre.

Vielleicht hat ja der ein oder andere Blogbesucher Lust, mir ein nettes Wort zu senden.
Ich würde mich freuen.

Und nun noch zu einem Musikalischen Ohrenschmaus, dem ich vergangene Woche auf einem Konzert beiwohnen durfte.

Alles Liebe, Liebe Grüße

Namaste

„And I’m trying my best to be tough
To pretend I am strong and can siphon it off
But I’m not who I wanted to be
In my heart I belong in a house by the sea“

 

Krebsprinzessin eben..

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Nun liegt auch die dritte Chemo so langsam hinter mir.

So sieht´s doch aus..

Ich hatte mit den ersten beiden, entgegen der Prophezeiungen einer Ärztin: „Wenn sie merken, wie der Tumor kleiner wird, werden sie die Motivation spüren“ leider nicht den versprochenen Erfolg gespürt und war nun entsprechend beunruhigt.
Da ich mir langsam nicht mehr als eine gute Nachricht meiner behandelnden Ärztin wünschte, sprach ich sie auf einen vorzeitigen Ultraschall an, um ihr die Chance zu geben, meine Sorgen vielleicht etwas zu zerstreuen. Leider kamen wir nicht soweit..
Mein Eindruck deckte sich mit dem des sicherlich tausende Euro teuren Ultraschallgerätes. Das hätte ich also auch alleine hin bekommen. Aber gut. Nun war ich wenigstens gewiss, dass der Tumor zwar nicht gewachsen war- bei dem bisherigen Tempo sicherlich ein Fortschritt- geschrumpft war er jedoch auch nicht wirklich. Enttäuschend.
Ärztin nahm geschickter Weise auch noch den Wortlaut: „Vielleicht schlägt das Medikament beschissen an“ in den Mund und ich verlor erst einmal sämtlichen Mut, diese Form der Chemo überhaupt weiter zu machen. Für was sollte ich mich und meinen Körper tyrannisieren, wenn das, was eigentlich bekämpft werden soll, darauf überhaupt nicht reagiert? Das gibt es eben auch… Von Tumor zu Tumor- nie das selbe Bild..
Am 25. Januar bekomme ich ein neues Medikament, darauf kann ich zusätzlich noch hoffen- wenngleich auch auf stärkere Nebenwirkungen durch selbiges.
Doch Ärztin kam mir mit medizinischenVorgaben, die sie daran hindern, die Behandlung vorzeitig umzustellen, Studien etc. und was sollte ich auch machen.. Ein paar Tränen, neuer Zyklus, neues Glück..

Vielleicht habe ich meinem Körper noch nicht ausdrücklich genug klar machen können, worum es geht, und dem Scheißkrebs noch nicht deutlich genug zu spüren lassen, was ich von ihm halte. Ich bin eben einfach zu nett. Aber das muss sich nun ändern!
Im April steht die OP an, bis dahin will ich krebsfrei sein. Soviel steht mal fest!

Basta!! 🙂